Review: Doctor Who 027 – Der Weltuntergang

Lesezeit circa: 7 Minuten

Eine unglaublich komplexe Story, deren Handlungsbogen von der ersten Staffel über 27 Episoden gespannt wurde und der nun endlich in einem grandiosen und unglaublich traurigen Finale endet. 

Invasion

Die Welt wurde von den Cybermen übernommen. In einer weltweiten Fernsehübertragung fordert der Cyber-Leader die Kapitulation und kündigt die vollständige Transformation der Menschheit in Cybermen an. Widerstand ist zwecklos. Sie sind überall, auch in den Häusern der Menschen und treiben diese zusammen. Die Menschheit gibt sich aber nicht geschlagen, auf den Straßen herrscht Krieg. 

Rose (Billie Piper) hat es unterdessen mit der zweiten Rasse zu tun, die auf der Erde eingefallen ist. Den Daleks. Da sie einiges über ihre Feinde weiß, lassen diese sie am Leben, da sie nützlich zu sein scheint. Die unterschiedlichen Invasoren wissen scheinbar nichts voneinander. Die Daleks und die Cybermen treffen aufeinander und streiten sich erst einmal, wer sich zuerst identifizieren soll. Da beide Rassen zutiefst stoisch und akkurat sind, weicht keine der Parteien von ihren Positionen ab. Durch ihr dauerndes „löschen, löschen, löschen“ bzw. „eliminieren, eliminieren“ kommen sie reichlich beschränkt rüber. 

Der Weltuntergang

Petes Welt

Die Cybermen bieten eine Koalition an, aber da die Daleks alle anderen Spezies als weniger wert betrachtet, wird daraus nichts. So kommt es zu einer Außeinandersetzung zwischen fünfmillionen Cybermen und vier Daleks. Die Cybermen beginnen sofort damit, ihre Armee zu vergrößern und konvertieren Menschen, so dass Jackie (Camille Coduri) auch in diesem Universum in ihre Fänge gelangt. Dieses Mal hat sie allerdings mehr Glück und kann fliehen. 

Aber es gibt noch eine positive Wendung. Aus dem parallelen Universum, in welchem diese Cybermen zu Beginn dieser Staffel in den Episoden 6 Die Auferstehung der Cybermen undb7 Die Ära des Stahls, entstanden, kommt Hilfe in Form der Untergrund Bewegung um Mickey (Noel Clarke) und Jake Simmonds (Andrew Hayden-Smith) an. Durch die vielen Reisen der Cybermen, Daleks und Menschen zwischen den Universen werden die Risse immer größer und beide Welten drohen, zerstört zu werden. Der Doctor trifft im parallelen Universum auf Pete Tyler (Shaun Dingwall), dessen Frau Jackie von den Cybermen getötet wurde und der nun versucht, seine Welt zu beschützen. Zusammen versuchen sie, die Feinde zu besiegen und den Riss zu schließen. 

Die Nemesis Arche

Die vier Daleks, die der Sphäre entstiegen sind, geben sich als Kult von Skaro zu erkennen, welcher noch über dem Dalek-Imperator stand, den Rose im Finale der 1. Staffel vernichtete, nachdem sie in den Zeitvortex der TARDIS geblickt hatte. Sie sind die letzten Überlebenden des ewigen Krieges und  flohen, um das Überleben ihrer Rasse zu sichern. Der Kult bewacht ein Objekt, genannt die Nemesis-Arche, ein Relikt der Timelords, welches deren Technologie nutzt.  Was auch immer darin steckt, sie lässt sich nur durch die Berührung eines Zeitreisenden öffnen. Im Gefecht  berührt Mickey versehentlich die Arche, so dass diese aktiviert wird. Die Cybermen sind den Daleks sowohl technologisch als auch intellektuell haushoch unterlegen, trumpfen aber durch ihre schiere Anzahl. Aber hier können die Daleks jedoch aufholen. Die Arche nutzt eine uns sehr bekannte Time Lord Technik. Die Verschiebung der Dimensionen, also innen größer als außen. Die Nemesis-Arche ist ein Gefangenentransporter der Timelords und birgt Millionen Daleks, die nun auf die Erde losgelassen werden. 

