Die Terraner auf Raubzug – sie legen eine Falle aus
Schon das neunte Heft der Miniserie – langsam wird es Zeit, dass die großen Auflösungen kommen. Von Leuchtfeuer auf Graborflack erwarte ich große Schritte in Richtung der Auflösung des neuen galaktischen Rätsels.
Das Heft
Der achte Teil der Miniserie Wega, Leuchtfeuer auf Graborflack, erschien am 09. Juli 2021. Das Titelbild zum Roman lieferte Dirk Schulz. Auf der Autorenbank finden wir heute einen Bekannten aus der Spinoffserie Perry Rhodan Neo. Arno Endler konnte sich dort schon mit sieben Beiträgen beweisen und feiert mit Perrys Kontaktaufnahme zur DERFAAR sein Debüt in den Miniserien des Perryversums. Die Hauptpersonen des Romans sind: Perry Rhodan, Gillian Wetherby, Kilian Gavril und der Blaunakke Amildok.
Das Titelbild
Hier können wir es kurz machen. Das Heft ist wie für mich gemacht – neben den tollen Farben und einem tollen Raumschiff finden wir eine schöne Visualisierung des Asteroiden Graborflack. Nach dem Titelbild des Auftakts, das beste Cover der Miniserie.
Die Handlung
Das galaktische Rätsel ist ins Stocken geraten. Nachdem Perry und Gillian wichtige neue Informationen über die Maccani erhalten haben, widmen wir uns im neunten Heft der Miniserie den Blaunakken im Wegasystem. Nicht nur, um endlich der Bedrohung durch die Pseudolebewesen der Maccani Herr zu werden, sondern auch um einen Weg zu finden, die Truhe zu öffnen, die ES ihm hinterlassen hat.
In einer klar umrissenen Mission, bauen die Galaktiker mit Hilfe des extrovertierten Genies Kilian Gavrila ein Leuchtfeuer für die Nakken. Einer Lebensform, die zum größten Teil in höherdimensionalen Sphären lebt. Nach etlichen Mühen und einer irrwitzigen Reise durch den Speerraumer DERFAAR, schaffen es Perry und seine Freunde endlich, Amildok den Piloten zu erreichen. Hier entspinnt sich eine Diskussion über die Rolle der Maccani und wie sich Perry als Freund der Superintelligenz beweisen kann.
Am Ende schafft es der Unsterbliche, den Nacken zu überzeugen, dieser öffnet für ihn die Truhe bzw. das Technik-Totem. Ob es gelungen ist, die Nacken aus ihrer Koalition mit den Maccani zu lösen, ist nicht abschließend erklärt. Doch wenigstens erhält Perry den Inhalt seiner Truhe. Ein blauer Schmetterling, der sich mit seinem Körper verbindet.
Das Fazit zu Leuchtfeuer auf Graborflack
Der Roman hat eine klares Ziel. Auf der einen Seite bringt er Perry im galaktischen Rätsel weiter und auf der anderen Seite treibt man einen Keil zwischen die Maccani und ihre Verbündeten die Blaunakken. Hier lässt sich für mich auch schon die größte Stärke des Romans ableiten. Eine klare Struktur, die zielgerichtet abläuft und somit genug Zeit und Volumen hat, um die wundersamen Dinge an Bord der DERFAAR zu erzählen.
Beim mittlerweile neunten Heft der Miniserie hätte ich mir jedoch gewünscht, dass man endlich ein paar Fragen abschließend klärt. Weder bekommen wir eine definitive Aussage, dass sich die Blaunakken von den Maccani lossagen, noch wird wirklich erklärt, was es mit dem Truheninhalt auf sich hat. Na klar – das soll schön alles im großen Finale geklärt werden. Doch leider macht es diesen Roman zu einer Art Durchlauferhitzer, der unter dem Strich wenig Wesentliches zeigt.
Auch Gillian Wetherby muss in meiner Wahrnehmung erneut Federn lassen. Zu Beginn der Wega-Miniserie wirkt sie noch frisch und neu. Doch leider setzt sich hier fort, was sich in den letzten Romanen angedeutet hat. Gillian hat sich als Charakter bereits abgenutzt, ohne jemals ihr Potenzial auszunutzen. Ob sich daran noch etwas ändert, wir werden es sehen. Doch leider muss ich dies schon als Enttäuschung verbuchen.
Doch nach der sehr umfassenden Kritik, muss ich das Heft noch einmal loben. Denn all das hat meine Unterhaltung niemals wirklich gestört. Man bekommt hier eine runde Geschichte, mit klarer Struktur und Geschichte. Neben Action und Science-Fiction werden hier auch Szenen geboten, die mich zum Schmunzeln brachten.
Die Wertung
Mit Leuchtfeuer auf Graborflack liegt ein sehr gutes Heft vor. Hier und da wird Potenzial verschenkt und es entwickelt nicht die Sprengkraft, die ich mir gewünscht hätte. Die flotte und kompakte Handlung weiß jedoch zu begeistern. Von mir bekommt das Heft sechs von zehn möglichen Punkten.
Info
Autor: Arno Endler
Titelbild: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 09. Juli 2021
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