[Perry Rhodan 3034] Ancaisin

Lesezeit circa: 3 Minuten

Sie erreichen die fremde Galaxis – und begegnen dem grauen Schleier.

Ancaisin
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Ancaisin
Erschienen: 11. Oktober 2019
Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbild: Arndt Drechsler

Zur Handlung

Perry Rhodan erreicht nach etwa 9 Monaten Flugzeit mit der RAS TSCHUBAI die Galaxis Ancaisin. 270 Millionen Lichtjahre liegen hinter ihnen.

Man trifft zuerst auf ein kleines Völkchen seltsamer und recht primitiver Außerirdischer. Die Quantam bekamen ihre Schiffe von den Laddhuna und wissen so gut wie nichts über Technik. Sie sind nach knappen 38 Jahren Flug mehr oder minder gestrandet.

Beim Besuch der Heimatwelt der Quantam ist exakt diese Welt nicht mehr aufzufinden. Ein Besuch des ehemaligen Mondes von Quantam zieht einen Angriff der Phersunen nach sich. Und eine seltsame, nicht zu ortende graue Wolke taucht auf und vernichtet eine SpaceJet.

Mit großer Mühe können Icho Tolot und sein Einsatzteam vom Mond gerettet werden.

Ein klasse Titelbild

Vorab muss ich mal das Titelbild des Romans loben. Geil. Einfach geil. Da hat Arndt Drechsler sich tatsächlich selber übertroffen. Es strahlt Ruhe und Glück aus. Hut ab dafür.

Die Reise nach Ancaisin

Die Handlung des Heftes hat mich doch ein wenig überrascht. Neun Monate Flug und kein Wort darüber? Kein einzelnes Heft nur dafür? Ich wittere da eine gewollte Lücke für entweder eine Miniserie oder ein einzelnes Buch. Was okay ist. In der Handlung an sich wäre der Flug zum Galaxiengeviert nämlich wohl eher Lückenfüller gewesen. Überdies hatten wir das ja schon bei fast jeder anderen Expedition.

Graue Wolken? Grauleben?

Die Hüllenausflüge von Gry O’Shannon hatten etwas von Erhabenheit und menschlich ist sowas überdies. Die entdeckte Wolke gab dem Roman einen unheimlichen Touch. Zumal diese Wolke nicht angemessen werden kann, nur optisch ist sie erfassbar.

Die Wolke taucht später nochmal beim Mond der Quantam auf. Es scheint, als löse sie normale Materie auf. Beim Hinsehen macht sie irgendetwas mit den Betrachtern, was mich an die Vitalsupressoren erinnert. Und mich auch ein wenig an das Grauleben erinnern. Würde auch passen. Vitalenergie, Grauleben, diese zusammengehörenden Komplexe hatten wir ja schon damals zu Zeiten des Tiefenlandes. Dennoch ist es noch zu früh, da Verbindungen zusammenzudichten. Warten wir mal das Heft nächste Woche ab.

Die Quantam haben wir leider nur rudimentär kennenlernen dürfen. Scheint mir eine recht interessante Spezies zu sein. Natürlich recht primitiv, was Technik betrifft. In anderen Bereichen vielleicht uns um einiges voraus. Speziell ihre Symbiose mit den Horchhäuten kam mir etwas zu kurz. Interessante Aspekte wurden angedeutet. Aber leider nicht tiefer beleuchtet. Auch hier hoffe ich auf das Heft der Folgewoche.

Action und ein Fazit

Action gab es auch satt. Diesmal passte es auch perfekt in die Handlung hinein. Da hat Michael Marcus Thurner genau den richtigen Moment erarbeitet und passend dosiert. Auch hier Hut ab!

Als Gesamturteil bleibt mir ein positiver Eindruck. Das Heft hatte etwas an sich, was eigentlich bereits für einen 50er-Band in einem Großzyklus gereicht hätte. Sicherlich werde ich auch hier Kleinigkeiten überlesen haben. Das Heft hat mich halt zu sehr gefesselt.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

