Review: Doctor Who 028 – Die aufgelöste Braut

Lesezeit circa: 6 Minuten

Eine Hochzeit in England: Die Braut schreitet mit ihrem Vater auf den Altar zu, als sie sich plötzlich vor den Augen der Hochzeitsgesellschaft in leuchtende Partikel auflöst und verschwindet. Der Auftakt zum Weihnachtsspecial 2006, welches zwischen den Staffeln 2 und 3 stattfindet. 

WAS!?!

Donna Nobel (Catherine Tate), die aufgelöste Braut, wird aus noch ungeklärten Ursachen in die TARDIS transportiert, wo sie auf einen sehr überraschten Doctor (David Tennant) trifft. Nach dem dramatischen Abschied von Rose (Billie Piper) bleibt ihm keine Zeit, Trübsal zu blasen, steht er doch einer resoluten, rothaarigen Powerfrau aus Chiswick gegenüber, die Antworten verlangt. Ihrem Redeschwall ist selbst der kommunikative Doctor nicht gewachsen und so zeigt sich schon in der ersten Szene, dass wir noch viel Spaß mit Donna haben werden. Die Tatsache, das sie aus dem Nichts in ein außerirdisches Raumschiff im Weltraum gebeamt wurde, nimmt sie aber gut auf und so bringt der Doctor sie schnellstmöglich zurück zu ihrer Trauung. Leider muss die TARDIS rekalibrieren, sodass sie irgendwo in London landen. 

Die aufgelöste Braut

Verfolgungsjagd

Donna setzt sich von dem unbekannten Marsianer ab, macht sich alleine auf die Socken und landet im Taxi eines als Weihnachtsmann verkleideten Robotersöldner, der sie irgendwohin bringt, aber sicher nicht zur St. Marys Church. In einer James-Bond-mäßigen Rettungsaktion gelingt es dem Doctor, sie zu befreien. 

Sie platzten mitten in die Hochzeitsparty, die mit britischem Pragmatismus auch ohne die Braut statt findet. Es ist schließlich alles bezahlt und man dachte, Donna hätte einen ihrer Partyspäße abgezogen. Aber auch hier spüren die Söldner sie auf und greifen die Party an. Zusammen mit Donnas zukünftigem Ehemann Lance, den sie in ihrem Beruf als Sekreträrin bei H.C. Clements kennengelernt hatte, machen sie sich auf dem Weg zu deren Arbeitsplatz, wo alles anfing, und auch weil der Doctor herausfindet, das der Eigentümer der Firma niemand anderes als Torchwood ist.

Durch den Keller des Firmengebäudes gelangen sie unterhalb des Themse-Flutwehr und finden dort eine Produktionsstätte für Huon-Partikel, mit denen auch Donna anscheinend kontaminiert ist, und die ermöglichten, dass sie in die TARDIS gezogen wurde, welche in ihrem Kern auch diese Partikel trägt. Außerdem befindet sich in den Laboren ein kilometertiefer Schacht, bis zum Kern der Erde, und die Strippenzieherin hinter Donnas Verseuchung und Verfolgung, die Kaiserin der Racnoss (Sarah Parish). Eine gigantische Spinnenfrau!

Die aufgelöste Braut

The Doctor: The wedding! Yes, you’re getting married, that’s it! Best day of your life, walking down the aisle. Oh, your body’s a battleground! There’s a chemical war inside! Adrenaline, acetylcholine. Wham! go the endorphins. Oh, you’re cooking! Yeah, you’re like a walking oven. A pressure cooker, a microwave, all churning away. The particles reach boiling point. Shazam!

Das Geheimnis im Inneren der Erde

Um herauszufinden, was die Kaiserin im Erdinneren sucht, reisen der Doctor und Donna zu dem Zeitpunkt, an dem die Erde entstand. Hier sind sie Augenzeugen bei der Entstehung des Planeten und sehen auch, was sich in dessen Inneren seid jeher verbirgt: Ein Netz der Racnoss mit Milliarden Eiern. 

Zurück im Labor gerät Donna in die Fänge der Kaiserin. Die Huon-Partikel sind der Schlüssel, um ihre Nachkommen zu erwecken, die im Inneren der Erde warten, und Donna soll ihre erste Mahlzeit sein. Gleichzeitig greift das Raumschiff der Racnoss London an und schwebt wie ein riesiger Weihnachtsstern über der Stadt. Der Doctor bietet der Kaiserin eine letzte Chance an und würde für die Racnoss eine neue Heimat suchen, wenn sie ihr Vorhaben aufgeben. Sie schlägt sein Angebot aus und der Doctor legt los. Es gibt kein Entkommen und nur Donna kann ihn stoppen, sonst wäre er selbst zu Tode gekommen. 

Die aufgelöste Braut

Fazit zu Die aufgelöste Braut

Die Weihnachtsspecials sind traditionell eher witzig angelegt, tragen aber immer auch etwas Düsteres und eine gewisse Tragik in sich. Es gibt Slapstick-Momente wie, wenn Donna gegen die Wand knallt, aber man merkt auch immer wieder die Traurigkeit des Doctors, wenn Rose thematisiert wird, und man sieht seine Einsamkeit. Andere Szenen, wie die Fahrt auf den Segways oder der wortgewandte Schlagabtausch zwischen Donna und dem Doctor machen einfach Spaß. So ist man doch enttäuscht, als Donna das Angebot, in der TARDIS zu reisen, ausschlägt. Sie ist die Erste, die das tut, und sie bereut ihre Entscheidung allerdings schon nach kurzer Zeit. 

Immer wieder ist es die Strategie des Docotrs, seinen Feinden entgegenzukommen, indem er versucht, sie zum Aufgeben zu überreden. Es wäre interessant zu sehen, wenn einer das Angebot mal annehmen würde. Die drei Roboter-Weihnachtsmänner aus der letzten Weihnachtsfolge Die Weihnachtsinvasion tauchen wieder auf und sind so entbehrlich wie damals und nur dazu da, etwas in die Luft zu jagen. Andererseits wäre die Verfolgungsjagd auf der Autobahn ohne Entführer nicht möglich gewesen, und das wäre wirklich eine Schande. Aber auch hier ist der Roboter nicht wirklich aktiv am Geschehen beteiligt. 

Als das Schiff der Racnoss London angreift, führen die Soldaten einen Befehl von Mr. Saxton aus. Dieser Name wird im Laufe der dritten Staffel noch öfter zu hören sein und ist der Anfang des Handlungsbogens für das nächste Staffelfinale. Die Kaiserin ist sehr beeindruckend dargestellt und nichts für Arachnophobiker. Sie ist zwar etwas statisch, aber das Kostüm von Sarah Parish war offensichtlich sehr groß, schwer und unbequem, sodass mehr Bewegung einfach nicht möglich war. 

Was diese Folge wirklich besonders macht, ist die Chemie zwischen Catherine Tate und David Tennant. Der Doctor hat hier eine ebenbürtige Partnerin, die ihm Kontra gibt und ihm nicht sofort zu Füßen liegt. Das macht Lust auf mehr und so ist es nicht überraschend, das Donna Nobel in der 4. Staffel zurück kehrt.  

 


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Stefanie Maus

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