Die Rückkehr der Spinne sorgt für reichlich Komplikationen an nahezu allen Fronten.
Konsequenzen
Silvermane (Brendan Gleeson) nimmt Ben Reilly (Nicolas Cage) mit in den Nachtclub, in dem auch Cat (Li Jun Li) singt. Er bezahlt ihn dafür, dass er mit angesehen hat, wie der Gangsterboss zwei seiner eigenen Männer umgebracht hat. Als Ben dann später bei sich alleine ist, um alles sacken zu lassen, ruft die Nachtclubsängerin bei ihm in der Detektei an. Woraufhin er Privatdetektiv alles stehen und liegen lässt, um zu ihr zu kommen. Wonach dieser Abend eine interessante Wendung nimmt.
Robbie Robertson (Lamorne Morris) spürt unterdessen Lonnie Lincoln (Abraham Popoola) auf und schafft es, ihn in die Detektei von Ben Reilly zu locken. Wo er und Janet (Karen Rodriguez) ihn bei einer gemütlichen Runde Kartenspielen ausfragen. Währenddessen ist Silvermane darüber frustriert, als der Polizeichef sich nicht zu einem vereinbarten Termin blicken lässt. Und versucht diesen dann unter Druck zu setzen.
Es war irgendwo zu erwarten, dass Die Rückkehr der Spinne Konsequenzen nach sich ziehen wird. Doch wie diese ausfallen, damit hat man sicherlich nicht gerechnet. Denn es zeigt sich, dass man manchmal gut aufpassen muss, wem man Vertrauen schenken kann und wem nicht.
Kein Unschuldsengel
Zentrale Person dieser Vertrauensfrage ist ausgerechnet Cat Hardy. Man hat ja schon zuvor eine Ahnung erhalten, dass die Nachtclubsängerin nicht wirklich so unschuldig ist, wie sie es die ganze Zeit vorgibt. Und das bestätigt sich in dieser Folge.
Man weiß noch nicht, ob alles, was sie hier tut, von langer Hand geplant ist. Oder ob sie einen Plan hat, den sie dann einfach nur den Gegebenheiten anpasst und so stellenweise spontan reagiert. So oder so, lauert hinter der hübschen Fassade eine Person, die mit absoluter Offenheit andere um den Finger wickelt. Und diese so aufs Glatteis führt, so das sie am Ende zu viel von sich verraten. So das, falls dann noch etwas an Infos fehlt, sie sich das selber zusammenreimen kann.
Das geht natürlich nicht ohne Opfer. So kommt es zu einer Szene, wo sie und Ben in ihrem alten Theater miteinander reden. Und die beiden heimlich von Flint Marko belauscht werden, der daraufhin beschließt, wieder für Silvermane zu arbeiten, weil er sich von Cat verraten fühlt. Man mag dies als puren Zufall abtun. Aber es ist dann doch schon zu zufällig, dass Flint in dem Moment das Gebäude betritt, wo seine heimliche Geliebte mit dem Privatdetektiven redet. Woher wusste er überhaupt, dass die beiden da sind? Da hat jemand die Finger im Spiel.
Humoristisch, aber auch ernst
Aber angesichts dem, was man bisher über ihre Pläne erfahren hat, dürfte Silvermane darin eine große Rolle spielen. Den sieht man in dieser Folge, wie er versucht, seine Dominanz, seine Macht zu beweisen. Denn die scheint, dadurch dass der Policecommisioner nicht zu einem vereinbarten Termin auftaucht, angekratzt zu sein. Weshalb Flint Markos Angebot, wieder für ihn zu arbeiten, genau richtig kommt. Denn so kann er seine Macht, seine Dominanz zeigen und die Leute, die aus der Reihe tanzen, gefügig machen. Denn tun sie das nicht, kann Flint sie mit seinen besonderen Kräften problemlos töten.
Und dann ist da auch noch Robbie Robertson. Der zunächst in einer herrlichen Szene herausfindet, wo sich Lonnie Lincoln aufhält. Nur um ihn anschließend bei einer gemeinsamen Kartenpartie zusammen mit Janet ausfragt. Dieser Plot wirkt eher humoristisch, hat aber ernste Untertöne. Etwa, als das Gespräch auf den Krieg und die Auswirkungen auf jemanden kommt, der dabei mitgewirkt hat.
Noch jemand mit Superkräften
In jedem Fall erhalten die hieran beteiligten mehr Profil. Und das Mysterium um den Ursprung der Leute mit Superkräften wird nochmal vertieft. Im Prinzip weiß man nur, dass sie alle im Ersten Weltkrieg gedient haben. Aber was genau vorgefallen ist, da belässt es die Serie bei Andeutungen.
Wobei die Riege der besonders begabten Leuten in dieser Folge Zuwachs erhält. Denn gegen Ende der Episode muss die Spinne Dirk Leyden bekämpfen, einen Kriminellen, der elektrische Kräfte hat und sich durch Elektrizität auch aufladen kann. Das ist ein brutaler Kampf, den die Spinne am Ende nur durch eine Extraportion Intelligenz überstehen kann. Hoffentlich erfährt man, woher Leyden seine Kräfte hat. Aber es würde nicht verwundern, wenn er sie ebenfalls während des Ersten Weltkriegs erhalten hat.
Es ist wieder eine wunderbare Episode, bei der man das Gefühl hat, dass die Beteiligten sich immer mehr gegenseitig in etwas reinziehen.
Info
Drehbuch: Megan Liao & Steve Lightfoot
Showrunner: Oren Uziel, Steve Lightfoot
Regie: Tori Sampson
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