Endlich kann Agent Carter ihre Vergangenheit zu ihrem eigenen Vorteil nutzen.
Wiedersehen macht Freude
Dottie Underwood (Bridget Regan) mag wie ein freundliches Mädchen wirken, die im selben Wohnheim wie Peggy Carter lebt. Doch in Wahrheit hat sie eine düstere Vergangenheit. Sie wurde von Russland von Kindheitsbeinen an als gnadenlose Attentäterin ausgebildet. Als solche spioniert sie ihre Zimmernachbarin aus und findet Hinweise auf Starks gestohlen Erfindungen.
Peggy Carter (Hayley Atwell) selbst gelingt es derweil, endlich im SSR eine Mission zu erhalten. Sie begleitet einige ihrer Kollegen auf einen geheimen Einsatz nach Russland. Auf dem Weg dorthin begegnet sie alten Freunden: Dem Howling Commando, die sie gleich freudig begrüßen. Und gemeinsam machen sie sich an die Arbeit, wohl wissend, dass sie auch in eine Falle tappen könnten.
Im Feindesland bietet eine wohltuende Abwechslung des bisherigen Plotalltags. Denn zum ersten Mal ist Peggy nicht in Amerika aktiv. Sondern im Ausland. Und es gibt gleichzeitig eine Wiederbegegnung mit alten Bekannten, nämlich dem Howling Commando.
Es ist klar, wer stirbt
Wobei von denen nur Dum Dum Dugan, dargestellt von Neal McDonough, bereits im allerersten Captain America-Film auftrat. Der Rest wird in dieser Episode eingeführt. Erhält einen Namen, darf ein paar Zeilen sagen und das war es dann auch.
Es gibt allerdings einen, der ein wenig besonders ist. Denn er wird ein wenig verstärkt hervorgehoben. Damit sein Ableben, dass dann später in der Episode erfolgt, beim Zuschauer wenigstens etwas Resonanz hervorruft. Was leider sehr vorhersehbar ist. Besser wäre es gewesen, wenn einer der SSR-Agenten das Vorzeitliche segnet. Denn diese hatten bislang mehr genug Möglichkeiten, sich zu entwickeln.
Vor allem einer von ihnen erhält diese Folge deutlich mehr Profil. Die Rede ist von Jack Thompson. Der sich in dieser Episode einmal mehr wie ein chauvinistisches Arschloch aufführt. Zunächst beschwert er sich darüber, dass er mit Peggy gemeinsam auf eine Mission muss, dann sorgt er dafür, dass Daniel Sousa sie beim Umkleiden erwischt.
Erinnerungen an alte Zeiten
Doch im Laufe der Folge verändert sich sein Verhalten. Er wird stiller, zurückhaltender. Und ist auf ein Mal unter feindlichen Beschuss wie gelähmt. Erst später erfährt man, woran das liegt. Es hat alles mit seiner Heldengeschichte zu tun, die allerdings auf ihn enorme psychologische Auswirkungen hat. Was in diesem Genre eher eine Ausnahme ist.
Gleichzeitig bemerkt man aber auch, wie Peggy in dieser Mission förmlich aufblüht. Sie begegnet alten Freunden wieder, kann mit diesen über vergangene Zeiten reminiszieren, ehe sie anschließend später beweisen kann, dass sie mehr kann, als nur Kaffee zu holen. Hier erinnert sie sehr an die Peggy Carter, wie man sie im ersten Captain America-Film kennengelernt hat. Und die sie eigentlich beim SSR nicht sein darf.
Und doch entscheidet sie sich am Ende der Folge dafür, wieder zurückzukehren. Was aber auch verständlich ist, da der Verdacht gegen Howard Stark noch nicht aus der Welt ist. Es wartet also noch Arbeit auf sie. Ob sich dann das Verhalten von ihren Kollegen ihr gegenüber ändern wird, wird sich zeigen.
Es wartet Ärger!
Wobei zu Hause allerdings auch Ärger auf sie wartet. Denn Daniel Sousa hat herausgefunden, dass sie die Blondine war, die auf dem Ball war. Weshalb er sie jetzt ebenfalls verdächtigt, für die Gegenseite zu arbeiten. Das dürfte die nächsten Folgen noch sehr spannend werden.
Wobei dies nicht das Einzige ist, dass in den kommenden Episoden für Spannung sorgen dürfte. Denn da ist ja noch Dottie Underwood, bei der man noch nicht weiß, was sie vor hat. Will sie Peggy Carter töten? Oder Howard Stark aus dem Weg räumen? Es bleibt also weiterhin spannend. Und das ist ein schönes Gefühl.
Info
Drehbuch: Jose Molina
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: Peter Leto
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