Review: Star Trek TNG 131 – In den Subraum entführt

Lesezeit circa: 4 Minuten

Unheimliche Erinnerungslücken erschüttern die Crew der Enterprise

In den Subraum entführt – Schisms
Staffel 6 – Episode 5

Was passiert in dieser Folge?

Während die Enterprise eine wissenschaftliche Untersuchung an einem ungewöhnlich dichten Sternenhaufen durchführt, treten bei mehreren Besatzungsmitgliedern, darunter auch Riker, Worf und Geordi, Erinnerungslücken und anscheinend unbegründete Anfälle von Paranoia auf. Riker fühlt sich regelrecht verängstigt, als er sich an die Steuerkonsole auf der Schiffsbrücke setzt und ihm dabei das Gefühl überkommt, von ihr eingeklemmt zu werden. Als er mit Deanna über seinen Zustand spricht, erzählt sie ihm, dass sich auch andere Crewmitglieder mit vergleichbaren Erfahrungen bei ihr gemeldet haben. Zusammen mit ihnen versucht sie auf dem Holodeck die Ereignisse zu rekonstruieren, in der Hoffnung, eine gemeinsame Ursache dafür zu finden. Doch was dabei ans Tageslicht kommt, übertrifft ihre schlimmsten Erwartungen …

Fazit

In den Subraum entführt stellt einen der seltenen Ausflüge von TNG in das Horrorgenre dar. Ganz ähnlich wie in der Episode Augen in der Dunkelheit leidet ein Teil der Crew auch hier unter Schlafstörungen, die sich in Halluzinationen manifestieren, die sie tagsüber hat. Doch anders als in jener Folge bemüht In den Subraum entführt eine gänzlich andere, weit gruseligere Erklärung dafür. In vielerlei Hinsicht fühlt man sich beim Schauen der Folge an die Berichte von Menschen erinnert, die behaupten von Außerirdischen entführt worden zu sein, welche sie des nachts aus ihren Betten holten und in ihre Raumschiffe verschleppten, um dort medizinische Experimente an ihren hilflosen Opfern durchzuführen.

Etwas sehr Ähnliches geschieht hier im Grunde mit der Crew der Enterprise. Die bemerkenswerte Holodeck-Szene, in der sie nach und nach herausfinden, was mit ihnen während der Zeitperioden, an die sie keine Erinnerung mehr haben, geschehen ist, ist der wirkungsvollste und unheimlichste Teil der Episode. Es ist für den Zuschauer spannend mit anzusehen, wie sich dieses Puzzle nach und nach zusammensetzt. Doch damit wären wir auch beim negativen Aspekt der Folge: Die Lösung des Rätsels wird nämlich durch ein Übermaß an Techno-Babble erläutert, das auch für den aufmerksamsten Zuschauer nur schwer nachzuvollziehen ist. Die Geschichte leidet darunter, dass es den Autoren nicht wirklich gelungen ist, die Herkunft der fremden Wesen in einfachen Worten anschaulich zu vermitteln. Vielleicht hätte man auf eine allzu ausführliche Erklärung auch einfach ganz verzichten sollen. Dies hätte auch des Gruselfaktor weiter erhöht.

Was hingegen positiv heraussticht sind die Leistungen der Darsteller: Vor allem Jonathan Frakes bringt – wie auch später in der Folge Phantasie oder Wahrheit? – die Angst und Unsicherheit Rikers perfekt rüber. Und sogar Michael Dorn darf hier eine gewisse Furcht zeigen, ohne das seine Figur Worf dadurch an Würde verliert.

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist die Regie. Sie kreiert geschickt eine düstere Atmosphäre, die sauch beim Zuschauer ein starkes Gefühl der Verunsicherung erzeugt, was natürlich auch noch dadurch verstärkt wird, dass man nie mehr weiß als die Charaktere. Auch dadurch entfaltet In den Subraum entführt das typische Flair eines guten alten Horrorfilms, der mehr auf psychologischen Grusel und weniger auf vordergründige Schockeffekte setzt. Das Ende, in dem wir schließlich sowohl die Fremden als auch ihr bizarres Labor zu sehen bekommen, besticht ebenfalls durch einen ungewöhnlichen Look, der durch originelle Kameraperspektiven und -fahrten verstärkt wird. So ist In den Subraum entführt eine zwar nur schwer verständliche, aber sehr atmosphärische Folge, die jedem gefallen wird, der Filme wie Unheimliche Begegnung der dritten Art oder auch Serien wie Akte X zu schätzen weiß,  und die mit Datas Gedichtlesung sogar einen komischen Kontrapunkt zu bieten hat.

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