Review: Star Wars – Legacy: Neue Allianzen

Lesezeit circa: 6 Minuten

Das neue Sith-Imperium macht aus einstigen Konkurrenten Verbündete in der Not. Abseits vom Hauptplot um Cade Skywalker entwickeln sich dabei mehrere Nebenhandlungsstränge.

Neue AllianzenDie Handlung

Der zweite Band besteht aus mehreren Kurzgeschichten, von denen die erste Neue Allianzen ein kleiner Rückblick in die Zeit vor Darth Krayts Putsch ist. Nachdem das Restimperium lange Zeit friedlich mit der Galaktischen Allianz koexistierte, hat sich Imperator Roan Fel von den Sith in einen Krieg manipulieren lassen. Ein Krieg, der ihn selbst geschwächt hat, und als Dank haben ihn die Sith vom Thron gestürzt.

In der zweiten Geschichte Streng vertraulich foltert die Sith-Wissenschaftlerin Darth Maladi den gefangenen Jedi Hosk Trey’Lis, den Cade Skywalker im ersten Band an Rav ausgeliefert hatte. Nyna Calixte schickt derweil eine Agentin aus, ein Treffen zwischen einem Vertreter von Imperator Fel und dem Anführer der übrigen Allianzflotte Admiral Gar Stazi zu vereiteln. Die Allianz und das Restimperium drohen sich gegen die Sith zu verbünden, also soll es so aussehen, als hätten Roan Fels Gesandte das Feuer eröffnet.

An der Intrige sind gleich zwei Agenten beteiligt, die gegeneinander konkurrieren. Das führt dazu, dass nicht alles wie geplant läuft. Zwar wird Misstrauen zwischen der Allianz und dem Imperium gesät, doch die Gesandten beider Seiten überleben. Das nächste Ziel von Agentin Morrigan Corde ist Cade Skywalker, doch vorher muss sie ihren Konkurrenten Torlin loswerden. Wie sich anschließend herausstellt, ist die imperiale Agentin Cades Mutter.

In der Geschichte Geister hat sich der junge Skywalker im alten Jedi-Tempel auf Ossus mal wieder mit Killersticks abgeschossen, was zu einer unerfreulichen Vision führt, in der ihm Darth Vader erscheint. Gerettet wird er von Meister K’Kruhk. Seine Freunde Blue und Syn begeben sich derweil nach Socorra zu ihrem Auftraggeber Rav, der sie jedoch an die imperiale Geheimdienstchefin Calixte ausliefert.

Auf Ossus begegnen Cade, K’Kruhk, Sazen und Shado einigen Yuuzhan Vong, die sich jedoch als Freunde herausstellen. Sie haben einst mit Cades Vater Kol an einem Projekt gearbeitet, welches die durch den Yuuzhan-Vong-Krieg verwüsteten Planeten wieder bewohnbar machen sollte. Die Biotechnologie der einstigen Invasoren hätte die verursachten Schäden wieder beheben können, doch das Projekt wurde heimlich von den Sith sabotiert

Nachdem sich Cade mit seiner Vergangenheit auf Ossus auseinandergesetzt hat, macht er sich mit der Mynock auf den Weg nach Coruscant, um seine Freunde zu retten. Als Abschiedsgeschenk erhält er das Lichtschwert seines Vaters sowie einen alten Droiden mit der Kennung R2-D2.

In der letzten Geschichte Bereit zu sterben wird der Planet Munto Codru von den Sith unterjocht. Dies ist jedoch Darth Kruhls letzter Erfolg. Bei seinem nächsten Auftrag, Roan Fel zu töten, unterliegt er diesem und findet den Tod. Darth Maladi ist darüber sehr unglücklich, denn ihr Boss Krayt hatte sie damit beauftragt, für Fels Tod zu sorgen.

Rezension von Legacy: Neue Allianzen

Im zweiten Band werden gleich mehrere Nebenhandlungen eröffnet, allen voran die Verhandlungen zwischen der Galaktischen Allianz und Roan Fels Imperium, die sich notgedrungen gegen die Sith verbünden. Cade Skywalker spielt nur in einer der Geschichten eine Rolle, womit der zweite Band in der Erzählstruktur stark vom ersten abweicht. Dafür werden jede Menge neue Charaktere wie Cades Mutter Morrigan Corde und Admiral Stazi eingeführt. Die Yuuzhan Vong treten ebenfalls mehr in den Vordergrund, was es umso vorteilhafter macht, wenn man zuvor die Invasion-Reihe gelesen hat.

Es eröffnet sich hier ein gigantisches Universum, welches mehrere Handlungsstränge miteinander verbindet. An Spannung mangelt es dabei nicht, man muss nur aufpassen, dass man nicht mit den ständig wechselnden Erzählperspektiven durcheinander kommt. Am interessantesten ist natürlich die Haupthandlung um Cade und seine Freunde. Der junge Skywalker wandelt auf einem schmalen Grad zwischen heller und dunkler Seite, was durch seine Visionen von Darth Vader und Luke Skywalker unterstrichen wird.

Erfreulich ist außerdem das Wiedersehen mit R2-D2 und Meister K’Kruhk. Beide zählen zu den langlebigsten Charakteren des Star Wars-Universums und haben noch den Untergang der alten Republik miterlebt. K’Kruhk ist u.a. aus der Comic-Reihe Dark Times bekannt, deren Vorwissen hier jedoch nicht zwingend notwendig ist.

Die Zeichenstile der einzelnen Geschichten weichen zum Glück nur geringfügig voneinander ab und halten das hohe Niveau des ersten Bandes. Lediglich die letzte Geschichte fällt etwas grober aus, die Koloration ist jedoch durchgängig gelungen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die neuen Sternenzerstörer, die sehr schlicht gestaltet sind und nicht an die militärische Eleganz der alten Kreuzer aus der Palpatine-Ära heranreichen.

Fazit

Vor allem die Haupthandlung wird im zweiten Band gut vorangebracht und um einige Facetten bereichert. Die Nebenhandlungen wurden derweil als eigene Geschichten abgekoppelt, was ab diesem Band häufiger der Fall sein wird. Star Wars – Legacy ist damit eine der komplexesten Comicreihen, wobei das Gesamtbild aber stets stimmig bleibt. Erschienen ist Band 2 Neue Allianzen u.a. als hochwertige Hardcover-Ausgabe mit der Nr. 39 in der Star Wars-Comickollektion.

Bewertung: 15/15

Text: John Ostrander & Jan Duursema
Zeichnungen: Jan Duursema, Colin Wilson & Adam Dekraker
Farben: Brad Anderson & Ronda Pattison
Verlag: Panini
Sonstige Informationen: 

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