Spotlight: Adam Driver

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Adam Driver hat bereits mit den bekanntesten Regisseuren zusammengearbeitet.

Eine herausragende Persönlichkeit

Adam Driver gehört zu den Schauspielern, die man nach ein Mal Sehen nie wieder vergisst. Mit 1,89 Metern sticht er schon allein durch seine Körpergröße hervor. Kombiniert man dies mit seiner schlanken Statur und seinem langen, schwarzen Haar hat man es mit jemanden zu tun, der jederzeit auffällt.

Der bekannte Schauspieler kam am 19. November 1983 in San Diego, Kalifornien, zur Welt. Seine Eltern ließen sich voneinander scheiden, als er sieben war. In diesem Alter zog er mit seiner Mutter und seiner Schwester nach Mishawaka, Indiana, wo er 2001 seinen High-School-Abschluss machte. Da sein Stiefvater Baptistenpfarrer war, sang er auch im Chor der Kirche mit.

Allerdings war Adam Driver als Kind und Jugendlicher nicht leicht zu erziehen. Er kletterte auf Funktürme, zündete Objekte an und gründete mit Freunden einen Fight Club, inspiriert von dem gleichnamigen Kinofilm. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er als Hausierer und Fernsehwerber. Er bewarb sich auch an der Juilliard School, wurde allerdings abgelehnt.

Lebensveränderer Militär

Und dann kam das Militär. Denn nach den Ereignissen des 11. September 2001 schrieb er sich bei den U. S. Marines ein. Er diente für zwei Jahre und acht Monate, ehe er sich beim Mountainbiking das Brustbein brach. Das war kurz vor seinem ersten Auslandseinsatz im Irak. In Folge seiner Verletzung wurde er im Range eines Lance Corporals ehrenhaft entlassen.

Die Zeit bei den Marines prägte Adam Driver und machte es gleichzeitig teilweise schwer für ihn, sich mit dem freien Leben wieder anzufreunden. Er studierte ein Jahr an der University of Indianapolis, ehe er sich erneut bei der Juilliard School for Drama bewarb und dieses Mal auch angenommen wurde. Während der Zeit bei der prestigeträchtigen Schauspielschmiede lernte er ebenso seine zukünftige Ehefrau kennen und machte 2009 seinen Abschluss mit einem Bachelor of Arts.

Zu Beginn seiner Schauspielkarriere trat er überwiegend in Theaterstücken auf, die am Broadway oder abseits des Broadways aufgeführt wurden. Um sich finanziell über Wasser zu halten, kellnerte er nebenbei. Seine erste Film- und Fernsehrolle war 2009 in der letzten Episode der Serie The Unusuals. Ein Jahr später arbeitete er in demselben Film wie Al Pacino und John Goodman mit, nämlich Ein Leben für den Tod.

Arbeiten für die großen Regisseure

2011 war er ein kleiner Schauspieler in dem Clint-Eastwood-Film J. Edgar, in dem Leonardo DiCaprio und Naomi Watts die Hauptdarsteller waren. Eine seiner ersten größeren Rollen hatte er in der Komödie Gayby aus dem Jahr 2012. In demselben Jahr wurde er auch fester Teil des Casts der Comedy-Serie Girls, wo er in 49 der insgesamt 62 Folgen als Adam Sackler auftrat. 2012 konnte er mit dem nächsten berühmten Regisseur zusammenarbeiten, nämlich Steven Spielberg. Das war in dem Biodrama Lincoln, wo er Samuel Beckwith darstellte.

2013 war er einer der Hauptdarsteller von der romantischen Komödie The F-Word, wo Daniel Radcliffe den Hauptcharakter schauspielerte. 2014 sah man für einen weiteren berühmten Regisseur arbeiten. Denn in Shawn Levys Komödie Sieben verdammt lange Tage war er neben Jane Fonda oder Jason Bateman nur ein Teil eines stargespickten Ensembles.

Es war das Jahr 2015, das Adam Driver auf einen Schlag endgültig berühmt machte. Denn in dem ersten Teil, Das Erwachen der Macht, der von Disney produzierten neuen Star Wars-Trilogie übernahm er die Rolle des Antagonisten. Er spielte Kylo Ren, der in Wahrheit Ben Solo, der Sohn von Han Solo und Prinzessin Lea war und für den Darth Vader das große Vorbild war. Er sprach diese Figur auch in dem Videospiel Disney Infinity 3.0 und Lego Star Wars: The Force Awakens (2016).

Ein Schurke(?) in einer Galaxie, weit, weit entfernt

Neben seiner Zeit in einer Galaxie, weit, weit, weit entfernt, trat er auch in anderen Filmen auf. So zum Beispiel in der Komödie Paterson, wo er mit dem nächsten weltberühmten Regisseur zusammenarbeiten konnte, nämlich Jim Jarmusch. 2017 war es dann Steven Soderbergh, der ihn für seine Actionkomödie Logan Lucky castete. Das war auch das Jahr, wo er in dem umstrittenen Star Wars – Episode VIII: Die letzten Jedi erneut als Kylo Ren mitwirken konnte.

Mit Spike Lee hatte Adam Driver im Jahr 2018 das Vergnügen, in dessen Komödie BlacKkKLansaman aufzutreten, ehe ein Jahr darauf Jim Jarmusch erneut an der Reihe war. In der Horrorkomödie The Dead Don’t Die war er neben Bill Murray und Tom Waits der Hauptdarsteller. Das Kapitel Star Wars endete für ihn in diesem Jahr vorerst, weil er in Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers wieder Kylo Ren darstellte, welcher gegen Ende des Films verstarb.

Zuletzt konnte man den Darsteller in Ridley Scotts Das letzte Duell und dem Musical Annette sehen. Letzteren Film produzierte er übrigens. Und er wird demnächst erneut mit dem von Alien bekannten Regisseur zusammenarbeiten, weil er in dem Thriller House of Gucci mitspielen wird.

Adam Driver ist seit 2013 mit Joanne Tucker verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, dessen Geburt sie zwei Jahre lang geheim hielten. Des Weiteren kann sich der Schauspieler keine Aufführung seiner Performances ansehen oder anhören. Er verlässt dann immer wieder den entsprechenden Raum. Ebenso ist er ein Gründer der gemeinnützigen Organisation Arts in the Armed Forces, die freie, künstlerische Programme den amerikanischen Streitkräften und deren Familien weltweit bietet.

Adam Driver im Web

Götz Piesbergen
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