Durchbrechung der vierten Wand ist die siebte Folge der Miniserie WandaVision.
Was geht ab?
Wanda (Elizabeth Olsen) wacht alleine daheim auf. Die Realität um sie herum verändert sich drastisch und springt durch die Jahrzehnte. Vision wacht an anderer Stelle auf und wird für den neuen Clown des Zirkus gehalten. Bei ihm ist auch Darcy Lewis die er wieder erkennt und von der Kontrolle befreit. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Wanda, die mittlerweile von Monica Rambeau besucht wird. Agnes verhindert eine Konfrontation und gibt sich Wanda gegenüber als Agatha Harkness zu erkennen.
Die Episode ist dieses Mal mehr in Richtung der Mockumentaries wie Modern Family gehalten und das Intro ist and Happy Endings angelehnt, die Titelmelodie wiederum weckt Erinnerungen an The Office.
Agnes, die Hexe
Für den „Nur-MCU-Fan“ ist dies sicher ein riesen Ding gewesen, Comicfans haben aber schon seit der ersten Folge diese Vermutung gehabt. Allerdings gingen diese bisher nicht davon aus, dass sie tatsächlich hinter allem steckt. Aber wir haben ja noch zwei Folgen, vielleicht entwickelt es sich ja noch mal in eine doch ganz andere Richtung.
In den Comics jedenfalls ist Agatha eigentlich eine Verbündete von Wanda. Sie hilft ihr den Verlust ihrer Kinder zu verkraften, hier hat sie aber mit ihrem Verschwinden zu tun. Und Sparky hat sie auch auf dem Gewissen. Egal was da noch kommt, die Enthüllung war dann wirklich toll inszeniert. Der Keller von ihr sieht nach Okkultismus aus und auch hier kommen uns Hexagone entgegen. Das Buch, welches im Keller zu sehen ist, wird sicherlich nicht bedeutungslos sein. Im Marvel Universum gibt es nun etliche magische Bücher. In Doctor Strange sehen wir etliche davon, die allesamt in, ihr werdet es nicht glauben, Hexagonen aufbewahrt sind. Und eines fehlt.
Meine Vermutung: Agatha (Kathryn Hahn) benötigt die Energie von Wanda um das Buch zu öffnen.
Ist dort jemand eingesperrt? Ralph vielleicht? Was könnte seine wahre Persona sein? Chthon? Dieser ist wieder aus den Comics und dort eine mächtige Gottheit, der seine Werke in Schriftform hinterließ, welches später zu einem Buch zusammengesetzt wurden. Er hat eine Verbindung zu Wanda, denn er ist es, der ihr am Ende die Kräfte verliehen hat. Das wird hier so nicht passieren, da wir bereits wissen, woher ihre Kräfte kommen. Und ich wage zu bezweifeln, dass es so tief in die Comics geht.

Die Geburt einer Superheldin
Auch bei Monica Rambeau (Teyonnah Paris) gab es bereits Theorien, dass wir ihre Transformation sehen würden. Und damit ist es schon die zweite Enthüllung in dieser Folge, die Theorien bestätigt. Gut, das war nun in diesem Fall nicht wirklich schwer, denn wir haben ihren Namen ja von vornherein gewusst und kannten ihren Hintergrund. In den Comics bekam sie übrigens auf ähnliche Weise ihre Fähigkeiten. Und die demonstriert sie uns auch gleich mit einer Superhelden-Landung, die Deadpool stolz gemacht hätte.
Monica ist sehr bemüht, Wanda klar zu machen, dass Hayward (Josh Stamberg) hinter Vision her ist, diese will das aber absolut nicht hören. Die mit frischen Superkräften ausgestattete Agentin sucht weiter nach ihr und entdeckt dabei den Keller, in dem Wanda und Agatha stecken. Und schon steht Pietro hinter ihr, der in der Enthüllung von Agatha ebenso eine Rolle spielte.
Nexus
Wie ich schon mal schrieb, die Werbung nimmt immer einen bestimmten Aspekt von Wandas Leben in den Fokus. War ich bisher davon ausgegangen, dass dies immer traumatische Erlebnisse waren, machte mir schon die letzte Folge da einen Strich durch die Rechnung. Eventuell eine Metapher für Wanda, der langsam die Macht ausgeht, weil Agatha sie ihr entzieht? Wie auch immer, in dieser Folge ist die Rede von einem Anti-Depressiva mit dem Namen Nexus, welches einen wieder in die normale Welt holen soll. Der erste Bezug ist ja recht klar, die Scarlet Witch ist in einer anderen Realität gefangen, auch wenn sie nach und nach sich dessen bewusst wird. Der zweite Bezug ist wieder was für die Comicfans. Wanda wird immer als Nexus beschrieben. Ein Wesen, dass in allen Realitäten gleich ist. Wenn das nicht deutlich ist, weiß ich auch nicht mehr. Toller Fanservice.
Visions Reise
Der Ehemann will zu seiner Frau. Aber irgendwer oder irgendwas hindert ihn daran. Darcy (Kat Dennings) klärt ihn ein wenig über die Außenwelt auf. Und das war es eigentlich schon. Paul Bettany hat hier nicht viel zu tun. Das ist zwar ein wenig schade, aber ist bei dem Setting der Episode auch nicht weiter verwunderlich. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass wir in der nächsten Episode Monica und Vision sehen, die mit Agatha, Pietro (Evan Peters) und der kontrollierten Wanda fertig werden müssen.
And I killed Sparky, too!
-Agatha Harkness
Fazit zu Durchbrechung der vierten Wand
Das war dann wohl die letzte Sitcom-Folge. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass wir jetzt wieder zurück dahin gehen, wo es doch so viele Fragen gibt, die viel wichtiger sind als Sitcoms. Und obwohl ich Antworten auf ein paar meiner Fragen bekommen habe und sich auch zwei Theorien bestätigt haben, war ich doch irgendwie enttäuscht. Ich hatte schon gehofft, dass man mich ein wenig überrascht. Aber warten wir mal ab, vielleicht kommt noch eine Wendung. Wir müssen ja noch auf das von Olsen angedeutete Cameo am Ende warten. Und hey, das war die erste Episode mit einer Midcredit-Scene.
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