Der Weltuntergang

Natürlich hat der Doctor einen Plan und nun klärt sich auch, warum er dauernd seine Papp-3D-Brille zückt. Jeder, der durch die Leere gereist ist, um die Universen zu wechseln, ist von Leerenpartikeln umgeben, so auch die Cybermen und die Daleks. Durch die 3D-Brille werden die Partikel sichtbar. Wenn der Doctor die Barriere zur Leere öffnen kann, werden die Partikel hineingesaugt und alles, woran sie kleben, wird mitgerissen. Da aber auch Rose, Pete, Mickey und ihren Mitstreitern die Leere durchquert haben, müssen sie in Petes Welt flüchten, bevor der Doctor zur Tat schreitet, um nicht das Schicksal ihrer Feinde zu teilen. Das bedeutet den endgültigen Abschied für Rose von ihrem geliebten Docotr. Aber Rose weigert sich und selbst als der Doctor sie einfach mit Pete und Jackie wegschickt, kommt sie zurück zu ihm, um ihm beizustehen. Sie öffnen die Barriere und der Plan des Docotrs geht auf. Rose aber kann sich nicht mehr halten und droht, auch in die Leere zu fallen. Im letzten Moment wird sie von Pete gerettet, der sie mit in sein Universum nimmt. Zurück bleibt der Doctor. Allein.

Der Weltuntergang

Fazit zu Der Weltuntergang

Ein würdiges Ende für eine tolle zweite Staffel, das viele Fäden zusammen führt und auch neue Themen einbringt. Es ist der Auftakt zum erfolgreichen Spin-Off Torchwood, welches einige Monate später an den Start ging und die Zeit bis zur nächsten Doctor Who-Staffel überbrückte. Der Kult von Skaro wird eingeführt und kann weiterbestehen, der durch einen Zeitsprung der Leere entfliehen konnte. Ohne es zum damaligen Zeitpunkt zu wissen, war die nächste Begleiterin des Doctors zu sehen. Freema Agyeman spielte im ersten Teil der Doppelfolge Die Armee der Geister eine Torchwood-Mitarbeiterin so überzeugend, dass Russell T Davies ihr die Hauptrolle der Martha Jones anbot. 

Der Moment, in dem Rose in die Leere gezogen wird, ist sehr nervenaufreibend und emotional, allerdings passt es nicht ganz, dass Pete sie retten kann und nicht selbst durch die Leerenpartikel hineingezogen wird. Ein weiteres emotionales Highlight ist das Zusammentreffen von Jackie und Pete. War es, wie zu erwarten, zuerst einmal durch Unsicherheit geprägt, gab es schließlich für die beiden, die sich schon einmal verloren haben, ein schönes Happy End. 

Der Weltuntergang

Zu guter Letzt findet der Doctor einen Weg, um sich doch noch von Rose zu verabschieden. Er findet einen winzigen Riss zwischen den Dimensionen und nutzt die Energie einer Supernova, um ein Hologramm zu Rose zu schicken. Am Dårlig Ulv Stranden in Norwegen, der Bad Wolf Bay, gesteht ihm Rose ihre Liebe, Sekunden bevor sich der Riss schließt und die beiden unwiderruflich von einander trennt. Für manche vielleicht ein bisschen zu viel Herzschmerz, aber für mich ein perfektes, vorläufiges Ende für die beiden, das nochmal zeigt, dass Doctor Who auch unter dem Genre Drama läuft. Auch dass die Gefühle der beiden nicht vollständig offen gelegt werden, ist nur konsequent und ist durch die Intensität der Szene auch gar nicht notwendig. 

DALEK SEC: A sonic probe?

DOCTOR: That’s a screwdriver.
DALEK SEC: It is harmless.
DOCTOR: Oh, yes. Harmless is just the word. That’s why I like it. Doesn’t kill, doesn’t wound, doesn’t maim. But I’ll tell you what it does do. It is very good at opening doors.

Das erste Finale mit David Tennant in der Rolle des Timelords etabliert auch sein charakteristisches „WHAT ?“, als kurz nach dem tränenreichen Abschied von Rose, aus dem Nichts eine Frau im Brautkleid in der TARDIS steht.  Die ist der Auftakt zum Weihnachtsspecial 2007 Die aufgelöste Braut mit Catherine Tate als wunderbare Donna Noble.


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Stefanie Maus

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