Es zeigt sich, dass der Feind manchmal auch jemand ist, den man meint zu kennen.
Die Weichen werden gestellt
Bobbie (Frankie Adams) wird von ihrem Vorgesetzten Captain Martens (Peter Outerbridge) runtergeputzt, der sie auf den Mars verfrachten und dann unehrenhaft aus dem Militär entlassen will. Doch kurz, bevor der Transporter landen kann, muss er schon wieder abdrehen, weil es Gerüchte über einen Anschlag der OPA gibt. Daraufhin soll die Soldatin so lange Zimmerarrest haben, bis sie abtransportiert werden kann. Nur, dass sie vollkommen andere Pläne hat.
Auf Ganymed sind James Holden (Steven Strait), seine Leute wie auch ihr Auftragsgeber Prax (Terry Chen) Strickland (Ted Atherton) auf den Fersen. Doch es zeigt sich, dass der Wissenschaftler schon längst woanders ist. Und dass er es ihnen nicht einfach machen wird, ihm nachzufolgen.
Es wird spannend. Denn mit Hier gibt es Drachen werden die ersten Weichen fürs Staffelfinale gestellt. Bei dem dann auch gleichzeitig ungefähr die Hälfte der Romanvorlage adaptiert wurde. Und ohne zu viel zu verraten: Es wird noch einiges geschehen.
Es geschieht einiges
Nicht, dass diese Folge ereignisarm wäre. Im Gegenteil: Es geschieht hier einiges. Alle Plots werden weiterentwickelt und so manche Entwicklung ist sogar äußerst überraschend.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Plot rund um die marsianische Soldatin Bobbie. Hier ist die Überraschung das, was ihr Vorgesetzter von sich gibt. Er schwafelt die ganze Zeit davon, dass die junge Generation verweichlicht sei und dass es bei ihm jeden Tag Übungen gab, weil man einen Angriff der Erde befürchtete. Das lässt ihn natürlich nicht einem guten Licht dastehen und gemeinsam mit der Tatsache, dass man ihn später dabei erwischt, wie er mit dem eigentlichen Drahtzieher der Ereignisse kommuniziert, lässt ihn sogar äußerst unsympathisch wirken.
Allerdings macht es die Folge sich hier zu einfach. Denn durch das Verhalten des Captains und den Enthüllungen, die es über ihn gibt, wirkt er wie ein 08/15-Antagonist. Wie eine Art besserer Handlanger oder Schoßhündchen, das für den wahren Gegenspieler alles tut, um so einen Vorteil für sich zu erhalten.
Ein vergiftetes Angebot
Immerhin führt das zu einer interessanten Szene, als der wahre Antagonist eine Art offenes Angebot an Avasarala ausspricht. Die sich darauf einlässt, obwohl es offensichtlich ist, dass dies eine Falle ist. Aber sie wird sich was dabei gedacht haben, weshalb es spannend wird, wie es bei diesem Plot dann weitergehen wird.
Auch die Ereignisse auf Ganymed sind spannend geworden. Weil man hier kurzfristig die Hoffnung hat, dass es der Crew der Rocinante gelingt, Strickland und der entführten Mei auf die Spur zu kommen. Stattdessen stoßen sie auf etwas anderes, das zeigt, wie egoistisch manche Menschen handeln können.
Dabei ist interessant, dass man erfährt, dass die Siedlung auf dem Mond dem Untergang geweiht ist. Der Kaskadeneffekt, den der Wissenschaftler Prax vorausgesagt hat, wird aktiv. Womit die Ereignisse auf dieser Welt noch sehr dramatisch werden dürften.
Klischee lässt grüßen
Schade nur, dass es am Ende etwas klischeehafte Dialoge gibt, die nicht so ganz zur Folge und zur Serie passen. Das kann sie besser, das hat sie wiederholt bewiesen.
Doch davon abgesehen geschieht hier am Ende mehr als genug, um die Vorfreude auf die kommende Folge zu erhöhen. Fragen sind ja noch ausreichend offen, um die Spannung aufrechtzuerhalten.
Informationen
Regie: Rob Lieberman
Drehbuch: Georgia Lee
Showrunner: Mark Fergus, Hawk Ostby, Naren Shankar
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