Review: Star Wars – Crimson Empire III: Das verlorene Imperium

Lesezeit circa: 6 Minuten

Es gibt immer noch Kräfte, die die Neue Republik zerschlagen und das Imperium wieder aufbauen wollen. Gelingt es diesen Imperialen, Kir Kanos auf ihre Seite zu ziehen?

das verlorene ImperiumDie Handlung

Während Kanos sich erneut als Kopfgeldjäger unter falschem Namen durchschlägt, hat Leia alle Hände voll zu tun und das sowohl mit der Neuen Republik als auch mit ihren drei Kindern Jaina, Jacen und Anakin. Zur Seite steht ihr Mirith Sinn, die inzwischen zu ihrer Sicherheitschefin aufgestiegen ist. Leias Mann General Solo kommandiert derweil Kampfeinsätze gegen das Restimperium und ihr Bruder Luke bildet neue Jedi aus.

Sie alle haben jedoch schon bald ein völlig anderes Problem, denn auf einem abgelegenen Planetoiden zieht eine neue Bedrohung herauf. Ennix Devian, ein von Darth Vader höchstpersönlich ausgebildeter ehemaliger Auftragskiller, hat eine neue Armee aufgestellt und plant mit einer Flotte aus alten Restbeständen des Imperiums einen vernichtenden Angriff auf die Neue Republik.

Im Gegensatz zum zersplitterten Restimperium, in welchem sich Feena D’Asta für Friedensgespräche mit der Neuen Republik stark macht, will Ennix die alte Ordnung unter einer zentralen Führung wiederherstellen. Unter seiner Führung, versteht sich. Unterstützung erhofft er sich vom letzten Imperialen Gardisten Kir Kanos, den er immer noch für loyal gegenüber dem Imperium hält. Kurzerhand beauftragt er Boba Fett und einige andere Kopfgeldjäger damit, ihn zu sich zu holen.

Kir Kanos zeigt sich jedoch wenig beeindruckt und hat kein Interesse, einem größenwahnsinnigen Irren zur Herrschaft zu verhelfen. Diesen Part übernimmt dafür Nom Anor, der auf Kundgebungen Leute gegen die Neue Republik aufhetzt. Außerdem verschafft er Devian eine hochexplosive Substanz, welche der selbsternannte Imperator in Kir Kanos‘ Fluchtshuttle deponiert. Er lässt ihn absichtlich entkommen, damit er die Bombe nach Coruscant bringt, wo sie die Regierung der Republik auslöschen soll. Im letzten Moment kann Luke Skywalker das Shuttle jedoch in den Orbit fliegen.

Wesentlich erfolgreicher verläuft das Attentat auf Feena D’Asta, welches die Friedensgespräche torpediert, allerdings zieht Devian damit den Zorn ihres Vaters auf sich. Gegen die vereinten Flotten der Neuen Republik und des Hauses D’Asta haben seine veralteten Schiffe keine Chance und schlussendlich hat er sich mit dem Bombenattentat Kir Kanos zum Feind gemacht. Letzteres ist bisher noch keinem gut bekommen.

Durch Ennix Devians schlechtes Beispiel, löst sich Kanos endgültig von seinem indoktrinierten Weltbild, welches schon länger Risse hatte. Am Ende ist der einstige Leibwächter Palpatines fertig mit dem Imperium. Er verabschiedet sich von Baron D’Asta, welcher nunmehr Feenas Klon als seine Tochter angenommen hat, hofft allerdings, dass sich ihre Wege wieder kreuzen werden. Den Umstand, dass er nicht noch einmal mit Mirith sprechen konnte, die inzwischen wieder auf Coruscant weilt, bedauert er.

Rezension von Crimson Empire III: Das verlorene Imperium

Es ist gut, dass die Crimson Empire-Reihe mit diesem Band abschließt. Kir Kanos ist am Ende seiner Reise angekommen und mit dem Tod von Ennix Devian kann endlich Frieden in die Galaxis einkehren. Zumindest vorübergehend. Das ist ein würdiger Abschluss, obwohl leider offen bleibt, welchen Weg Kir Kanos nun einschlägt und ob er Mirith Sinn je wieder begegnet. Eine weitere Fortsetzung hätte diese losen Enden zwar verknüpfen können, doch das Potenzial ist mit diesem Band ausgereizt.

Leider merkt man dies vor allem an der Einbeziehung von Leia, Luke und Han Solo. Diese haben keine kleinen Cameo-Auftritte wie Wedge Antilles im ersten Band, sondern rücken schon deutlich ins Zentrum der Handlung. Damit verliert Crimson Empire einen Teil seiner Eigenständigkeit. Der Comic hätte auch oder vielleicht sogar besser funktioniert, wenn die Hauptfiguren der Kinofilme nur kurz am Rande aufgetaucht wären, wie Admiral Akbar und Boba Fett.

Der Zeichenstil weist ebenfalls leichte Verschleißerscheinungen auf. Im Großen und Ganzen sind die Bilder zwar immer noch sehr gelungen, bei größeren Ansammlungen von Sturmtrupplern fällt jedoch auf, dass diese deutlich unsymmetrisch sind. Vor allem die Helme wirken regelrecht zerbeult, sobald das imperiale Kanonenfutter etwas verkleinert im Hintergrund steht. Das sind allerdings nur Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck kaum schmälern. Vor allem die bekannten Hauptcharaktere sind sehr gut getroffen und auch die Raumschiffe sehen erstklassig aus.

Die Koloration weicht unterdessen stark von den ersten beiden Bänden ab, da diese einem anderen Künstler übertragen wurde. Das muss natürlich nicht schlecht sein, es fällt halt nur auf. Bei den Raumschiffen und Umgebungen gibt es kaum etwas zu meckern, Licht und Glanzeffekte stimmen ebenfalls. Die Gesichter sind zuweilen etwas zu kräftig koloriert und haben fast alle den gleichen Teint. Der größte Kritikpunkt sind schlussendlich wieder die Planeten. Die wenigen von Hand gezeichneten sehen gut aus, aber die digital eingefügten gehen gar nicht. Der Planetoid mit Ennix Devians Geheimbasis hat eine derart schlechte Auflösung, dass er stark verpixelt erscheint.

Fazit

Der dritte Teil der Reihe ist zwar immer noch gut, reicht jedoch nicht ganz an die ersten beiden Bände heran. Man merkt, dass die Zeit für das Finale gekommen ist. Als solches funktioniert die Story, nur hätte man sich zum Schluss einen etwas glücklicheren Abschied gewünscht. Das Ende des Vorgängers Das Blutgericht war da schon um einiges befriedigender. Erschienen ist Crimson Empire III: Das verlorene Imperium u.a. als hochwertiger Hardcover-Band mit der Nr. 57 in der Star Wars Comic-Kollektion.

Bewertung: 12/15

Text: Mike Richardson & Randy Stradley
Zeichnungen: Paul Gulacy
Farben: Michael Bartolo
Verlag: Panini
Sonstige Informationen:

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