[Review] Star Trek – Corps of Engineers 09: Der Aussenposten

Lesezeit circa: 4 Minuten

Der Aussenposten bereitet der Crew der U.S.S. DaVinci Kopfzerbrechen.

Aussenposten BorSitu Minor meldet sich nicht

BorSitu Minor ist ein wichtiger Aussenposten der Föderation. Dort werden nämlich Dilithiumkristalle abgebaut. Doch das Besondere ist, dass die Arbeit in diesem Posten nahezu vollautomatisch abläuft und nur wenig Personal benötigt wird. Trotzdem, als der Kontakt zu der Abbaustation abbricht, wird sofort die DaVinci losgeschickt, um zu überprüfen, was geschehen ist.

Als sie ankommen, ist von der Besatzung des Aussenpostens kaum noch jemand am Leben. Die Überlebenden wissen auch nicht, was genau vorgefallen ist. Und so muss die Crew des Föderationsraumschiffes überprüfen, was exakt geschehen ist, ehe voreilige Schlüsse gezogen werden. Denn auf den ersten Blick deutet alles auf einen Angriff von außerhalb hin.

Der Aussenposten ist das Star Trek-Debüt des Autoren Aaron Rosenberg. Der Schriftsteller wurde am 13. Oktober 1969 in den USA geboren. Er hat sich vor allem als Schreiber von Romanen zu bekannten Franchises wie iCarly, StarCraft oder Warhammer einen Namen gemacht.

Wie die Figuren sich weiterentwickelt haben

Seit mit In der Höhle des Löwen die Corps of Engineers-Reihe endlich auch hierzulande gestartet ist, hat sich im Cast der Serie einiges getan. Denn einer der Vorteile der kurzen Novellen, die eBook-only herauskommen sind, ist, dass innerhalb kürzester Zeit deutlich mehr geschehen kann. Was sich eben auch bei den Figuren bemerkbar macht, da sie sich so im Vergleich zu den großen Reihen schneller weiterentwickeln können.

So hat man mit Soloman einen Binär ohne Partner, der seinen Verlust überwunden hat. Und Sonya Gomez konnte in dem letzten Zweiteiler erste eigene Erfahrungen als kommandierender Offizier sammeln. Das sind nur zwei Beispiele dafür, wie die Figuren gewachsen sind.

Wieso ist dies für Der Aussenposten von Relevanz? Weil diese Veränderungen in der Geschichte das erste Mal thematisiert werden. Innerhalb der Story erhalten die Charaktere den Platz, um zu beweisen, dass sie, wenn man an den Beginn der Serie zurückdenkt, anders geworden sind. Soloman agiert beispielsweise deutlich eigenständiger und selbstbewusster als im Vergleich zu früher. Hier merkt man, dass er den Verlust seines Partners endlich überwunden hat.

Wer war der Täter?

Eingebettet ist diese Entwicklung der Figuren in die Ermittlungsarbeit. Und einerseits merkt man zwar, dass diese eben nur Mittel zum Zweck sind, damit die Charaktere in Der Aussenposten glänzen können. Aber andererseits schreibt Autor Aaron Rosenberg eine durchaus charmante Whodunnit-Erzählung.

Nun gibt es von solchen Detektiv-Geschichten im Star Trek-Universum einige. Doch was Der Aussenposten von anderen vergleichbaren abgrenzt, ist, wie hier die gesamte Crew zusammenarbeitet und dabei trotzdem die individuellen Fähigkeiten der jeweiligen Mannschaftsmitglieder in den Vordergrund treten können.

Man muss dem Autoren auch zugutehalten, dass er es mit begrenztem Platz schafft, die Story unvorhersehbar zu schreiben. Immer dann, wenn man meint, man weiß, wie sich der Plot weiterentwickeln wird, passiert der nächste Plottwist. Sodass man am Ende des Romans eine Entwicklung hat, mit der man als Leser absolut nicht gerechnet hat.

Von den bisherigen Geschichten der Corps of Engineers-Reihe ist Der Aussenposten eine der besten!

 Star Trek Corps of Engineers 09 Der Aussenposten
Cover © Cross Cult

 

Bewertung 14/15

Autor: Aaron Rosenberg
Titel: Star Trek – Corps of Engineers 09: Der Aussenposten
Originaltitel: Star Trek – Corps of Engineers: The Riddled Post
Übersetzer: Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 03/2015
Einband: Taschenbuch
Seiten: 71
ISBN: 978-3-86425-708-7
Sonstige Informationen:
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