Brian Thompson

Spotlight: Brian Thompson

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Brian Thompson hat ein Gesicht, das man nicht vergessen kann.

Wenn man als Opfer den ersten Erfolg feiern kann

Es gibt Leute, die von der Natur aus besonders begünstigt sind. Die schon allein durch ihr Aussehen für Aufmerksamkeit sorgen. Brian Thompson ist so eine Person, da er durch sein Gesicht und seine athletische Statur bei einer Körpergröße von 1,88 Meters auf die Rolle des Antagonisten festgeschrieben zu sein scheint.

Der spätere Schauspieler kam am 28. August 1959 in Ellensburg, Washington, USA zur Welt. Groß geworden ist er in Longview. Seine Eltern waren beide Lehrer, die in ihrem Sohn, der das zweite von insgesamt sechs Kindern war, den Wert von Sport und Lernen einflößten. Doch ihr Spross entwickelte auf der High School ein Interesse an der Schauspielerei, als er in einem Schultheaterstück einen russischen Ballettlehrer darstellte. Nach dem Ende der Schulzeit schrieb er sich an der Central Washington University ein, um American Football zu spielen und Business Managment zu studieren. In Wahrheit nutzte er die Zeit allerdings dafür, um in jedem nur erdenklichen Theaterstück aufzutreten, was ihm schließlich ein Stipendium an der University of California-Irvine einbrachte, wo er in drei Jahren seinen Master of Fine Arts machte.

Und noch während seines Studiums fing er an, als Schauspieler zu arbieten. Seinen ersten Filmauftritt hatte er 1983, als er in dem Kurzfilm Firefight auftrat. Erste Berühmtheit erlangte er ein Jahr darauf, als er in Terminator gemeinsam mit Bill Paxton Punks darstellte, die von Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle von ihrer Kleidung erleichtert wurden und dabei ihr Leben ließen. Es war nur eine Kleinstrolle, doch sorgte sie dafür, dass die Karriere von Brian Thompson langsam Fahrt aufnahm.

Abonniert auf Schurkenrollen

In den 1980er Jahren war er vor allem auf die Rolle des Schurken gesetzt. Wann immer es um einen imposanten Antagonisten ging, der dem Helden das Leben schwermachte, war er mit seinen 1,88 Metern und seinen breiten Kiefern Ansprechpartner #1. So auch 1985, als er in einer Folge von Knight Rider zu sehen war. 1987 hatte er die Chance, wieder mit Bill Paxton in der Komödie Faule Tricks und fromme Sprüche zusammenarbeiten.

1987 hatte Brian Thompson seine erste wiederkehrende Rolle, als er in der Soap Falcon Crest für fünf Folgen als Hopkins mitwirkte. Auch spielte er von 1987 bis 1988 in der Horrorserie Der Werwolf kehrt zurück für fünf Episoden mit. Und im selben Jahr war er in dem Kultfilm Spacecop L.A. 1991 zu sehen, ebenso wie er in der Horrorkomödie Fright Night II – Mein Nachbar der Vampir auftrat.

Es war 1989, als der Schauspieler das erste Mal mit Star Trek in Berührung kam. Genauer gesagt trat er in der TNG-Folge Der Austauschoffizier als Zweiter Offizier Klag auf. Ein Jahr darauf war in der Spacecop L.A.-Fernsehserie zu sehen, wenn auch in einer anderen Rolle als im Film. Und 1990 war er in der Superboy-Fernsehreihe in einer Episode der Golem.

Brian Thompson

Hier und da zu Gast

1993 hatte er seine erste Rolle als Teil eines Maincasts. In der leider nur kurzlebigen Comedeyreihe Key West stellte Sheriff Cody Jeremiah Jefferson dar. Im selben Jahr konnte man Brian Thompson wieder in Star Trek sehen. In der Deep Space Nine-Folge Profit oder Partner war er der Dorsi Inglatu. Ein Jahr darauf stellte er in dem Kinofilm Star Trek: Treffen der Generationen einen klingonischen Steuermann dar. Und 1996 schlüpfte er für die DS9-Episode Die Abtrünnigen in die Maske des Jem’Hadar Toman’torax.

1996 war ebenso das Jahr, wo er in der kurzlebigen Horroroserie Clan der Vampire in sechs Episoden als Eddie Fiori auftauchte. Unvergessen auch seine Darstellung des Shao Khan in der grottigen Videospieladaption Mortal Kombat 2 – Annihiliation. 1997 bis 1998 schaute er für vier Folgen bei Buffy: Im Bann der Dämonen vorbei, und zwar in der Rolle des Judges bzw. als Luke.

Unvergessen auch seine Auftritte zwischen 1995 und 2000 in Akte X – Die unheimlichen fälle des FBI, wo er in neun Folgen einen gestaltwandelnden Alien-Kopfgeldjäger darstellte. 2005 kam es zur erneuten und bislang letzten Begegnung mit Star Trek. In Star Trek – Enterprise konnte er in drei Episoden Admiral Valdore darstellen. Und 2007 reiste er nach Mexiko, um in dem Horrorfilm Die Wächter der Apokalypse mitzuwirken.

(K)ein Entbehrlicher Filmemacher

2012 war er sechs Mal Juror in der Show Fan Wars, wo der legendäre Stan Lee als Hauptjuror mitwirkte. Im Jahr 2014 produzierte er die B-Movie-Parodie The Extendables, bei der er auch Regie führte, das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle spielte. Auch danach war er nicht beschäftigungslos. Im Gegenteil: So wirkte er 2019 in dem Horrorfilm Hoax – Die Bigfoot-Verschwörung mit und war zuletzt 2021 Teil des Films Made Vicious, der natürlich ebenso dem Horror-Genre zugeordnet werden kann. Aktuell ist außerdem The Longest Sleep in der Postproduktion.

Interessanterweise pflegt Brian Thompson seine muskulöse Physis nicht in irgendwelchen Fitnessstudios. Stattdessen ist er seit Jahren leidenschaftlicher Wind- und Kitesurfer und besitzt einen schwarzen Gürtel in Hapkido. Seine erste Ehe mit Isabelle Mastorakis wurde 1998 geschieden, die beiden haben zwei Kinder, nämlich Jordan Reese Thompson und Daphne Avalon. Seit 1998 ist die Frau an seiner Seite Sharon Brown.

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Götz Piesbergen

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