Spotlight: Christian Humberg

Lesezeit circa: 5 Minuten

Christian Humberg hat das Genre der Phantastik in vielerlei Hinsicht bereichert.

Ein Multitalent aus der Eifel

Der am 6. September 1976 geborene Christian Humberg ist vieles: Er ist Schriftsteller, der Geschichten zu vielen verschiedenen phantastischen Franchises verfasst hat. Er ist Journalist, der im Laufe der Jahre für die unterschiedlichsten Zeitschriften arbeitete. Und er ist Lektor und Übersetzer.

Geboren wurde das Multitalent in Gerolstein, in der Eifel, die für ihn auch heute noch als Inspiration für so manchen Roman dient. Er studierte in Mainz Buch- und Literaturwissenschaften und wurde gelernter Journalist. Seine Karriere begann Ende der 1990er Jahre.

Seine ersten Arbeiten waren Artikel für die Zeitschriften Star Trek – Das offizielle Magazin (1998 – 2008) sowie das legendäre Magazin Space View (1995 – 2011). In Letzterem arbeitete er unter anderem mit Claudia Kern, Bernd Perplies und Mike Hillebrand zusammen. Mit einigen von diesen sollte er auch in dem Geek!-Magazin zusammenarbeiten, das seit 2012 regelmäßig herauskommt.

Aka Simon Borner

2008 erschien dann offiziell seine erste Geschichte. Im Pegasus-Verlag kam sein Spielbuch Der Hexer von Salem: Das schleichende Grauen heraus, welches er zusammen mit Bernd Perplies verfasst hatte. Im Jahr 2010 fing er eine weitere Karriere an, als er im Cross Cult-Verlag Star Trek – Vanguard 04: Offene Geheimnisse übersetzte. Bis 2017, bis Star Trek – Deep Space Nine: Misstrauen, übertrug er viele weitere Star Trek-Romane ins Deutsche.

2010 schrieb Christan Humberg unter dem Pseudonym Simon Borner seinen ersten Heftroman. Für die Serie Sternenfaust durfte er die 100. Ausgabe unter dem Titel Der Flug ins Ungewisse verfassen. Im Laufe der Zeit sollten noch weitere Geschichten für die Reihe hinzukommen, ehe die Romanserie mit der #199 eingestellt wurde.

Ebenfalls im Jahr 2010 übersetzte er Wo liegen sie begraben von Tod Benoit und ergänzte das Sachbuch um einige deutschsprachige Persönlichkeiten. Das war auch das Jahr, in dem er erneut als Simon Borner aktiv wurde. Dieses Mal verfasste er für die Mystery-Romanserie Professor Zamorra den 855. Roman, Die Kralle des Jaguar. Und bis heute ist er Teil des Teams, das die Erzählungen für die Reihe verfasst.

In Kontakt mit dem Unsterblichen

2011 schrieb Christian Humberg gemeinsam mit Mike Hillebrand das Sachbuch TREKminds – Nur der Himmel ist die Grenze, und zusammen mit seinem üblichen Partner-in-Crime, Bernd Perplies, verfasst der Autor die Drachengasse 13-Serie, die seit dem ersten Roman Schrecken über Bondingor im Schneiderbuch-Verlag erscheint. Außerdem übersetzte er in diesem Jahr sein erstes und bislang einziges Spiel, als er für den Pegasus-Verlag von dem Brettspiel Star Trek Expeditions das Regelwerk ins Deutsche übertrug.

Übrigens sind einige seiner Werke, vor allem die der Drachengasse 13-Reihe, auch im Theater aufgeführt worden. Das geschah das erste Mal 2011. Er selbst war gemeinsam mit Co-Autor Bernd Perplies der Erzähler.

Im Jahr 2012 konnte Christian Humberg dann das erste Mal einen Beitrag zu Perry Rhodan leisten. Damals erschien Perry Rhodan NEO 28: Flucht ins Dunkel und wurde parallel dazu auch als Hörbuch adaptiert. Es folgte später eine weitere Geschichte, nämlich sein Roman Perry Rhodan NEO 35: Geister des Krieges. Im selben Jahr steuerte für die Anthologie Die Köche: Speisekammer des Schlemmens eine Story bei. Die Kurzgeschichtensammlung wurde 2013 mit dem deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Und es erschinen gemeinsam im Cross Cult-Verlag diverse Sachbücher, wie beispielsweise Sorge dich nicht, beame!, die er gemeinsam mit Andrea Bottlinger verfasst hatte.

Deutscher Export

Als Simon Borner durfte der Schriftsteller seit dem 14. Dezember 2012 auch Geschichten zu der Horrorromanserie Dorian Hunter beisteuern. 2013 wurde im Rohde-Verlag seine Urban-Fantasy-Romanserie Gotham Noir veröffentlicht, die sechs Ausgaben lang lief. Seine ersten Schritte in der Welt der bunten Bilder unternahm er 2015, als er den Comic Star Trek: Der Khitomer Konflikt für Cross Cult übersetzte. Und in demselben Jahr wurde mit Der alte Mann und das Netz: Mein Vater entdeckt das Internet vom Goldmann-Verlag seine erste nicht-phantastische Geschichte in den Handel gebracht. Es war ebenfalls das Jahr, in dem seine Heimat ihn zu einer weiteren Kinderbuchserie inspirierte. Sagenhaft Eifel! heißt es seit damals regelmäßig sowohl als Hörbuch, wie auch als Roman.

2016 wurden ihm und seinen Kollegen Bernd Perplies eine besondere Ehre zuteil, die es bis dahin so noch nie gab. Sie durften eine Star Trek-Romantrilogie schreiben, die im Litverse spielte. Star Trek – Prometheus sollte bei den deutschen Fans sehr beliebt werden und wurde sogar 2017 auch ins Englische übersetzt bzw. erschien in den USA!

Seit 2018 ist Christian Humberg auch als Comicautor aktiv. Seine Geschichten erscheinen in den Comicmagazinen zu bekannten Franchises wie Dreamworks Dragons oder Playmobil. 2019 erschien im Lübbe-Verlag seine SciFi-Romanserie Die zweite Erde.

Über das Privatleben des Multitalents ist nichts bekannt. Aber wer, was seine Projekte angeht, gerne auf dem Laufenden sein möchte, dem seien seine Social-Media-Kanäle empfohlen.

Christian Humberg im Web

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Götz Piesbergen
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