Einmal mehr wird Worfs Verhältnis zu der klingonischen Kultur und zu seinem Sohn Alexander thematisiert.
Inhalt
Worf (Michael Dorn) hat immer noch große Schwierigkeiten, seinem Sohn Alexander (Brian Bonsall) sein klingonisches Erbe näherzubringen. Dieser weigert sich noch immer beharrlich, ein Krieger zu werden. Um seine Meinung zu ändern, besuchen sie beide ein klingonisches Fest auf dem Außenposten Maranga IV. Schon kurz nach ihrer Ankunft werden sie von einer Gruppe Klingonen angegriffen. Nur mithilfe von K’mtar (James Sloyan), dem sogenannter Gintak des Hauses von Moghm können sie sie in die Flucht schlagen. K’mtar behauptetm von Worfs Bruder Kurn geschickt worden zu seinm um ein Attentat auf dessen Leben zu verhindern. Doch schließlich stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der vorgibt zu sein …
Rezension
Wieder einmal greift diese Folge ein bereits bekanntes Thema auf: Worfs noch immer kompliziertes Verhältnis zu Alexander. Schon seit dieser auf der Enterprise lebt, bemüht Worf sich, ihn zu einem gestandenen Klingonen nach seinem eigenen Vorbild zu erziehen, jedoch ohne wirklich nennenswerten Erfolg. Hier in dieser Episode erfahren wir nun, was für einen Verlauf sein Leben genommen hätte, wäre er konsequent den Weg seines Vaters gefolgt. K’mtar, der in Wahrheit Alexander ist, der aus der Zukunft gekommen ist, gibt sich selbst die Schuld am Tod von Worf, gerade weil er sich als Kind stets weigerte, die klingonischen Kampftechniken zu erlernen.
Die Episode macht einmal mehr deutlich, was für einen riesigen Stellenwert das Erbe seiner Heimatwelt für Worf hat. Bisweilen grenzt die Hingabe an die alten Traditionen des Klingonen fast schon ans Fanatische, was den Widerwillen seines Sohns, sein Leben nach dessen Vorstellungen zu leben, teilweise erklärt. Er jedoch kann sich gar keine andere Zukunft für seinen Sohn vorstellen als jene, die er für ihn sieht. Doch dass er am Ende einsieht, dass es am wichtigsten ist, Alexander selbst entscheiden zu lassen, was er aus seinem Leben machen will, zeigt eben auch, wie sehr Worf sich in der Zeit seit Beginn der Serie verändert hat. Er ist längst nicht mehr so engstirnig wie einst, er hat die Bereitschaft entwickelt, sich selbst zu hinterfragen und seine Überzeugungen zu ändern, wenn dies das Beste für sich und auch für die Menschen, die ihm nahestehen, ist.
Ungewöhnlich ist an dieser Folge, dass Commander Riker hier das Kommando über die Enterprise hat, während Captain Picard in nur einer Szene zu sehen ist. Riker macht einen souveränen Job, als es darum geht, die Duras-Schwestern Lursa und Betor zu finden, die von K’mtar/Alexander beschuldigt werden, für das Attentat auf sein und Worfs Leben verantwortlich zu sein. Beim Verhör der beiden erfahren wir, dass Betor schwanger ist. Allerdings wird dieser Fakt bei ihrem nächsten Auftritt im Kinofilm Treffen der Generationen nicht mehr aufgegriffen. Auch wer der Vater ist, bleibt ein Geheimnis, was irgendwie schade ist. Vor allem aber wirkt die Idee, die wahre Identität von K’mtar aufzudecken, indem man diese Schwangerschaft in die Geschichte einbringt, etwas ungeschickt. Man hätte sie auf eine etwas elegantere Art enthüllen können, zum Beispiel indem K’mtar sich verplappert und versehentlich preisgibt, wer er ist und woher er kommt.
Lustig ist der Kurzauftritt von Quark aus Deep Space Nine, der Riker einige wertvolle Hinweise gibt, was einen schönen Querverweis zur Schwesterserie herstellt.
K’mtar wird von James Sloyan verkörpert, der in der Episode Der Überläufer aus der dritten Staffel als romulanischer Admiral Jarok zu sehen war.
Ritus der Aufsteigens ist eine gelungene Folge mit einer Botschaft, die vor allem für Eltern wichtig ist, was mal wieder zeigt, wie lebensnah Star Trek doch in seinen besten Momenten sein kann.
Info
Orignaltitel: Firstborn
Staffel 7 – Folge 21
Regie: Jonathan West
Story: Mark Kalbfeld
Buch: Rene Echevarria
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