Verlagsportrait: Saphir im Stahl

Lesezeit circa: 5 Minuten

Saphir im Stahl, ein Verlag mit einem sowohl schönen als auch einprägsamen Namen, stellt sich vor.

Der Verlag Saphir im Stahl wurde im Mai 2010 von Erik Schreiber gegründet. Sein Ziel war es, die eigenen Geschichten und Romane zu veröffentlichen und solche Bücher, die ihm gefallen. Daher verwunderte es nicht, dass die ersten Veröffentlichungen von Hanns Kneifel stammen. Die sieben Fernsehabenteuer von Raumpatrouille Orion in drei gebundenen Büchern. Jahre später folgten die 10 Abenteuer der Crew, die Horst Hoffmann geschrieben hatte, in fünf Büchern. Zur Zeit läuft eine neue Taschenbuchserie an. Sternenlicht Vereinigung, kurz Sternenlicht, ist eine Hommage an Raumpatrouille Orion. Inzwischen erscheint Band vier der Reihe.

Wölfe, Historie und Detektive

Geplant war, nur gebundene Bücher herauszubringen. Und so wurden folgerichtig die nächsten Bücher ebenfalls Hardcover. Als die Nachfrage nach Taschenbüchern stieg, machte sich der Herausgeber seine Gedanken, was die Leser interessieren könnte. Märchen sind schön, hieß es immer wieder von ihnen. Doch so leicht wollte es sich der Verleger nicht machen. Märchenbücher von Grimm, Anderson etc. gab es in jedem Verlag.
Damit setzte der Verlager ein erstes starkes Signal für die künftige Ausrichtung des Programms. Er entschloss sich, einen anderen Weg zu gehen. Neben den Märchen wurden Legenden und Sagen gesammelt und neu herausgegeben. In der Reihe Märchen, Sagen und Legenden erschien als erstes Taschenbuch Wolfsmärchen. Gesammelt wurden Märchen und Sagen über Wölfe von Nordamerika über Europa, Nordafrika bis zum vorderen Orient, eben überall dort, wo Wölfe heimisch sind. Sogar Wolfsparks wurden auf das Buch aufmerksam und verkauften es über ihre Verkaufsstellen. So wurde das Buch der heimliche „Bestseller“ von Saphir in Stahl.
Eine zweite Taschenbuchreihe machte sich erfolgreich bemerkbar. Unter dem Titel Historisches Deutschland werden alte Texte gesucht, aus der Frakturschrift übertragen und neu veröffentlicht. Begonnen hat es jedoch mit dem Buch Aus Bickenbach und dessen Umgebung vergangenen Tagen. Der Verleger fand auf einem Hofflohmarkt an seinem jetzigen Wohnort eben dieses Buch. Den alten Bildern setzte er aktuelle Aufnahmen gegenüber, wenn möglich vom gleichen Standort. Damit wurde das Taschenbuch für die Mitglieder der Gemeinde wieder interessant. Seither erschienen 14 Taschenbücher in dieser Reihe. Eine dritte Reihe nennt sich Übersinnliche Detektive. In bisher sechs Taschenbüchern wurden Detektivgeschichten veröffentlicht, die sich mit übersinnlichen, magischen und okkulten Themen beschäftigen. Zum Teil sind die Erzählungen aus dem letzten Jahrhundert deutsche Erstveröffentlichungen.

Saphir im StahlFür ‘nen Appel und ein Ei

Um sich intensiv um jedes Buch kümmern zu können, müsste der Verleger eigentlich seinen Brotjob kündigen. Doch als Kleinverleger kann man nicht vom Verlag leben. So bleibt es dabei, dass sich oft mehrere Personen an den Büchern beteiligen und dies oft aus Liebe zum Buch und unentgeltlich. Er arbeitet mit einer Gruppe von freien Mitarbeitern (Übersetzer, Lektoren, Grafiker, Setzer) zusammen. Sehr oft Menschen, die das Buch lieben und ihre Arbeit daran für die berühmten „Apfel und Ei“ hergeben. Und so entstanden im Lauf der Jahre knapp 100 Bücher. Ideen für noch viel mehr Bücher hat er auch noch.

Den Schwerpunkt des Verlages bildet immer noch die Phantastik, dazu kommt inzwischen das angesprochene historische (als Roman, als Sachbuch) danach das Regionale.

In Buchhandlungen, so Erik Schreiber, seien seine Bücher so gut wie nie vorrätig. Aber Jammern über die Buchhandelswelt muss nicht sein. Bei zig-tausend Titeln im Jahr, kann eine Buchhandlung diese nicht vorrätig halten. Er könne das verstehen, zumal sich einige seiner Bücher an eine sehr spezielle Leserschaft richten. Er liebt Bücher, also warum klagen? Während in seiner Jugend die Spielkameraden Cowboy und Indianer spielten, las er Karl May und nach einer langen Nacht, mit der Mondlandung im Fernsehen, die ihm sein Vater erlaubte zu sehen, hat sich seine Leidenschaft für Science Fiction gesteigert.
Die Akzeptanz des Verlages ist groß, gewann er doch mit der Kurzgeschichtensammlung Steampunk 2012 den Deutschen Phantastik Preis.

Gastautor: Erik Schreiber

Website: https://www.saphir-im-stahl.de/

 


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