Spotlight: Michael Dorn

Lesezeit circa: 6 Minuten

Michael Dorn hält viele Rekorde in Star Trek.

Ein Klingone nach seinem Geschmack

Der Schauspieler kam am 9. Dezember 1952 zur Welt. Sein Geburtsort war Luling, Texas. Aufgewachsen war er hingegen in Pasadena, wo er auch auf das College ging, um Radio und Fernsehproduktion zu studieren. Danach fing er eine musikalische Karriere an und spielte in verschiedenen Rockbands mit, wobei er zunächst nach San Francisco und hinterher nach Los Angeles reiste.

Doch irgendwann startete er seine Schauspielkarriere. Das war 1976, als er in Rocky als Bodyguard für Apollo Creed auftrat. Leider wurde er dafür ebenso wenig in den Credits gelistet wie auch bei seinem nächsten Auftritt, ein Jahr später in Des Teufels Saat. Besser lief es dann mit seiner nächsten Rolle. Denn zwischen 1977 und 1982 trat er insgesamt 60 Mal in der Kultserie CHiPS auf. Seine Figur hieß Jebediah Turner.

Seine nächste größere Rolle war auch diejenige, die ihn am bekanntesten machte. In Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert übernahm er ab 1987 die Darstellung von Worf, einem von Menschen aufgezogenen Klingonen. 176 Folgen lang stellte er den Charakter dar. Interessanterweise hatte er bei der Charakterisierung der Figur freie Hand, da sie erst relativ kurzfristig zur Serie hinzugefügt wurde. So wurde ihm nur die Hintergrundgeschichte gegeben, der Rest war seine eigene Erfindung.

Michael Dorn

Der Beste

Michael Dorn und Worf waren für die nächsten elf Jahre untrennbar. Es gab und gibt keinen anderen Schauspieler in der Star Trek-Historie, der seine Figur so lange am Stück darstellte. Dabei trat er nicht nur in TNG auf, sondern stellte einen Vorfahren seiner Figur im sechsten Kinofilm dar und war ab der vierten Staffel ebenso Teil des Casts von Deep Space Nine. Seine Figur verliebte sich in die Trill Jadzia Dax (Terry Farrell) und heiratete sie. Leider nahm die Beziehung ein tragisches Ende. Neben seinen Fernsehauftritten war er auch in allen Kinofilmen von TNG zu sehen. Insgesamt agierte er in 282 Folgen und fünf Filmen. Eine bis heute nicht übertroffene Bestmarke in der Geschichte von Star Trek!

Michael Dorn hält noch eine ganze Reihe an weiteren Rekorden. Neben Armin Shimerman ist er der Einzige, der in 11 verschiedenen Star Trek-Staffeln auftrat. Er, Jonathan Frakes, Marina Sirtis, Colm Meaney, Brent Spiner und Jeffrey Combs teilen sich den Rekord, als einzige Schauspieler in den Finals zwei unterschiedlicher Star Trek-Serien aufzutauchen. Am meisten hat er außerhalb des Franchise mit René Auberjonois zusammengearbeitet, nämlich sechsmal.

Ebenso interessant: Im Laufe der Jahre ist seine Stimme tiefer geworden, weil er sie für seine Rolle entsprechend immer verstellte. Auch hatte er während seiner Star-Trek-Zeit eine leichte Hautreaktion auf die Maske, die er für seinen Charakter in TNG trug.

Die Stimme kennt man doch?

Doch nicht nur bei Star Trek war Michael Dorn aktiv. Neben seiner Zeit bei dieser Serie verlieh er hauptsächlich seine Stimme diversen Fernsehserien. Im Laufe der Jahre konnte man ihn so beispielsweise in ein paar Episoden Die Dinos (1991-1992) in unterschiedlichen Rollen hören. Auch in Die Fantastischen Vier mit neuen Abenteuern vertonte er eine Figur, genauso wie von 1995 bis 1996 in Gargoyles auf den Schwingen der Gerechtigkeit, oder Cow and Chicken – Muh-Kuh und Chickie (1997 – 1999).

Doch nicht nur in Zeichentrickserien konnte man ihn hören. Auch in Computerspielen sprach er Figuren. Es waren vor allem Star Trek-Videospiele wie Klingon oder The Next Generation. Jedoch verlieh er ebenfalls einem Charakter in Fallout 2 seine Stimme. Einen seiner selten Realauftritte in seiner Star Trek-Zeit außerhalb des Franchise hatte er 1995 in einer Folge von Outer Limits – Die unbekannte Dimension.

Nach dem Ende seiner Zeit bei Star Trek, also nach Star Trek – Nemesis, trieb er seine vielfältige Karriere weiter voran. Seine Stimme konnte man in World of Warcraft (2004), Duck Dodgers (2003 bis 2005) oder in Batman: The Brave and the Bold (2009) hören. Als Schauspieler war er in Santa Clause 2 (2002) und Santa Clause 3 (2006) als Sandmann zu sehen, derweil er in Heroes von 2008 bis 2009 den US-Präsidenten darstellen konnte.

Nur Fliegen ist schöner

Und auch im letzten Jahrzehnt setzte sich das weiter fort. Er sprach Figuren in Mass Effect 2 und XCOM 2: War of the Chosen. Er vertonte Charaktere in Zeichentrickserien wie The Superhero Squad, Ben 10: Omniverse oder Die Garde der Löwen. Er selbst tauchte in End of the Road (2011), Castle (2011 bis 2015) oder Unbelievable!!!!!! (2020) auf. Interessanterweise sprach er in der Realserie Arrow von 2016 bis 2017 die Figur Prometheus, wobei er allerdings dafür nicht in den Credits aufgeführt wurde.

Michael Dorn ist ein Fan der originalen Star Trek-Serie und auch von South Park. Er hat mal gesagt, dass er sich gewünscht hätte, dass die Produzenten letzterer Reihe ihn gebeten hätten, sich in der Episode Vaginitis ohne Kalbsfleisch selbst zu sprechen. Er ist außerdem ein geübter Pilot, der mehrere Flugzeuge besitzt. Nachdem 2010 bei ihm eine sehr frühe Form von Prostatakrebs diagnostiziert wurde, wurde er Veganer. Über sein Familienleben ist nichts bekannt.

Unlike my most famous role, I’m a vegan in real life.

Michael Dorn im Web


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Götz Piesbergen
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