Es werden in dieser Folge Wunden geleckt, ehe ein Entschluss gefasst wird, der am Ende erhebliche Konsequenzen hat.
In den Grundfesten erschüttert
Ben Reilly (Nicolas Cage) sitzt in einer Bar und lässt sich auf Grund der letzten Ereignisse volllaufen. Als dann eine Gruppe von Leuten reinkommt, die schlecht über die Spinne reden, kommt es zur Eskalation und er vermöbelt sie. Im Prinzip ist ihm alles egal, bis anschließend Robbie Robertson (Lamorne Morris) kommt, ihn mit sich nimmt und ihm ins Gewissen redet.
Allerdings ist der Detektiv nicht der Einzige, der mit den Konsequenzen der letzten Geschehnisse fertig werden muss. Auch Cat Hardy (Li Jun Li) muss dies tun. Derweil sie miterlebt, wie Silvermane (Brendan Gleeson) seine Leute anweist, sich in den aktuellen Bürgermeisterwahlkampf einzumischen. Nur um dann später festzustellen, dass die Person, die sie eigentlich liebt, sich von ihr abwendet.
In Niemandes Held sieht man, wie zwei Personen mit den Konsequenzen ihrer Taten fertig werden müssen. Wie sie dies tun, ist dabei unterschiedlich. Aber zu Beginn der Episode wird klar, dass sie in den Grundmauern ihrer jeweiligen Persönlichkeit zutiefst erschüttert sind.
Eine Motivation, die Sinn ergibt
Ben Reilly hat ein enormes Paket an Sachen zu tragen, mit dem er sich beschäftigen muss. Da ist eben nicht nur der Verrat von Cat. Sondern ebenso die Ereignisse der letzten Episode. Mit der Konsequenz, dass man zu Beginn der Folge sieht, dass er sich volllaufen lässt.
Man hat Ben Reilly schon in vielen Situation gesehen. Aber so niedergeschlagen, so depressiv wie jetzt hat man ihn selten gesehen. Der Kampf gegen die Gruppe ist für ihn nur eine Gelegenheit, sich wieder gut zu fühlen. Auch wenn dieses Hoch nur von geringer Dauer ist.
Erhellend ist dabei auch später das Gespräch, das er mit seinem besten Freund führt. Wo man ein wenig mehr über seine Motivation erfährt, wieso er überhaupt als die Spinne aktiv war. Es wirkt zunächst egozentrisch, macht aber bei genauerem Hinsehen durchaus Sinn. Denn im Prinzip hat sich der Detektiv die ganze Zeit nach Anerkennung gesehnt, nach jemanden, an seiner Seite, jemanden, der ihn bewundert, der ihn motiviert. Eine Zeitlang war dies seine verstorbene Freundin, dann war es niemand mehr und zuletzt war es allem Anschein Cat Hardy.
Ein finaler Stinkefinger
Jetzt, wo bei Letzterer sich anscheinend herausgestellt hat, dass sie ihn nur benutzt hat, wer bleibt da noch? Niemand mehr. So jedenfalls seine Auffassung.
Weshalb sein Vorhaben, zunächst die anderen und dann am Ende sich selbst zu heilen, wie eine letzte heldenhafte Tat wird. Ein letztes Aufbäumen, ehe er quasi mit einem Stinkefinger an die Stadt diese alleine lässt. Ob das wirklich so geschehen wird, darf bezweifelt werden. Schließlich läuft bereits beim ersten Anlauf schon vieles schief.
Witzig ist übrigens, wie er meint aus Versehen gegenüber seiner Sekretärin Janet seine andere Identität verraten zu haben. Woraufhin die nur trocken meint, dass er dies schon früher getan hat. Nur, dass er daran keine Erinnerungen mehr hat, weil er damals jeweils sturzbesoffen war.
Wenn das Leben kaputt gegangen ist
Auch Cat muss mit den Konsequenzen ihrer Taten fertig werden. Doch anders als Ben Reilly hat sie keine Möglichkeit, sich zu betrinken oder andere Leute zu vermöbeln. Stattdessen muss sie stillstehen und ihre wahren Gefühle nur in Form kleinerer Spitzen Ausdruck geben.
Wie es dabei in ihr wirklich aussieht, zeigt sich bei ihrem Gespräch mit Flint Marko. Dem sie ihre Liebe gesteht. Und dann von ihm stehen gelassen wird. Weil er zwar ihre Gefühle erwidert. Sie aber auch gleichzeitig daran erinnert, was sie Ben Reilly in Die Rückkehr der Spinne alles gesagt hat. Damals hatte er sie ja belauscht, ohne, dass sie davon wusste.
Am Ende wirkt Cat Hardy wie jemand, dessen gesamtes Leben in die Brüche gegangen ist. Sie, die alle versucht hat zu manipulieren, die versucht hat, die, die ihr lieb sind zu schützen, steht jetzt mit leeren Händen da. Und man hat Mitleid mit ihr. Weil sie zumindest, was Flint Marko angeht, uneigennützig gehandelt hat. Sie wollte ihn schützen und hat ihn stattdessen umso mehr in die Arme des gefährlichen Silvermane reingetrieben.
Es droht eine Konfrontation
Letzter hat die Niederlage der letzten Folge überwunden. Und stürzt sich mit Vergnügen in den nächsten Kampf. Denn wie er meint, mag er dies. Das Kämpfen um mehr Macht, mehr Kontrolle. Weshalb er dann ja auch seine einzigen Leute mit Superkräften losschickt, um eben dies zu ermöglichen.
Die letzten Minuten machen klar, dass es zu einer Konfrontation kommen zwischen den verschiedenen Fraktionen wird. In deren Mitte ausgerechnet Ben Reilly steckt, der das eigentlich nicht wollte. Womit jetzt schon klar, dass das Finale spannend wird, einfach um zu sehen, ob es der Spinne gelingt, all jene zu retten, die ihr was bedeuten. Inklusive Cat!
Info
Drehbuch: Bruce Marshall Romans
Showrunner: Oren Uziel, Steve Lightfoot
Regie: Greg Yaitanes
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Spider-Noir – 07 – Niemandes Held - 12. Juli 2026
- Prima Spatia – 03 – Die Auferstehung - 10. Juli 2026
- Der Erlkönig-Freund (Antje Döhring) - 9. Juli 2026

