Spotlight: Gwyneth Paltrow

Lesezeit circa: 6 Minuten

Gwyneth Paltrow ist wohl die amerikanischste Britin in der ganzen Hollywood-Geschichte.

Eine Frau mit einer interessanten Familie

Wenn man den Namen Gwyneth Paltrow hört, hat man sofort ein bestimmtes Bild in Kopf. Nämlich das einer hübschen, schlanken und eleganten Frau, die in vielerlei Filmen auftrat und in jeder Rolle überzeugen konnte. Gerne wurde sie als eine britische Frau gecastet, und das, obwohl sie am 27. September 1972 in Los Angeles zur Welt kam. Ihre beiden Eltern sind bzw. waren in der amerikanischen Film– und Fernsehindustrie tätig.

Ihr Vater war der Produzent und Regisseur Bruce Paltrow, der leider vor ihrem 30. Geburtstag an Halskrebs gestorben ist. Ihre Mutter ist die immer noch aktive Schauspielerin Blythe Danner. Außerdem hat sie einen jüngeren Bruder namens Jake Paltrow, der Regisseur und Drehbuchautor ist. Ihr Patenonkel ist niemand Geringeres als Steven Spielberg, mit dem sie regelmäßig Thanksgiving verbringt. Ihr Vater war jüdischen Glaubens, derweil ihre Mutter christlich erzogen worden war. Mit der Konsequenz, dass in ihrer Kindheit Feiertage aus beiden Religionen gefeiert wurden.

Gwyneth Paltrow ging zunächst auf die Crossroads School, ehe sie auf der privaten Schule Spence School eingeschrieben wurde. Sie studierte nach ihrem Schulabschluss für ein Jahr Kunstgeschichte an der University of California in Santa Barbara. Allerdings brach sie das Studium ab, um sich auf die Schauspielerei zu fokussieren.

Ein absoluter Höhepunkt führt zum Tiefpunkt

Ihre Schauspielkarriere fing schon 1989 an, als sie in dem Fernsehfilm High, wo ihr Vater Regie führte, in einer Rolle auftrat. Ebenfalls wirkte auch Roxann Dawson mit. 1991 stellte sie in Hook die junge Wendy dar. Ihren Durchbruch konnte sie 1995 feiern, als sie in dem Thriller Sieben Tracy darstellte. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits mit dem Hauptdarsteller Brad Pitt zusammen. Die Beziehung zwischen den beiden hielt allerdings nur bis 1997.

Die Karriere von Gwyneth Paltrow machte weitere Fortschritte, als sie 1996 in der Verfilmung von Jane Austens Emma die Hauptrolle übernahm. Höhepunkt dieser Zeit war dann das Jahr 1998, als sie in der Komödie Shakespeare in Love Viola De Leppes darstellte und mit Jospeh Fiennes, Geoffrey Rush und Judi Dench zusammenarbeiten konnte. Für diesen Film gewann sie unter anderem den Oskar als beste Hauptdarstellerin. Doch der Preisgewinn erwies sich auch als kleiner Fluch, da die Karriere der Darstellerin anschließend ein Tief durchlief. Viele der Kinofilme, in denen sie danach mitwirkte, waren nicht so erfolgreich oder so gelobt wie ihre früheren Werke.

Der Schauspielerin selbst war dies auch bewusst. Sie selber meinte dazu, dass sie zu jener Zeit unvorbereitet war für den Druck, der auf ihr lastete, was zu diversen schlechten Entscheidungen führte. Eine Konsequenz dieser Phase war, dass sie von da an die Filme, in denen sie auftrat, in zwei Gruppen aufteilte: Solche, wo sie wegen des Geldes mitwirkte und solche, wo sie mitmachte, weil sie das Material oder andere mitmachende Personen mochte. Sie wechselte immer wieder zwischen beiden hin und her.

Gwyneth Paltrow

Die Frau an der Seite des Superheldens

Ein Film, der nicht so gut ankam, war die Komödie Beziehungen und andere Katastrophen aus dem Jahr 2001. Dafür konnte allerdings Wes Andersons Die Royal Tenenbaums überzeugen, wo auch Gene Hackman, Anjelica Huston, Owen Wilson und Bill Murray auftraten. 2004 spielte sie das Love Interest Polly Perkins in dem Superheldenfilm Sky Captain and the World of Tomorrow. Es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass sie die potenzielle Geliebte eines Superhelden darstellen sollte.

Zu diesem Zeitpunkt begann Gwyneth Paltrow, kürzer zu treten. Sie nahm weniger Rollen an und arbeitete auch insgesamt weniger, da sie 2004 ihr erstes Kind und 2006 ihr zweites zur Welt kam. Der Vater der beiden ist der berühmte Sänger Chris Martin von der Band Coldplay, mit dem sie seit 2003 verheiratet war. Die Ehe wurde 2016 geschieden.

Im Jahr 2005 wagte sich die Schauspielerin an etwas Neues. In dem Kurzfilm Daybreak führte sie nicht nur mit Regie, ebenso schrieb sie auch am Drehbuch mit. Leider war dies das bislang einzige Mal, dass sie das machte.

Eine vielbeschäftigte Frau

Es war 2008, als Gwyneth Paltrow in der Verfilmung des Marvelcomics Iron Man auftrat und ihre Karriere langsam wiederbelebte. Sie stellte in diesem Film Tony Starks, dargestellt von Robert Downey Jr., Sekretärin Pepper Potts dar, die ihrem Boss, wann immer es ging, den Rücken freihielt und unterstützte. Sie sollte die Figur im Laufe der Jahre wiederholt darstellen, wie beispielsweise 2010 in der Fortsetzung Iron Man 2.

2012 fing Gwyneth Paltrow damit an, sich als Produzentin zu probieren. Denn das Fernsehspecial Stand Up For Cancer wurde von ihr als Executive Producer produziert. Das war auch das Jahr, wo in Avengers die Beziehung zwischen ihrer Figur Pepper Potts und Tony Stark in die nächste Phase trat. Und ein Jahr darauf durfte sie in Iron Man 3 ebenfalls zeigen, dass sie in der Lage war, sich ihrer Haut zu wehren.

Nebenbei wirkte sie auch in anderen Rollen mit. So hatte sie in der Musicalserie Glee von 2010 bis 2014 fünf Auftritte als Holly Holiday, wo sie außerdem bewies, was für eine exzellente Sängerin sie ist. 2017 nahm sie in Spider-Man Homecoming wieder ihre Rolle als Pepper Potts auf, die sie anschließend ebenfalls 2018 in Avengers: Infinity War und 2019 in Avengers: Endgame darstellte. Letzterer Film war dann ebenso das Ende ihrer Zeit bei den Marvel-Verfilmungen. Von 2019 bis 2020 war sie der Executive Producer und auch Darstellerin der Comedyreihe The Politician und machte dasselbe ebenfalls in der Realityserie The Goop Lab.

Aktuell ist Gwyneth Paltrow mit dem Drehbuchautoren, Regisseur und Produzenten Brad Falchuk seit 2018 verheiratet. Sie ist außerdem sozial engagiert, indem sie unter anderem die Organisation „Save the Children“ unterstützt. Sie hat mehrere Audiobücher erzählt und war lange Zeit das Werbegesicht unter anderem für Parfums der Marke Estée Lauder. 2008 gründete sie das Lifestyle-Label Goop, das allerdings mitunter auch pseudowissenschaftliche Perspektiven vertrat, für das sie wiederholt kritisiert worden ist.

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Götz Piesbergen
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