Endlich kommt es zur Wiedervereinigung zwischen Caleb und seiner Mutter. Wobei diese natürlich nicht komplikationsfrei verläuft.
Kein Grund zum Feiern
Es ist die 300. Nacht an der Sternenflottenakademie und damit Zeit fürs Semesterende. Alle Studenten feiern, derweil die Akademie selbst sich auf dem Weg nach Betazed macht, zur feierlichen Eröffnung des neuen Sitzes der Föderation. Doch Caleb (Sandro Rosta) ist in Gedanken nicht ganz dabei. Er vermisst immer noch seine Mutter. Bis Sam (Kerrice Brooks) ihn den entscheidenden Hinweis gibt, wie er ihre Nachrichten finden kann.
Seine Mutter befindet sich auf einer Welt außerhalb des Föderationsraums. Die noch dazu droht, von den Venari Ral übernommen zu werden. Doch das hält ihn nicht auf. Er stiehlt ein Shuttle und macht sich mit Sam, Genesis (Bella Shepard) und Darem (George Hawkins), die ihn dabei erwischt haben, auf den Weg zum Planeten. Und hinterlässt eine Akademie, die schon bald ganz eigene Probleme hat.
Es geht dem Ende zu. Die 300. Nacht ist die vorletzte Episode der ersten Season. Und die zweite Staffel ist schon abgedreht und in der Postproduktion.
Komplett verändert
Es ist aber vor allem eine Folge, die die ganzen Leute, die die Serie ohnehin schon nicht mögen, erst Recht nicht zu Fans konvertieren wird. Einfach, weil sie vieles von dem aufbietet, woran sich die Leute ohnehin schon reiben. So gibt es wieder eine Szene, in der Darem Glitter kotzt.
Doch wer sich auf diese Folge einlässt, wer sich allgemein auf die bisherige Serie eingelassen hat, der wird belohnt. Mit dem vorläufigen Höhepunkt diverser Charakterentwicklungen, aber auch Subplots, die über die letzten Episoden stattgefunden haben.
Das zeigt sich vor allem an Sam. Über lange Zeit der Staffel hinweg galt sie als eine der nervigsten Figuren. Überdreht, zu energiegeladen, teilweise auch naiv, ein Beispiel für all das, was diese Serie angeblich so schlecht macht. Doch in Das Licht der Sterne hat sie eine Veränderung durchlaufen, deren Konsequenzen man jetzt sieht.
Diebstahl in bester Tradition
Die Sam, die man in dieser Folge kennenlernt, ist ruhiger geworden. Es gibt immer noch Anzeichen der alten unvorhersehbar agierenden SAM. Doch die Tatsache, dass sie jetzt eine Kindheit hatte, dass sich ihre Persönlichkeit entwickelt hat, lässt sie ruhiger und erwachsener wirken. Was sie aber nicht davon abhält, Caleb vor vollendete Tatsachen zu stellen, als sie ihm dabei hilft, das Shuttle zu stehlen.
Natürlich ist der Diebstahl von Föderationseigentum nicht gerne gesehen. Aber andererseits sind die Kadetten damit in bester Gesellschaft und Tradition. Denn im Laufe der Star Trek-Historie gab es schon öfters prominente Figuren, die teilweise sogar ganze Raumschiffe gestohlen haben und am Ende nahezu ungeschoren davon kamen. Vor allem die alte Crew um Captain Kirk ist da ein Paradebeispiel für.
Es ist interessant, wie diese Folge es schafft, einerseits Calebs herzlichsten Wunsch zu erfüllen. Dies aber gleichzeitig auch mit jeder Menge schweren Entscheidungen und verletzenden Worten zu kombinieren. Denn Genesis hat ja recht. Wenn er seine Mutter wiederfindet, schlüpft er quasi in die Abhängigkeit von ihr und macht all das, was er in dem Jahr auf der Sternenflottenakademie geschaffen hat, zu Nichte.
Jeder kriegt etwas zu tun
Wobei man auch sehen kann, wie sehr sich Mutter und Sohn ergänzen. Es wirkt fast so, als ob sie nie voneinander getrennt waren. Hierbei gibt es gleichzeitig ebenfalls Unterschiede, wo man merkt, dass sie ein im Vergleich zu ihm deutlich härteres Leben geführt hat.
Dies ist eine Folge, in der die Figuren jede Menge zu tun kriegen. Nicht nur die Kadetten um Caleb. Sondern auch die Senioroffiziere und die Kadetten, die auf der Athena zurückgeblieben sind.
Und auch hier muss man betonen, dass man als treuer Zuschauer belohnt wird. In dem man unter anderem sieht, wie Direktor Ake unter Druck agiert. Ihre sonstige Unkonventionalität tritt dieses Mal nicht so stark zu Tage, wie sonst. Sie sitzt sogar, als es hart wird, normal im Kapitänsstuhl, was die Leute, die das kritisiert haben, eigentlich erfreuen dürfte.
Belohnung für den treuen Zuschauer
Aber man sieht, wie sie versucht, sowohl ihre Kadetten wie ebenfalls die Föderation zu schützen. Und auch wenn Nus Braka in dieser Folge nicht auftaucht, sind seine Fingerabdrücke überall wahrnehmbar. Als man nämlich sieht, was er plant und wie Ake versucht darauf zu reagieren. Was natürlich einem diplomatischen Seiltanz gleicht, weil die Föderation direkt nicht eingreifen darf.
Es ist eine spannende, geniale Episode. Und ich kann es nur nochmal betonen: Hier wird man wirklich dafür belohnt, dass man die gesamte bisherige Season geguckt hat. Weil hier viele Charakterentwicklungen ihren Höhepunkt finden. Und das auf eine grandiose Art und Weise!
Die Folge endet noch dazu auf einen Cliffhanger, bei dem man wirklich wissen will, wie dieser aufgelöst wird.
Übrigens wurde die Regie von Star Trek-Veteranen Jonathan Frakes geführt. Derweil am Drehbuch Kirsten Beyer mitgeschrieben hat, die schon einige Litverse-Erfahrung mitbringt und bei Picard einige Episoden schrieb.
Informationen
Regie: Jonathan Frakes
Drehbuch: Kirsten Beyer
Story: Kirsten Beyer & Kenneth Lin
Showrunner: Alex Kurtzman, Noga Landau
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