Man darf manchen Leuten kein Geheimnis anvertrauen, weil sie es am Ende dann doch nicht für sich behalten können.
Kein guter Episodentitel
Ben Reilly (Nicolas Cage) sitzt mit Cat (Li Jun Li) in einem Café und erzählt ihr, wie er seine Fähigkeiten erhalten halt. Damals, im Ersten Weltkrieg, befreite er gemeinsam mit seiner Einheit ein Gefangenenlager der Deutschen, die an ihren Gefangenen verbotene Experimente durchführten. Sie kreuzten Menschen mit anderen Lebensformen. Ein solches Experiment war ein Mensch-Spinne-Hybrid, das von Sinnen Ben Reilly angriff und biss, ehe es erschossen wurde. Dadurch hat er seine Kräfte erhalten.
Später spricht er mit Robbie Robertson (Lamorne Morris) und Janet (Karen Rodriguez) über den aktuellen Fall. Die erzählen ihm, dass alle Leute mit besonderen Kräften zuvor eine gewisse Dr. Faber aufgesucht haben. Also besucht der Detektiv sie später ebenfalls und macht sich mit vielen Akten davon, die ihm hoffentlich bei seinen Ermittlungen weiterhelfen.
Eigentlich sind die Zeiten, wo die deutschen Episodentitel Müll sind, vorbei. Eigentlich hat sich da vieles verbessert. Uneigentlich gibt es leider immer noch Ausreißer nach unten. Wie in diesem Fall. Denn der deutsche Titel Armee der Superhelden ist komplett irreführend. Es gibt keine solche Armee. Es gibt zwar Superwesen, aber das sind keine Helden. Der Originaltitel Betrayal passt da deutlich besser.
Hier lohnt sich Schwarz/Weiß
Aber das ist auch die einzige Kritik an dieser ansonsten wieder sehr gelungenen Folge. Zum ersten Mal wirklich lohnt sich wirklich, dass man die Serie in Schwarz/Weiß anschaut, denn vor allem zu Beginn sind einige Momente optisch wirklich grandios.
Gemeint ist die Befreiung der Gefangenen bzw. der Ursprung von Ben Reillys besonderen Kräften. Diese Szenen wirken ohne Farben deutlich besser. Sie verbreiten mehr Grusel, mehr Horrorgefühle. Vor allem der Mensch-Spinnen-Hybrid wirkt wie ein lebendig gewordener Albtraum.
Es ist dabei der Ursprung von Ben Reilly, aber nicht der Ursprung der Fähigkeiten der anderen. Wobei dieser Plot in dieser Folge weiterentwickelt wird. Es taucht eine weitere Gemeinsamkeit auf, abgesehen von der Tatsache, dass diese Leute zusammen im Ersten Weltkrieg gedient haben: Sie waren alle danach bei ein und derselben Ärztin, die dann auch von Ben Reilly selbst besucht wird.
Eine völlig andere Darstellung
Noch ist unklar, was es mit ihr auf sich hat. Klar ist jedoch, dass ihre Experimente illegal waren. Ob sie ursprünglich für die Deutschen gearbeitet hat, ist offen. Der Name „Faber“ klingt zwar deutsch, ist aber andererseits kein typisch deutscher Name. Man wird es ja sehen, wie sich das entwickelt.
Unterdessen baut Silvermane die Anzahl an Leuten mit Superkräften weiter aus. Nach Flint Marko und Lonnie Lincoln holt er jetzt auch Dirk Leyden an Bord. Dessen Darstellung unterscheidet sich von der von der letzten Episode. Hier zeigt er sich als sadistischer und intelligenter Mensch, der sich bewusst verprügeln und foltern lässt, nur um dann von Silvermane befreit zu werden und in dessen Dienste zu treten. Und das ist schon ein gewaltiger Kontrast zu seinem vorherigen Auftritt, wo er sich von Ben Reilly am Ende sehr leicht reinlegen ließ. Ob das gespielt war, ist unklar.
Das eigene Interesse ist am stärksten
Aber dadurch wird Silvermane noch gefährlicher. Es ist klar, dass er durch diese superstarken Leute seine Kontrolle über die Stadt behalten möchte. Und man sieht ja auch in dieser Folge, was er alles versucht, zu kontrollieren. Zum Beispiel Cat, der er indirekt androht, dass sie ersetzbar ist.
Wie gesagt, bis auf diesen bescheuerten deutschen Episodentitel ist dies eine sehr gute Folge.
Info
Drehbuch: Jennifer Frazin & Steve Lightfoot
Showrunner: Oren Uziel, Steve Lightfoot
Regie: Alethea Jones
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Spider-Noir – 05 – Armee der Superhelden - 28. Juni 2026
- Lara Croft: Tomb Raider (2001) - 28. Juni 2026
- Foundation – 21 – Das Maultier - 27. Juni 2026

