Es werden in dieser Episode einige unangenehme Wahrheit aufgetischt, die wehtun.
Dinge spitzen sich zu
Peggy Carter (Hayley Atwell) wird vom SSR befragt, weigert sich allerdings, zu kooperieren. Stattdessen erklärt sie ihren Kollegen, wieso sie überhaupt so agieren konnte, was einigen von ihnen sichtlich unangenehm ist. Erst als Jarvis (James D’Arcy) mit einem Geständnis von Howard Stark auftaucht, darf sie gehen. Und nie mehr zurückkehren, weil sie gefeuert wird.
Doch dann kriegt sie mit, dass Ivchenko (Ralph Brown) mit jemandem in Morse-Code kommuniziert. Sie und Jarvis können das entziffern und entdecken, dass er nichts Gutes vor hat. Ihre Kollegen schenken ihnen zunächst jedoch keinen Glauben, ehe sie widerwillig dann dennoch ihrem Verdacht nachgehen. Doch für Chief Dooley (Shea Whigham) könnte das zu spät sein, denn er ist bereits vollends in den Fängen von Ivchenko.
Zu sagen, dass sich in Kein Guter Tag die Ereignisse dramatisch zuspitzen, ist noch milde ausgedrückt. In Wahrheit geschieht hier vieles, aber nichts davon ist gut. Und am Ende sieht es so aus, als ob Leviathan, die gegnerische Organisation, gewinnen könnte.
Respekt verdient
Was jedoch nicht daran liegt, dass Peggy Carter nicht alles Mögliche probiert hätten. Im Gegenteil: Wie man in dieser Folge mitkriegt, ist sie bereit, vieles, aber nicht alles zu tun, damit die andere Seite nicht erfolgreich ist. Sie gibt sogar freiwillig die Kapsel mit den letzten Resten von Steve Rogers Blut ab, nur damit ihre Kollegen endlich den Arsch hochkriegen.
Denn das zeigt sich besonders im ersten Akt, als viele nicht einsehen wollen, einsehen können, dass Peggy Carter die ganze Zeit vor ihrer Nase agiert hat. Und dass sie es nicht mitgekriegt haben. Nur zwei Personen gibt es, die so etwas wie Respekt vor ihr zeigen: Jack Thompson und Daniel Sousa.
Jack Thompson behandelt sie anders, da er in Im Feindesland gesehen hat, wie sie agiert und wie die Howling Commandos mit ihr umgehen. Sousa hingegen war schon immer der Einzige, der mit ihr auf Augenhöhe begegnet ist. Vermutlich, weil er auf Grund seiner Gehbehinderung von seinen Kollegen ebenfalls von oben herab behandelt wurde und deshalb nachvollziehen kann, wieso Peggy Carter so gehandelt hat.
Ein völlig anderer Plan, als gedacht
Dass der wahre Feind allerdings die ganze Zeit vor ihre aller Nasen agiert, das kriegen sie erst mit, als es im Prinzip schon zu spät ist. Als er Chief Dooley soweit manipuliert hat, dass er nichts anderes mehr machen kann, als dessen Befehlen zu gehorchen. Und hier führt die Serie einen aufs Glatteis.
Man meint die ganze Zeit, dass der Psychologe hinter der Phiole mit Steve Rogers Blut her ist. Doch in Wahrheit hat er es auf etwas anderes abgesehen. Etwas, was dann Dottie Underwood am Ende der Episode das erste Mal erfolgreich einsetzt.
Für Chief Dooley ist es dann schon zu spät. Zuvor hat er für Ivchenko alles getan, was der befohlen hat, inklusive Peggy Carter und Edwin Jarvis ausschalten, indem er sie im Verhörraum gemeinsam an einen Tisch fesselt. Und später, als er aus der Hypnose entlassen worden ist, trägt er eine experimentelle Weste von Howard Stark, die am Ende Mitschuld an seinem Tod ist.
Wo ist der Feind?
Und die wahren Drahtzieher können entkommen. Dottie Underwood kann sich in einer dramatischen Flucht den SSR-Agenten entziehen, um dann den wahren Plan in die Tat umzusetzen. Und Ivchenko ist inzwischen wer weiß wo, aber nicht mehr bei der SSR.
Ob die beiden noch rechtzeitig eingefangen werden, wird die nächste Folge zeigen. Die dann auch gleichzeitig der Staffelabschluss sein wird.
Info
Drehbuch: Chris Dingess
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: Vincent Misiano
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