Spotlight: Charles Dance

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Wenn es um höfliche und sanfte Antagonisten geht, ist Charles Dance einer der besten Darsteller dafür.

Ein schrecklich guter Antagonist

Besonders durch seine letzten Rollen, unter anderem in Game of Thrones, ist Charles Dance in Erinnerung geblieben. Der Schauspieler wurde am 10. Oktober 1946 in Redditch, Worcestershire als Sohn von Eleanor Marion, einer Köchin, und Walter Dance, einem Elektroingenieur, geboren. Er hat zwei Halbschwestern aus einer früheren Ehe seines Vaters.

Dieser verstarb allerdings bereits, als Charles drei Jahre alt war. Ursprünglich ging der Schauspieler davon aus, dass sein Papa Anfang 50 war. Doch später stellte sich heraus, dass der in Wahrheit 24 Jahre älter war. Nach dem Tod zog die Familie nach Plymouth, wo er auf die Widey Technical School for Boys in Crownhill ging. Nach Schulabschluss studierte er zunächst am Plymouth College of Art und am Leicester College of Arts Kunst und Fotografie, ehe er sich umentschied und stattdessen die Schauspielerei lernte.

Nach dem Ende seines Studiums trat er der Royal Shakespeare Company bei und war vor allem in den 1970er Jahren in deren Produktionen zu sehen. Sein Film- und Fernsehdebüt gab Charles Dance 1974, als er in einer Folge von The Inheritos auftrat. 1981 hatte er dann seine erste Begegnung mit dem bekanntesten Geheimagenten der Welt, als er in James Bond 007: In tödlicher Mission eine kleine Rolle erhielt. Später sollte er erneut mit dem besten Mann ihrer Majestät in Verbindung geraten. Seinen internationalen Durchbruch sollte er 1984 feiern, als er in der Miniserie Das Juwel der Krone – Ans andere Ufer in fünf Folgen den Guy Perron darstellte.

Sein Name war Fleming, Ian Fleming

Es war im Jahr 1986, als er an der Seite von Eddy Murphy in dessen Actionkomödie Auf der Suche nach dem Goldenen Kind mitwirkte. Zwei Jahre darauf sollte er gemeinsam mit Ben Kingsley in Die vergessene Insel auftreten. 1989 spielte James Bond wieder eine wichtige Rolle in seiner Karriere. Denn in der Biografie Goldeneye – Der Mann, der James Bond war sollte er den Erfinder des Geheimagenten Ian Fleming darstellen.

In Alien 3 stellte er den Arzt des Gefängnisses, Jonathan Clemens, dar, auf dem Sigourney Weaver in ihrer Rolle als Ellen Ripley bruchlandete. Natürlich wurde er ein Opfer des Xenomorphs. 1994 spielte er in Teufel im Paradies einen Mörder, der eine falsche Identität annimmt und dann anfängt, die Bewohner des Wohnungskomplexes zu terrorisieren. Zwei Jahre später sollte Charles Dance in Space Truckers mitwirken.

1999 hatte er eine Gelegenheit, auch mal seine lustige Seite zu zeigen, als er in der romantischen Komödie Ein traumhaftes Missverständnis auftrat. 2002 spielte er in dem Drama Black and White den Ankläger Roderic Chamberlain, der versucht, einen jungen Aborigine des Mordes zu überführen, obwohl es dafür nur fragwürdige Beweise gibt. 2004 kam sein Film Der Duft von Lavendel heraus, wo er der Produzent, der Drehbuchautor und der Regisseur war. Die Hauptrollen spielten Judi Dench, Maggie Smith und Daniel Brühl. Es sollte auf lange Sicht das einzige Mal bleiben, dass er dies tat. Bereits in Jahr später wirkte er als Schauspieler in der Miniserie Bleak House mit.

Auch Monster können Menschen sein

2009 war er der Hauptdarsteller der britischen Miniserie Trinity ehe Charles Dance ein Jahr später in der Verfilmung von Terry Pratchett’s Going Postal Lord Vetinari darstellte, den Patriarchen der Stadt Ankh-Morpork. Eine seiner größten Rollen war sicherlich die des Tywin Lannisters, des intriganten Familienpatriarchens in Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer. Zwischen 2011 und 2015 stellte er ihn insgesamt 27 mal dar.

2012 trat er in dem Action-Horrorfilm Underworld: Awakening als Thomas auf und wirkte 2014 in dem russischen Fantasyfilm Fürst der Dämonen mit. In demselben Jahr war er in The Imitation Game: Ein streng geheimes Leben als Commander Denniston zu sehen. Übrigens wirkten auch Benedict Cumberbatch und Keira Knightley mit. Ebenso stellte in diesem Jahr in Dracula Untold den Meistervampir dar.

2015 konnte man ihn in dem Videospiel The Witcher 3: Wild Hunt hören. Er sprach dort König Emhyr Var Emreis. Dies war auch das Jahr, in dem Charles Dance Frankenstein darstellte, in dem Film Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn, wo Daniel Radcliffe und James McAvoy die Hauptrollen innehatten. 2016 war er in der umstrittenen Ghostbusters-Neuinterpretation und Underworld 5: Blood Wars zu sehen. Zuletzt wirkte er 2019 in Godzilla II: King of Monsters als Alan Jonah, der Anführer einer radikalen Gruppierung, die die Monster für ihre eigenen Zwecke einsetzen will, mit und spielte von 2019 bis 2020 in The Crown Lord Mountbatten. Er wird in der Realverfilmung von The Sandman Roderick Burgess darstellen, der die Titelfigur zu Beginn der Serie gefangen nimmt.

Charles Dance war von 1970 bis 2004 mit Joanna Haythorn verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Er ist seit 2006 ein Offizier des Ordens des britischen Empires.

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Götz Piesbergen
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