Tolcais Totenspiele
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Review: Perry Rhodan Atlantis 07 – Tolcais Totenspiele

Lesezeit circa: 3 Minuten

Ein ewiger Krieg in Kobaltblau – Feindschiffe über Atlantis

Tolcais TotenspieleTitel: Tolcais Totenspiele
Autor: Kai Hirdt
Zeichner:  Arndt Drechsler-Zakrzewski
Erschienen: Freitag, 10. Juni 2022

Was ist die Perry Rhodan-Miniserie Atlantis?

Die Miniserie Atlantis ist ein Spin-off der Perry Rhodan-EA (Erstauflage, d. h. das Original) und entführt uns in ferne Vergangenheit ins Jahr 8005 v. Christus und auf den untergegangenen Kontinent Atlantis.

Worum geht es in diesem Roman?

Perry Rhodan und Atlans Gruppen befinden sich an Board der schrottreifen BEST HOPE, als diese von der kobaltblauen Kosmokratenwalze, der STRAHLKRAFT, aufgebracht werden. Im Inneren warten nicht nur Zwergandroiden auf die gemischte Gruppe. Sie müssen sich auch den tödlichen Spielen des kosmokratischen Kommandanten Tolcai stellen.

Währenddessen wird Atlantis ebenfalls angegriffen und der arkonidische Wissenschaftler Quartam da Quertamagin muss all sein Geschick aufbringen, um sich in den Wirren der Auseinandersetzung zu behaupten.

Der Leseeindruck

Man mag es erahnen, die Aktion kommt in diesem Roman definitiv nicht zu kurz. Wir haben gleich zwei Schauplätze, an denen nicht zu knapp gekämpft wird.

Einmal wird das Beiboot BEST HOPE von der STRAHLKRAFT recht spektakulär aufgebracht und die Besatzung muss sich durch die inneren Welten der zwei Kilometer langen Kosmokratenwalze schlagen, in der der offensichtlich leicht wahnsinnige Kommandant ganze Zivilisationen bis zum Tode gegeneinander kämpfen lässt. Perry gibt sein Bestes, um die Folgen für die Bewohner der Kabinette abzumildern, hat es dabei aber schwer, zumal sich die einander nicht sonderlich gewogenen Gruppen von Perry Rhodan und Atlan natürlich immer noch auf der Suche nach dem Talagon sind, ebenso wie Kommandanten Tolcai, der sein Eigentum wiederhaben will. Was sich martialisch anhört, entwickelt aber Einiges an Tempo, Spannung und auch Sense-of-Wonder. Die Darstellung der unterschiedlichen Habitate mit ihren sehr unterschiedlichen Völkern und Gesellschaften in der STRAHLKRAFT sind durch die Bank gelungen und haben mir durchaus Freude bereitet.

Klasse war auch wie sich arkonidische Wissenschaftler Quartam da Quertamagin durch das von Arkoniden und erst für Maahks gehaltenen Zwergandroiden umkämpfte Arkonis durchlavieren muss. Dabei geht er mit einiger Raffinesse vor, was mir diese Figur sehr sympathisch macht, zumal sie noch Einiges an Größe zeigt.

Die Punktevergabe

(Achtung hier werden neukalibrierte Punkte vergeben.)

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Die Seiten fliegen nur so dahin, es gibt aber auch tolle Momente, die einen kurz innehalten lassen. Selbst der Wechsel zwischen den Ebenen hat mich nicht wirklich gestört. Ich vergebe hier 3,5 Punkte.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Höhere Mächte wie die Kosmokraten und natürlich ihre Raumschiffen wie die STRAHLKRAFT entsprechen genau meinem Beuteschema. Schön fand ich neben den vielfältigen Kabinetten auch die Interaktion mit dem offensichtlich wahnsinnigen Kommandanten und den doch tiefsinniger als gedachten Zwergandroiden. Ich vergebe hier volle 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Die Handlung geht gut voran und die Zusammenhänge werden klar. Was Lust auf die kommenden Bände macht. Hier vergebe ich 1,5 Punkte.

Die Leistung des Autors, d.h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Kai Hirdt ist eigentlich immer eine sichere Bank, so auch hier. Die Seiten fliegen nur so dahin und er begeistert mich mit einem toll beschriebenen Umfeld und tollen Wendungen. Auch hier vergebe ich 1,5 Punkte.

In Summe sind das dann hervorragende 8,5 Punkte.

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score
Markus Gersting

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