James Marsden

Spotlight: James Marsden

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James Marsden ging volles Risiko.

Wenn Mut zum Risiko belohnt wird

James Marsden hat im Laufe seiner Schauspielkarriere viele erinnerungswürdige Rollen gehabt. So ist er beispielsweise als Cyclops aus den ersten X-Men-Filmen bekannt. Ebenso wirkte er auch in Superman Returns mit.

Dabei ist er kein gelernter Schauspieler. Er wurde am 18. September 1973 in Stillwater, Oklahoma, USA, geboren. Er war das fünfte Kind von Kathleen und James Luther Marsden. Seine Eltern ließen sich voneinander scheiden, als er neun Jahre alt war. Er ging zunächst auf die Hefner Middle School und dann auf die Putnam City North High School. Anschließend studierte er an der Oklahoma State University Broadcast Journalismus. Doch nach anderthalb Jahren brach er das Studium ab und ging voll auf Risiko: Er zog nach Los Angeles, wo er sich als Schauspieler versuchte.

Zum Glück fand er schnell erste Rollen. Sein Debüt feierte er 1993 mit einer Nebenrolle in dem Drama Die Tragödie von Waco. Seine erste wiederkehrende Rolle hatte er in demselben Jahr in der Cultcomedyreihe Die Nanny, wo er in zwei Folgen als Eddie mitwirkte. Von 1994 bis 1996 war er Teil des Maincasts der Dramareihe Second Noah, die dann allerdings mit 21 Episoden eingestellt wurde. 1998 trat er in einer Folge von Outer Limits: Die unbekannte Dimension auf.

Wenn die Mutanten rufen

Im Jahr 2000 sollte James Marsden dann der erste Durchbruch gelingen. In der Comicverfilmung X-Men stellte er den Mutanten Scott Summers aka Cyclops dar, der aus seinen Augen Strahlen abfeuert und deshalb ständig eine Schutzbrille tragen muss. Interessanterweise musste er für diese Rolle Einlagen in den Schuhen tragen, da er um einige Zentimeter kürzer war, als es bei der Filmrolle ursprünglich vorgesehen war. Sogar Famke Janssen, die seine Filmliebe Jean Grey darstellte, war in natura größer als er.

Von 2001 bis 2002 hatte er für 13 Episoden eine wiederkehrende Rolle in der Comedyreihe Ally McBeal. Dort spielte er Glenn Foy. Ein Jahr darauf nahm er in X-Men 2 wieder die Darstellung der Figur Scott Summers auf. Für Kontroversen sollte dann der nächste Auftritt im Jahr 2006 sorgen.

Denn sein Part in X-Men: Der letzte Widerstand war radikal zusammengestrichen worden. Seine Figur starb nämlich in den ersten Minuten des Films, ein Opfer der zum Phoenix gewordenen Jean Grey. Der Grund für dieses vorzeitige Ableben war ein Schedulingkonflikt. Denn parallel zu der Marvel-Comic-Verfilmung wurde er auch in Superman Returns als Lois Lane Verlobter Richard White gecastet. In letzterem Film arbeitete James Marsden übrigens wieder mit Bryan Singer zusammen, der die ersten beiden X-Men-Kinofilme gedreht hatte.

James Marsden

Seit an Seit mit einem blauen Igel

Im Jahr 2009 konnte der Schauspieler mit Cameron Diaz zusammenarbeiten, als er die männliche Hauptrolle in dem Mystery-Film The Box – Du bist das Experiment innehatte. 2011 sprach er in dem Computertrickfilm Hop: Osterhase oder Superstar Fred O’Hare. Und von 2012 bis 2013 wirkte er für 13 Episoden in der Comedyserie 30 Rock mit.

Es war 2014, als James Marsden wieder in die Rolle des Cyclops schlüpfte. Dieses Mal geschah das im Rahmen eines Cameoauftritts in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, einem Film, in dem Regisseur Bryan Singer nahezu alle X-Men-Darsteller aller vorherigen Filme der Reihe unterbrachte. Von 2014 bis 2016 sprach er in drei Auftritten die Figur Sir Brad Starlight, in der Zeichentrickserie Sie nannten ihn Wander.

Von 2019 bis 2020 war er Teil der Krimicomedyreihe Dead to Me, wo er in 19 Episoden zu sehen war. 2020 spielte er in der Realverfilmung des Sonic the Hedgehog-Videospiels den Freund der Titelfigur, Tom. Eine Rolle, die er auch 2022 in der Fortsetzung Sonic the Hedgehog 2 wieder wahrnahm.

Ebenso war James Marsden von 2020 bis 2021 in der Serie The Stand: Das letzte Gericht, wo er in neun Episoden Stu Redman darstellte. Whoopi Goldberg hatte in der Fernsehreihe übrigens eine wichtige Rolle inne. Und zuletzt war er seit 2019 Teil der hochgelobten Reihe Westworld. Der Name seines Charakters da war Teddy Floyd.

Kein privates Glück

Der Schauspieler war von 2000 bis 2011 mit Mary Elizabeth „Lisa“ Linde verheiratet. Mit ihr hatte er zwei Kinder, einen Sohn, der 2001 geboren wurde, und eine Tochter, die 2005 zur Welt kam. Scheidungsgrund waren unüberbrückbare Differenzen.

James Marsden im Web

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Götz Piesbergen

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