Positiv: Diese Episode bietet viel Action. Negativ: Sie stellt einen aber ansonsten nicht wirklich zufrieden.
Ein Ende
Um Mike zu retten, schmiedet Charlie (Nicolas Cantu) einen verwegenen Plan. Sie wollen King Kong zum Strand locken, wo er anschließend gegen den Kraken kämpfen soll. Damit wäre dann der Weg für sie frei, von der Insel zu fliehen. Die anderen sind mit seiner Idee nicht wirklich einverstanden, stimmen allerdings mangels Alternativen zu.
Und so machen sich Charlie, Annie (Mae Whitman) und Hund auf, den großen Affen herbeizulocken. Sie schleichen sich in seinen Unterschlupf und stehlen das Medaillon, das er von früher hat. Er verfolgt sie wutentbrannt. Doch da sie zu zweit für Hund zu schwer sind, lässt sich Charlie fallen, damit die beiden anderen schneller sein können. So können sie rechtzeitig am Strand eintreffen und den Kampf zwischen King Kong und den Kraken einläuten.
So fängst du nie einen Affen ist das offizielle Ende von Skull Island. Die Macher der Serie hatten zwar gehofft, dass Netflix grünes Licht für eine zweite Staffel geben würden. Sie hatten auch schon die Drehbücher dafür fertig. Aber da das nie kam, setzten sie die Reihe in Form von Comics weiter fort.
Ein frustrierendes Ende
Das Schlimme ist, man merkt der Episode an, dass sie im Vertrauen auf eine Fortsetzung geschrieben worden ist. Es gibt hier einige gute Aspekte. Doch überwiegend herrscht folgendes Gefühl vor: Frust!
Frust deshalb, weil im Grunde genommen kaum eine der Figuren einen Abschluss erfährt. Im Gegenteil: Viele Plots enden offen und mit einem Cliffhanger. Was umso ärgerlicher ist, da man eigentlich erwarten würde, dass zumindest ansatzweise Handlungen beendet werden würden.
Dabei fängt die Folge spannend an. Der Plan von Charlie ist zwar absolut wahnsinnig, aber es ist eben ein Plan und von den anderen hat kein einziger einen. Dass dann natürlich Dinge schieflaufen, war zwar abzusehen, aber das konnte man verschmerzen.
Monsterkloppe ist immer gut
Denn die Auseinandersetzung zwischen King Kong und dem Kraken ist exzellent geworden. Sie ist wendungsreich und unvorhersehbar. Vor allem auch deshalb, weil letzterer sich als widerstandsfähiger erweist, als man es meint. Mehr als ein Mal scheint es so zu sein, als ob er von dem Riesenaffen besiegt worden ist. Nur um dann im nächsten Moment zu zeigen, dass er immer noch gefährlich ist.
Leider ist dies dann auch der einzige Plot, der einen Abschluss erfährt. Er endet auf eine vorhersehbare, aber zufriedenstellende Art und Weise. Die allerdings gleich dazu genutzt wird, um das Ende der Folge einzuleiten.
Und das ist, wie so viele andere Plots ebenfalls, unbefriedigend. Es ist auch nicht nachvollziehbar, was die Macher dazu bewogen hat, die Folge so zu gestalten. Hatten sie ursprünglich eine längere Season geplant und anschließend einfach halbiert? Weil, wenn sie in der Planungsphase mit den letztlich gestrichenen Episoden gerechnet hätten, dann wäre dies eine Erklärung dafür, wieso so viele Handlungen offen enden. Gleichzeitig wäre das aber keine gute Erklärung, da es die Produzenten und Drehbuchautoren entweder naiv oder dumm wirken lässt. Und das ist alles nicht sonderlich schmeichelhaft.
Bekannte Animationsprobleme
Gleichzeitig gibt es auch die bekannten Animationsprobleme. Es gibt viele Szenen, in denen die Schatten wie statische Computereffekte wirken. Ebenso, wie man in einigen Momenten merkt, dass der Hintergrund nur eine Kulisse ist, auf die dann die Geschehnisse projiziert werden.
Unterm Strich kann man es drehen und wenden, wie man will: Als Abschluss ist diese Episode sehr schwach und enttäuschend.
Info
Drehbuch: Brian Duffield
Showrunner: Brian Duffield
Regie: Amanda Sitareh B.
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