Review: Star Trek – The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen

Lesezeit circa: 5 Minuten

In Q sind herzlich ausgeladen beschert Picards Lieblingsquälgeist dem Captain ein besonderes Hochzeitsgeschenk.

Ein Hochzeitsgeschenk der Qschen Art

Es ist der Abend vor der Hochzeit von Jean-Luc Picard und Beverly Crusher. Die Zeremonie soll privat ablaufen, im allerengsten Kreis. Doch Q hat etwas dagegen und schickt den Captain der Enterprise auf ein Abenteuer.

Gemeinsam mit niemand Geringerem als Vash landet er auf einer fremden Welt, irgendwo im Delta-Quadranten. Außerdem werden sie von einer alten Bekannten der Archäologin begleitet sowie einem Nausicaner. Die Zeit drängt: Denn am nächsten Morgen wird die Hochzeit stattfinden und bis dahin will Picard wieder zurück auf der Erde sein.

Der Autor von Q sind herzlich ausgeladen ist Rudy Joseph. Der Name ist hierzulande kein unbekannter, hat er doch bereits Star Trek – Starfleet Academy 02: Die Grenze geschrieben. Außerdem verfasste er einige Romane für die Wrestlingliga WWE. So stammt unter anderem die Buchvorlage zu The Marine, einem Actionfilm mit John Cena in der Hauptrolle, von ihm. Weitere Infos über ihn sind allerdings nicht vorhanden.

Erwartungen erfüllt

Die Geschichte ist zeitlich zwischen den TNG-Romanen Heldentod und Mehr als die Summe einzuordnen. Wobei man für das Verständnis der Ereignisse keine Kenntnisse dieser Werke benötigt. Für Kenner des Litverse ist diese Erzählung eine Rückkehr in die Zeit vor der Destiny-Trilogie.

Wenn man den Titel Q sind herzlich ausgeladen liest, ist die Erwartung vor allem, dass der omnipotente Quälgeist wieder für jede Menge Ärger und Chaos sorgt. Das dann auch hoffentlich lustig geschrieben wird. Rudy Joseph erfüllt diese Erwartungshaltung nahezu komplett. Von Anfang bis Ende ist der Roman abwechslungsreich verfasst und präsentiert eine geradlinig erzählte Story.

Es tut der Geschichte auch gut, dass von der TNG-Crew nur Jean-Luc Picard und Beverly Crusher mit dabei sind. Geordi LaForge und Worf haben zwar zu Beginn der Story Gastauftritte, haben allerdings für die Weiterentwicklung des Plots keinerlei Bedeutung. Stattdessen taucht Vash wieder auf, die berühmte Archäologin, die man zuletzt in der DS9-Folge Q – Unerwünscht sah.

Respekt, aber keine Romanze

Hier es erfreulich, dass Rudy Joseph klar macht, dass Picard nicht mehr als freundschaftliche Gefühle für sie hegt. Schließlich wurde bei ihrer ersten Begegnung in Picard macht Urlaub ja ursprünglich eine gewisse gegenseitige Faszination angedeutet. Es hätte Q sind herzlich ausgeladen auch eher geschadet, wenn der Autor versucht hätte, auf Biegen und Brechen noch eine Affäre zwischen den beiden aufzubauen und zu schreiben. Damit wäre er den Figuren nicht gerecht geworden.

Beide begegnen einander auf Augenhöhe. Beide werden intelligent dargestellt, wobei Vash noch zusätzlich als gierig charakterisiert wird. Sie ist mehr an wertvollen Objekten interessiert, denn an wissenschaftlich wichtigen Funden.

Doch auch Beverly Crusher spielt in Q herzlich ausgeladen eine wichtige Rolle. Sie verkommt nicht zur Randfigur, sondern wird von dem Autoren als nicht minder intelligent wie ihr künftiger Ehemann dargestellt. Das zeigt sich schon dadurch, wie sie, als sie entdeckt hat, dass ihr künftiger Gatte und Vash von Q entführt worden sind, nicht in blinden Aktionismus verfällt, sondern behutsam und bedachtsam vorgeht.

Wie, zu Ende?

Dabei ist die Geschichte ein Abenteuer, wo es zwar eine Bedrohung gibt, doch diese ist eher milde und taucht nur ab und an auf. Hauptsächlich dreht sich alles um die Erkundung und Erforschung der mysteriösen Welt, auf der Picard und Vash gestrandet sind. Dabei baut Rudy Josephs einige nette Plottwists ein.

Wenn Q sind herzlich ausgeladen einen gewaltigen Mangel hat, dann ist es das Ende. Im Prinzip endet die Geschichte einfach so, ohne dass der Bogen zu Beginn des eBooks geschlagen wird. So macht es überhaupt keinen Sinn, wieso der Autor ausgerechnet diesen Anfang verfasst hat, weil der so allein für sich steht, ohne überzeugen zu können.

Trotzdem ist dies ein guter Roman.

Star Trek The Next Generation Q Sind Herzlich Ausgeladen
Cover © Cross Cult

Bewertung 12/15

Autor: Rudy Josephs
Titel: Star Trek – The Next Generation: Q are cordially uninvited
Originaltitel: Star Trek – The Next Generation
Übersetzer: Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 02/2016
Einband: eBook
Seiten: 105
ISBN: 978-3-86425-906-7
Sonstige Informationen:
Produktseite

 

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Götz Piesbergen
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