Um Peggy Carters Hals beginnt sich eine Schlinge zuzuziehen, ohne dass sie es zunächst merkt.
Es wird dramatisch
Peggy (Hayley Atwell) und Jarvis (James D’Arcy) suchen all die Frauen auf, mit denen Howard Stark die letzten sechs Monate zusammen war. Sie vermuten, dass eventuell eine von diesen den flüchtigen Unternehmer benutzt und Krzeminski getötet hat. Doch ihre Suche bleibt ergebnislos. Wobei das bald eh erst mal irrelevant ist, weil andere Dinge auf einmal wichtiger sind.
Denn das SSR hält Carter für eine Verräterin und macht Jagd auf sie. Und während sie versucht, sich ihre ehemaligen Kollegen vom Hals zu halten, sind die wahren Drahtzieher längst weiter aktiv. Ohne, dass die Organisation es merkt, wird einer aus ihren eigenen Reihen hypnotisiert und damit manipuliert.
Man sollte nicht denken, dass Agent Carter nicht Drama kann, denn mit Auf der Flucht nimmt dieses schlagartig zu. Es ist wirklich wie eine sprichwörtliche Schlinge, von der bereits im Vorwort die Rede war, die sich um Agent Carters Hals legt.
Eine interessante Tat
Dabei muss das SSR schmerzhaft feststellen, dass es sie immer unterschätzt hat. Anscheinend mühelos wischt sie mit der ersten Welle an Agenten, die sie verhaften wollen, den Boden auf, und erweist sich auch danach als äußerst fähig, ihre männlichen Kollegen an der Nase herumzuführen.
Bis auf eine Ausnahme: Sousa, ausgerechnet derjenige, der entdeckt hat, dass sie ihre Organisation belogen hat, lässt sie laufen. Er meint zwar, dass, wenn sie davonläuft, sie beweist, dass sie schuldig ist, aber so recht passen seine Aussagen und seine Aktionen nicht zusammen. Es wirkt mehr als ob das, was er sagt, eine Ausrede ist, eine Rechtfertigung, die er gegebenenfalls später vorlegen kann, wenn er berichten soll, was geschehen ist.
Dabei sind die wahren Drahtzieher immer noch aktiv. Und hier überrascht die Folge im positiven Sinne. Denn sie spielt quasi mit dem Zuschauer.
Wunderbar aufs Glatteis geführt
Man sieht zunächst, wie Dottie Underwood in einer Zahnarztpraxis den Inhaber zuerst foltert und später umbringt, um kurz darauf ein Scharfschützengewehr zusammenzuschrauben und dann die Etage der SSR ins Visier zu nehmen. Genauer gesagt das Chefbüro, wo gerade Dr. Ivchenko zu Gast ist.
Man könnte meinen, dass die Schläferagentin vorhat, eine der beiden Personen in dem Büro zu töten. Doch dann sieht man, dass sie, wenn sie abdrückt, Lichtsignale gibt, die Dr. Ivchenko mitkriegt. Der gibt ihr heimlich Morsezeichen, mit denen er ihr weitere Anweisungen gibt. Darunter unter anderem, Peggy Carter umzubringen.
Das ist eine gelungene Szene, mit der man so nicht gerechnet hat. Vor allem auch deshalb nicht, weil der gute Psychologe sich als skrupellos herausstellt und sogar eine Person dazu bringt, sich selber zu töten, als er alles Wissen hat, das er benötigt.
Die Bühne ist bereit
Grandios ist dann auch der Moment, als Peggy zurück ins Wohnheim kommt, um dort in aller Eile den Behälter mit Steve Rogers Blut mitzunehmen. Denn das SSR ist ihr dicht auf den Fersen. Zu sehen, wie sie mit diesen Katz und Maus spielt, ist großartig. Es zeigt sich dabei, wie sehr die Organisation sie immer wieder unterschätzt hat.
Womit die Bühne für ein spannendes Finale gesetzt ist. Die Fronten sind geklärt und auch die Bedingungen. Und alles, was sich daraus entwickeln wird, wird man dann sehen.
Info
Drehbuch: Lindsey Allen
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: Stephen Williams
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