Review: Star Trek TNG 25 – Die Verschwörung

Lesezeit circa: 4 Minuten

Captain Picard und Commander Riker kommen einer Verschwörung auf die Schliche.

Die Verschwörung – Conspiracy
Staffel 1, Episode 25

Inhalt

Captain Walker Keel, ein alter Freund von Captain Picard, bittet diesen zu einem geheimen Treffen auf einen abgelegenen Planeten. Dort vertraut er Picard an, dass er Hinweise auf eine großangelegte Verschwörung in den obersten Führungskreisen der Sternenflotte habe. Keel glaubt, dass die Admiralität möglicherweise von fremden Wesen infiltriert wurde. Picard tut dies zunächst als bloßen Unsinn ab, doch als Walker Keels Raumschiff kurze Zeit später zerstört wird, beginnt er doch selbst Nachforschungen anzustellen. Er befielt mit der Enterprise zur Erde zurückzukehren, um direkt im Hauptquartier der Flotte nach dem Rechten zu sehen. Dort macht die Crew eine Entdeckung, welche die Föderation tatsächlich in ihren Grundfesten erschüttern könnte …

Rezension

Die Handlung von Die Verschwörung ist eigentlich viel zu groß, um in eine einzige, 60-minütige Folge gequetscht zu werden. Wir erfahren, dass die wichtigsten Positionen der Sternenflotte schon seit Monaten von feindseligen Aliens unter deren Kontrolle gebracht wurden. Diese stellen somit eine ernsthafte Bedrohung für die gesamte Föderation dar und müssen schnellstmöglich aufgehalten werden, was dann am Ende der Episode auffällig schnell – man könnte auch sagen: überhastet – geschieht.

Damit wären wir auch schon beim Hauptproblem der Folge. Sie verspricht viel und hält wenig. Obwohl sie zu Beginn ein großes Mysterium erzeugt und den Zuschauer so auf den Fortgang der Story neugierig macht, macht sie aus der spannenden Grundidee doch recht wenig. Eine solche massive Verschwörungsgeschichte hätte man besser auf mehrere Episoden, vielleicht sogar eine ganze Staffel ausweiten können. Zwar wurde die Existenz der Verschwörung bereits in der Folge Prüfungen angedeutet, aber das ist viel zu wenig, um von einem folgenübergreifenden Handlungsbogen zu sprechen. In diesen Zusammenhang mutet es auch höchst sonderbar an, dass die Aliens nach dieser Episode nie wieder auftauchen. Sie scheinen nicht besonders motiviert zu sein, die Föderation wirklich zu erobern, wenn sie so schnell aufgeben.

Wäre es nach den Machern der Serie gegangen, wären sie auch nie in der Folge aufgetaucht, denn ursprünglich war geplant, dass die Admiräle der Flotte sich aus freien Stücken verschworen haben, ohne dabei von Aliens fremdgesteuert zu werden. Gene Roddenberry war jedoch dagegen, da er der Meinung war, dass meuternde Sternenflottenoffiziere nicht in das positive Bild passten, das er in Star Trek von der Zukunft zeichnen wollte. So mussten die Autoren notgedrungen auf das alte Motiv einer Alieninvasion zurückgreifen.

Aber trotz dieser offensichtlichen Schwächen ist Die Verschwörung eine durchaus packende und dramatische Folge. Ungewöhnlich ist, dass sie sogar einige Horrorelemente enthält, was man von Star Trek ja nun wirklich nicht gewohnt ist. Tatsächlich ist der Schluss, in dem Commander Remmicks Kopf durch Phaserbeschuss zu Explosion gebracht wird, so heftig, dass er in der deutschen Fassung sogar herausgeschnitten wurde. Auch die Aliens selbst wirken durch ihr spinnenartiges Design recht gruselig.

Besonders eindrucksvoll ist der Schluss der Folge gestaltet: Während die Enterprise langsam durch das Bild fliegt, hören wir im Hintergrund leise das Funksignal, welches die Invasoren entsandt hatten, um ihre Artgenossen vor der Menschheit zu warnen – zumindest in der deutschen Version. Im englischen Original freilich ist von einer Warnung keine Rede, vielmehr wird hier gesagt, dass es sich um ein Notsignal handelt, durch das die Aliens wohl Hilfe aus ihrer Heimat holen wollen.

Aber wie gesagt wird dies nie wieder aufgegriffen. Schade eigentlich, hätte hier doch viel Potential für spannende Geschichten gelegen. Dasselbe lässt sich auch für Die Verschwörung sagen, da die Episode ihr Potential ebenfalls nie zur Gänze ausschöpft und letztlich nicht viel mehr ist als ein zwar recht unterhaltsamer, aber nicht wirklich bedeutender Beitrag zur ersten Staffel.

 


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