Review: Star Trek TNG 141 – Willkommen im Leben nach dem Tode

Lesezeit circa: 5 Minuten

Picard bekommt von Q die Chance, einen ganz bestimmen Punkt in seinem Leben zu ändern.

Staffel 6, Episode 15
Willkommen im Leben nach dem Tode – Tapestry

Inhalt

Während Dr. Crusher (Gates McFadden) auf der Krankenstation um das Leben des nach einem Phasertreffer schwer verletzten Captain Picard (Patrick Stewart) kämpft, hat dieser in seinem Koma eine bizarre Erscheinung: Er sieht sich Q (John de Lancie) gegenüber, der ihm eröffnet, tot zu sein, was Picard jedoch nicht glauben kann. Dennoch willigt er ein, als Q ihm das Angebot macht, ihn in seine Vergangenheit an der Sternenflottenakademie zu versetzen, damit er einige Fehler, die er damals als junger Mann machte, zu korrigieren. Picard versucht jene Schlägerei zu verhindern, in deren Verlauf er so schwer verletzt wurde, dass er seitdem auf sein künstliches Herz angewiesen ist. Doch dieser Eingriff in seine Geschichte hat für den Captain Konsequenzen, die seinem Leben eine alles andere als positive Wendung geben …

Willkommen im Lebe nach dem Tode

Rezension

Wie jede Folge, in der es zu einen Zusammentreffen von Captain Picard mit Q kommt, glänzt auch Willkommen im Leben nach dem Tode durch witzig-gehässige Dialoge zwischen den beiden Kontrahenten. Doch dieses mal wird Q, der die Menschen normalerweise gerne herausfordert und mit ihren eigenen Grenzen konfrontiert, von einer ganz anderen Seite gezeigt. In einem scheinbaren Akt der Großherzigkeit versucht er tatsächlich, Picard zu helfen, mit sich und den Fehlern seiner Vergangenheit ins Reine zu kommen.

Wäre Picard als junger Kadett nicht so ungestüm und streitlustig gewesen, hätte er sich niemals auf die für ihn beinahe tödliche Auseinandersetzung mit den Nausicaanern eingelassen und wäre nun nicht auf ein Kunstherz angewiesen. Doch muss Picard erkennen, dass sich seine zukünftige Karriere bei der Sternenflotte durch die Veränderung seines damaligen Verhaltens alles andere als erfolgreich entwickelte. In der Gegenwart ist er nicht der Kommandant der Enterprise, sondern nur ein unbedeutendes Besatzungsmitglied, das keinen wirklich wichtigen Aufgaben nachkommt. So lernt Picard ausgerechnet von Q die Lektion, dass man im Leben manchmal ein Risiko eingehen muss, um es zu etwas Besonderem zu machen.

Willkommen im Lebe nach dem Tode

Willkommen im Leben nach dem Tode ist eine glänzend gespielte und geschriebene Episode, in der die Interaktion zwischen Picard und Q für viele witzige Szenen sorgt. Aber viel wichtiger ist, wie die Folge eine ernste Botschaft vermittelt, die man als Zuschauer für das wahre Leben mitnehmen kann. Wer in seinem Leben immer nur auf Nummer Sicher geht und sich scheut, jemals auch nur das kleinste Risiko einzugehen, der wird es weder beruflich noch privat weit bringen, wie Captain Picard es auf die harte Tour lernen muss.

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob es glaubwürdig ist, dass Picard es nach all den Jahren bei der Sternenflotte nur zum Lieutnant gebracht hat, bloß weil er sich als Kadett nicht mit den Nausicanern schlug. Aber sei es drum: Eine hervorragende Episode wie diese hat es nicht verdient, dass man zu sehr auf eventuell vorhandene Logiklöcher herumreitet, denn sie ist auf jedem Level absolut unterhaltsam. Weder der Spaß noch die Spannung kommen zu kurz und die schauspielerischen Leistungen von Stewart und de Lancie bewegen sich auf gewohnt hohem Niveau, was hier auch für das Drehbuch und die Regie gilt. Dies alles macht Willkommen im Leben nach dem Tode zu einem absolut unterhaltsamen Hochgenuss.

Fun Fact

  • Bereits in einer früheren Folge erzählt Picard Wesley (Wil Wheaton) von seiner folgenreichen Auseinandersetzung mit den brutalen Nausicaanern: und zwar in Das Herz eines Captains aus der zweiten Staffel.

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