Review: Marvel Superhelden Sammlung 84 – Squirrel Girl

Lesezeit circa: 5 Minuten

Wer noch nie etwas von Squirrel Girl gehört hat, sollte jetzt unbedingt weiterlesen. Denn hier gibt es geballte Eichhörnchen-Power und die Bösen kriegen etwas auf die Nuss.

Squirrel GirlDie Handlung

Der Sammelband enthält zuvorderst den ersten Auftritt des Squirrel Girls in einer Iron Man Ausgabe von 1991. Doreen Green überrumpelt darin Tony Stark mit ihrer Bitte, sie in die Reihen der Avengers aufzunehmen. Iron Man lehnt zunächst dankend ab, da Squirrel Girl zum einen noch minderjährig ist, aber auch, weil er in ihrem buschigen Schwanz und den Nagezähnen keinen Mehrwert für die Superheldentruppe erkennt. Als er jedoch von Dr. Doom überrascht und festgenommen wird, erweisen sich das Squirrel Girl und ihre kleinen pelzigen Freunde als durchaus nützlich.

Im Hauptteil, welcher 5 Ausgaben von The Unbeatable Squirrel Girl umfasst, beginnt die junge Frau ein Informatikstudium an der Uni. Dort freundet sie sich mit ihrer Zimmergenossin Nancy an, die neben dem Eichhörnchen Tippy-Toe schon bald zu ihrer wichtigsten Vertrauten wird. Lange kann Doreen ihre Geheimidentität nämlich nicht vor Nancy verbergen, denn der buschige Schwanz sowie der Haarreif mit den Eichhörnchenohren sind keine sonderlich gute Tarnung. Vielleicht hätte sie sich stattdessen eine Brille aufsetzen sollen, bei Superman hat das immerhin funktioniert. Aber okay, falsches Universum.

Ihr erster Gegenspieler ist der Jäger Kraven, bei dem es noch reicht, ihm eins auf die Nuss zu geben. Etwas schwieriger ist da schon Galactus, der Weltenverschlinger. Damit der die Erde erst gar nicht erreicht, will Squirrel Girl ihn auf dem Mond abfangen. Dazu braucht sie einen weltraumtauglichen Anzug von Iron Man, den sie kurzerhand klaut bzw. „ausleiht“. Und wie kann sie Galactus besiegen? Gar nicht! Sie kann ihn allerdings überzeugen, statt der Erde einen Nussplaneten zu verschlingen, denn Nüsse sind nahrhaft und obendrein lecker.

Mit Witz, Verstand und einer Heerschar Eichhörnchen kann Doreen Green es mit jedem Gegner aufnehmen und jedem anderen Marvel-Superhelden das Wasser reichen, wie die letzte Geschichte bezeugt. Dieses Eichhörnchen sollte man besser nicht unterschätzen!

Rezension von Squirrel Girl

Das erste Mal vom Squirrel Girl gehört habe ich in einem Video über die 10 beknacktesten Superhelden mit nutzlosen Kräften. Beknackt werden beim Squirrel Girl allerdings nur Nüsse und ihre Superkraft ist auch alles andere als nutzlos. Im Gegenteil ist es äußerst praktisch, ganze Armeen von Eichhörnchen befehligen zu können, die jeden Gegner durch ihre schiere Überzahl niederringen oder bei deren technischen Spielzeugen die Kabel durchknabbern. Da haben weder Dr. Doom noch Galactus eine Chance!

Obendrein ist Doreen Green äußerst taff und um keinen coolen Spruch verlegen. Die erklärenden Kommentare unter jeder Seite sind ebenso amüsant wie die Story an sich. Squirrel Girl ist eine der kreativsten Superheldinnen des Marvel-Universums und es bleibt zu hoffen, dass sie es noch ins MCU schaffen wird. Ein paar Auftritte in Zeichentrickserien hatte sie immerhin schon und im bisher unveröffentlichten Pilotfilm von Marvel’s New Warriors ist sie ebenfalls mit am Start.

Grafisch sind die Comics gewöhnungsbedürftig. Beim ersten Auftritt ist das Aussehen des Squirrel Girls noch etwas schrill, was vor allem an dem sternförmigen Kajal um die Augen liegt. Da der Iron Man-Comic von 1991 ist, sollte nicht zu viel erwartet werden. Der Stil ist ziemlich grob und die Farben grell. Heute ist dieser klassische Stil aus der Mode gekommen, was vor allem an den neuen Möglichkeiten der digitalen Koloration liegt.

Squirrel Girls eigene Comicreihe von 2015 hat jedoch keinen nennenswert höheren Detailreichtum. Die Zeichnungen sind weiterhin sehr schlicht gehalten und die Gesichter nicht sonderlich gut getroffen. Doreen Green wirkt dadurch irgendwie moppeliger als sie ist, fast so, als hätte sie ein paar Nüsse zu viel gefuttert. Die Koloration ist immer noch zu grell und wirkt daher unnatürlich. Auf Licht- und Glanzeffekte ist weitgehend verzichtet worden.

Fazit

Was dem Comic an optischen Reizen fehlt, macht die Protagonistin mehr als wett. Die Handlung ist unterhaltsam und amüsant geschrieben. Die Ich-Erzähler-Elemente sorgen dabei stets für einen Lacher. Wer auf Witz und putzige Nager steht, ist hier genau richtig! Der Sammelband ist als Hardcoverausgabe mit der Nr. 84 in der Marvel Superhelden-Sammlung erschienen.

Bewertung: 10/15

Text: Steve Ditko & Will Murray / Ryan North
Zeichnungen: Steve Ditko / Erica Henderson
Farben: Christie Scheele / Rico Renzi
Verlag: Marvel / Panini
Sonstige Informationen:

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