Das Ende der Zweifeler
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Review: Perry Rhodan 3147– Das Ende der Zweifler

Lesezeit circa: 4 Minuten

Schicksalstag für einen Planeten – Atlans Flotte ist in tödlicher Gefahr

Das Ende der ZweifelerTitel: Das Ende der Zweifler
Autorin: Robert Corvus
Zeichner:  Dominic Beyeler
Erschienen: Freitag, 10. Dezember 2021

Worum geht es in diesem Roman?

Atlan ist endlich auf dem Weg zur Yodor-Sphäre. Als hätte er es geahnt, begleitet ihn eine mehr als ordentliche Eskorte. In der Eastside stoßen sie auf eine Kluft des Chaoporters und reichlich Chaostruppen. Eine Raumschlacht entbrennt im zum Oszyrium gehörende Pshazyrsystem.

Der Leseeindruck

Manchmal ist das Licht am Ende des Tunnels wirklich das Ende des Tunnels. Hielt sich meine Begeisterung über zwei vorhergehenden Romane des Atlan-Fünferblocks in Grenzen, so muss ich sagen, dieser Robert Corvus ist ein fulminanterer und deutlich bombastischerer Abschluss dieses Handungsabschnittes als erwartet.

Der Handlungsbock begann mit der Arkon-III-Restauration von Verena Themsen durchaus vielversprechend, wobei ich das thematisch eher ganz am Anfang direkt hinter 3100 gesehen hätte. Meine Begeisterung über den drei Hefte langen Atlan Prüfungs Nebenquest hielt sich, trotz Michelle Sterns tollem Generationsraumsschiffs-Abenteuer in Grenzen. Um Atlan mit einer Sexadim-Kapsel der Kastellane zu versehen, hätte möglicherweise auch ein Roman gereicht. So fehlte vielleicht etwas der Platz und die Gelegenheit, zu erklären, warum sich auf einmal solch große Flottenverbände, sowohl auf Seiten Atlans als auch der Chaostruppen gegenüberstehen. Das Truppenaufgebot der Chaosmächte ließe sich mit den eher weniger erfolgreichen Angriffen der Meute im Solsystem erklären oder vielleicht hat der Chaoporter sogar schon die Yodorsphäre entdeckt.

Aber ob nun glücklicher Zufall oder dieses Mal begründetet Paranoia von Altans Extrasinn, der Boden für eine fulminate Raumschlacht, mit Scharmützen auf den Raumstationen und auf dem von Blues bewohnten Planeten, ist bereitet und Robert Corvus lässt es ordentlich krachen.

Und das auf hohem Niveau. Neben der gelungener Action, kommen auch die Einzelschicksale nicht zu kurz, die die Schrecken aufzeigen, die die willent- oder auch unwillentlich Beteiligten bei solchen Auseinandersetzungen durchleiden müssen. Das zeugt von intensiver Beschäftigung mit dem Thema und einer ungeheuren Liebe zum Detail. Selbst die Oma für den kritischen Rezensenten wurde nicht vergessen, die zudem noch einen positiven Anstieg von Tatkraft, Rückgrad und auch von Zusammenhalt in der Mentalität der Milchstraßenbevölkerungen verdeutlicht. In den kommenden schweren Zeiten eine wohl benötigte Sache.

In Summe ist das wieder ein sehr gekonnt und intelligent gemachter Military-SF-Roman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Zwar kamen mir ein, zwei Fragen bezüglich der Ausgangssituation, aber den eigentlichen Roman habe ich genossen und dabei über weite Strecken alles andere um mich herum vergessen. Ich vergebe hier gute 3,5 Punkte.

Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): Es gab einiges sowohl Bodenständiges als auch Phantastisches zu entdecken und feinere Details zum darüber Nachdenken, das ergibt bei mir volle 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Hier gibt es ein, zwei Fragen, auch wenn wir wieder voll in der Haupthandlung sind und sich beim Chaoporter neue Dimensionen der Bedrohung eröffnen. Hier vergebe ich 1,5 Punkte für die Rückkehr zur eigentlichen Haupthandlung.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Bei Robert Corvus Leistung gibt es nur sehr wenig auszusetzen, das war ein spannender und mitnehmender Roman mit vielen liebevoll ausgearbeiteten Details, weniger als 2 Punkte wären hier nicht angemessen.

In Summe ergibt das sehr gute 9 Punkte. So kann das definitiv bleiben!

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

Markus Gersting

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