Und wieder kramt die Serie in der Gimmick-Kiste und holt etwas hervor, das man als Zuschauer schon kennt.
Und wieder eine Gimmick-Episode
Die Enterprise stößt im Weltall auf eine sehr merkwürdige Welt. Es handelt sich um einen flachen Planeten, der sich aus eigener Kraft durchs Weltall bewegt, atembare Luft hat und gleichzeitig Lebenszeichen aufweist. Entsprechend neugierig geworden beamt sich ein Team des Schiffes auf die Planetenoberfläche und findet sich auf ein Mal in einer Fantasy-artigen Welt wieder.
Doch dann stoßen sie auf physische Doppelgänger einiger Besatzungsmitglieder, die La’an (Christina Chong) als eine entführte Prinzessin ansehen. Also macht sich ein Großteil der Expedition auf den Weg, eben jene zu befreien. Allerdings kriegen sie nicht mit, wie sich die anderen Versionen von Captain Pike (Anson Mount) und Spock (Ethan Peck) an Bord der Enterprise begeben, um dort das Kommando zu übernehmen. Natürlich nicht aus eigennützigen Gründen.
Eigentlich war die Hoffnung, dass Star Trek – Strange New Worlds nach dem guten Verhältnismäßigkeiten von den Gimmick-Folgen abrücken würde. Es La’an einmal enttäuscht diese Erwartung. Erneut baut die Reihe für eine Episode auf eine große Spielerei auf.
Wenn sich das Besondere abgenutzt hat
Wobei man einschränkend hinzufügen muss, dass diese Folge versucht, hier mehr oder weniger glaubwürdig an eine andere anzuknüpfen. Die Rede ist von Das Elysische Königreich aus der ersten Staffel. Allerdings tat sich die Serie damit keinen Gefallen, weil dadurch besonders deutlich wird, wie groß der Unterschied zwischen den jeweiligen Seasons ist.
In der ersten Staffel war die eben genannte Episode ein kleines Highlight, weil sie etwas Besonderes war. In der aktuellen vierten Season ist der Nachfolger seinerseits das eben nicht. Im Gegenteil: In einer Staffel, die von Gimmicklastigen Folgen dominiert worden ist, erregt sich kein Aufsehen mehr. Stattdessen schaut man sie sich an und fragt sich die ganze Zeit, was diese Episode überhaupt soll?
Dabei ist es eigentlich klar, was diese Folge erreichen soll. Sie soll für La’an Noonien Singh dazu führen, dass sie wieder zu sich findet. Dann das wir Charakterplot in dieser Season, dass sie sich verändert gefühlt hat, nicht zuletzt seit sie sich von Spock getrennt hat. Das Ziel wird erreicht, auch wenn sich das Ende etwas lahm anfühlt.
Spaß ist vor der Kamera dabei
Aber das trifft ebenfalls auf die gesamte Episode zu: Sie schafft es nur selten, den Zuschauer zu faszinieren und in ihren Bann zu ziehen. Überwiegend schaut man zu und ist einfach sehr schnell sehr genervt von den Ereignissen, die hier stattfinden.
Das Problem ist: Man merkt, dass die Schauspieler Spaß an der Sache hatten. Dass sie mit Vergnügen ihre jeweiligen überkandidelten Gegenparts darstellten. Aber der Spaß will nicht auf den Zuschauer überspringen. Im Gegenteil: Man ist, wie bereits oben erwähnt, genervt.
Das Problem ist ja auch, dass dies die vorletzte Episode der aktuellen Staffel ist. Und man hat nicht das Gefühl, dass das Staffelfinale in irgendeiner Art und Weise großartig vorbereitet wurde. Das ist natürlich eine Konsequenz daraus, dass es in dieser Season bewusst keinen großen übergreifenden Plot gab. Sondern sich stattdessen auf überwiegend für sich alleinstehende Folgen fokussiert wurde, die auf einem Gimmick aufbauten. Und das rächt sich jetzt.
Ein Abgang, der leider irgendwann geschehen musste
Am Ende ist dies eine eher überflüssige Folge. La’an mag zwar von ihr etwas profitieren. Aber das ändert nichts daran, dass man auch gut auf diese Episode hätte verzichten können.
Info
Regie: Sydney Freeland
Drehbuch: Onitra Johnson
Showrunner: Akiva Goldsman, Henry Alonso Myers
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