Review: Star Trek – The Fall 04: Der Giftbecher

Lesezeit circa: 5 Minuten

Für William Riker ist die Beförderung zum Admiral in Star Trek – The Fall 04: Der Giftbecher keine gute Nachricht.

Eine Beförderung und ihre Konsequenzen

Nach den Ereignissen von Auf verlorenem Posten, wo Interimspräsident Ishan Anjar die Leitung der Sternenflotte übergangen und rechtswidrig Schiffe von dieser befohlen hat, beschließt Admiral Akaar, etwas zu unternehmen. Er ernennt William Riker zum Admiral und weiht ihn in seine Befürchtungen ein. Woraufhin der ehemalige Captain der U.S.S. Titan einige Maßnahmen in die Wege leitet.

Vor allem geht es darum, Julian Bashir zu beschützen, auf dessen Leben es einige Mächte immer noch abgesehen haben. Zu diesem Zweck vertraut er auf seinen ehemaligen ersten Offizier Christine Vale, die er zum temporären Captain eines neuen Raumschiffes ernennt. Doch gleichzeitig werden Nog und Tuvok in eine Geheimmission involviert, die die Pläne des frischgebackenen Admirals durchkreuzen könnte.

Mit Der Giftbecher tritt die Star Trek – The Fall-Reihe in ihre entscheidende Phase. Es wird nur noch einen weiteren Teil geben, dann ist diese Miniserie abgeschlossen. Wobei man, wenn man den vorliegenden Roman liest, keine Ahnung davon hat, wie diese Handlung überhaupt zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden soll.

Wen kümmern schon die Gesetze?

Nach dem Lesen von James Swallows Roman ist nur eins deutlich: dass das Schicksal der Föderation wirklich auf Messers Schneide steht. Nun ist dies nicht unbedingt eine neue Erkenntnis. Diesen Eindruck hat man bereits seit den vorherigen Teilen der Romanserie. Aber hier wird es nochmal verdeutlicht. Es wird klar gemacht, wie wenig Ishan Anjar darauf gibt, was eigentlich die Gesetze der Föderation besagen. Schließlich veranlasst er ja ein streng geheimes Unternehmen, das in den Tod einer Person münden soll, die sich ihm widersetzt hat.

Das Perfide an dieser Geheimaktion ist, dass mit Tuvok und Nog gleich zwei beliebte Star Trek-Charaktere mitinvolviert sind. Dabei versteht sich James Swallow auch darauf, zu zeigen, wie diese Figuren entdecken, dass sie bei etwas gesetzwidrigen mitmachen. Und so entsteht ein Teil der großartigen Spannung von Der Giftbecher. Nämlich zu sehen, wie sie versuchen, mit dieser Entdeckung und den daraus resultierenden Konsequenzen fertig zu werden. Denn es ist klar, dass wenn sie sich zu sehr widersetzen oder die Mission sabotieren, am Ende auch ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

Dabei ist allen Charakteren gemein, dass der Autor sie exzellent darstellt. Damit sind jetzt nicht nur die bekannten Figuren wie Christine Vale gemeint. Sondern auch die neuen Handlungsträger, die vielleicht nur in diesem Roman auftauchen und danach nie wieder. So ist schon allein der Arzt der Lionheart ein Highlight, weil dieser ein grandios charakterisierter Baum ist. Was auch für die Geheimagenten gilt, die Teil der Mission sind, bei der Nog und Tuvok mitinvolviert sind. Man merkt zwar, dass sie die Antagonisten des Buches sind, aber genauso wie die anderen wird hier das Augenmerk auf eine glaubwürdige und gute Charakterisierung gelegt, so dass sie realistisch wirken.

Wie wird es weitergehen?

Getragen wird Der Giftbecher natürlich von William Riker, dem frischgebackenen Admiral. Wobei ihm anzumerken ist, dass er sich über seine Beförderung nicht richtig freuen kann. Lange Zeit weiß er auch nicht, was genau sein ehemaliger Vorgesetzter Akaar von ihm will und kann sich nur mühevoll anhand einiger Hinweise zusammenreimen, was von ihm erwartet wird.

Wobei diese Entwicklung auch für die Titan-Reihe interessant wird. Wenn The Fall vorbei sein wird, wird William Riker dann immer noch Admiral bleiben? Wird er zurück auf sein Schiff gehen? Wird es personelle Veränderungen geben? Für eines sorgt dieser Roman definitiv: Die Erwartung darauf, wie es weiter gehen wird.

Star Trek - The Fall 04 Der Giftbecher
Cover © Cross Cult

Bewertung 15/15

Autor: James Swallow
Titel: Star Trek – The Fall 04: Der Giftbecher
Originaltitel: Star Trek – The Fall: The Poisoned Chalice
Übersetzer:  Christian Humberg
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 12/2015
Einband: Taschenbuch
Seiten: 359
ISBN: 978-3-86425-781-0
Sonstige Informationen:
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Götz Piesbergen
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