5 Gedanken zu „[Perry Rhodan 3034] Ancaisin

  • 11. November 2019 um 09:32
    Permalink

    Gegrüßt.
    War ebenfalls irritiert, dass die 9monatige Reise mit wenigen Sätzen abgehandelt wurde. Das gerade, wo man doch NUR dank technischer Zubauten der Zain-Konstrukte dazu (inkl. Rückreise) in der Lage war und somit von deren Technik und Wohlwollen abhängig gewesen ist. Da wäre ich doch etwas flugbesorgter gewesen, wo man diese ZK doch zuvor kaum je hat kennenlernen können und über sie ergo nahezu nichts weiß (noch so gutgemeinte Absichten). Annba ist mitgeflogen, wird ganz kurz erwähnt, als Gry ihren Außenausflug macht, was er da aber treibt ins einer merkwürdigen „meditativen Abgewandtheit“…. Der Außenausflug ist wirklich gelungen und vermittelt die besagte Erhabenheit, situativ sehr toll. Weil wir diesen und weitere Szenen aber mit ihr erleben, vermittelt sich mir dafür umso weniger, wieso sie ach so nervig sein soll, dass selbst Perry (nach der kurzen Zeit des Wiederwachseins) schon gereizt auf sie reagiert. Liest sich für mich so, als stünde das im Exposé und müsse rein, nur dass sich aus der Handlung das – bisher (für mich) – so nicht ergibt. Fand sie im Gegenteil wegen ihrer Art und v.a. des Hinausgehenwollens durchaus sympathisch (im Gegensatz zu jemandem im Folgeroman, der mich mit seiner Art sehr wohl nervte). Stelle mir höchst eindrücklich vor, wie sich aus Hunderten LJ Entfernung die Galaxis darstellt und dann diese Schleier aufziehen und den so erhabenen Blick trüben.
    Irritiert des Weiteren darüber, dass sie so supersupi InSos am Galaxisrand nur entvölkerte/unbewohnte Systeme vorfinden, sich dort also nichts tut und sehr ruhig ist. Um dann inmitten des Nirgendwo, also des grenzenlosen Leerraums zwischen Sternen das kleine und nicht mal technisch leuchtfeuernde Quantam-Schiff problemlos aufzuspüren? Weil sich ganze hochtechnisierte Dunkelwelten im Finstern des leerräumlichen Vakuums versteckt halten können (ab 2700 ausführlich thematisiert), findet man so nebenbei das Schiffchen im Nichts? Ja, MUSS für die Handlung, aber mir zu zufällig und herbeigeschrieben.
    Bei finaler Action fieberte ich durchaus mit, ob es v.a. die beiden Quantam schaffen (oder ob sie dramaturgisch gewollt geopfert werden).
    Irritiert zum Dritten: Dass Icho anderen „mein Kleiens“ anbietet, okay. Dass diese ihn dann aber nahezu unhöflich „Tolot, du…“ oder gar bloß Icho rufen statt „Tolot, Sie…“ oder freundschaftspassend Tolotos… Ist der Haluter auf seine jahre verterranisiert worden und redet, wie ihm der Schnabel wächst und achtet nicht mehr auf halutische Geflogenheiten? Oder soll darüber Grys forsche und wenig anstandsberücksichtigende Art vorgeführt werden?
    Fürchte @Quantam, dass sie nur das „Einstiegsvolk“ sind und nur dazu herhalten müssen, als naive galaktische Neulinge nicht von Anfang an zu viel verraten zu können (sich langsam nur informationell entblätternde Handlung; Alternative hochstehend wissendes Volk, das aber nur ES-esk verschwurbelt und bruchstückhaft orakelnd informiert). Am Zyklusanfang waren es in der Milchstraße die Olubfaner, die noch im Folgeroman am Rande vorkamen, um dann völlig zu entschwinden. Narrativ verständlich, emotional liegen mir diese „Vorbeiflugvölker“ nicht so wirklich.
    SO ODER SO spannender Auftakt im Galaxiengeviert/Ancaisin!

  • 12. November 2019 um 11:31
    Permalink

    Ergänzt:
    A) Tolotos würde natürlich niemals je „mein Kleiens“, sondern stets immer nur planhirnkorrekt „mein Kleines“ sagen“:-)
    B) Autorenheit MIMATHU aus der Schriftlichkeitsballung MIMATHUIA musste gerade bei titelbildgebender und von uns beiden als „erhaben“ eingeschätzter Szene ranklotzen, sich in die Figur (Gry) sehr hineinversetzen, um die Szenerie entsprechend einfangen zu können
    https://mmthurner.wordpress.com/2019/10/08/einige-worte-zu-perry-rhodan-3034/
    C) Mit Nr.3036 stammt ein Viertel des Zyklus von MMT, was er – wie er hier exklusiv offenbart – nur aus reiner Geldgier betrieben hat:-)
    https://mmthurner.wordpress.com/2019/10/08/einige-worte-zu-perry-rhodan-3034/
    Auch oft gelesen und hier wieder bestätigt, dass und wie Figuren (hier Gry) eigenständig zu werden drohen und „Charakter entwickeln“ gegenüber den Autor.
    Finde auch hier wieder spannend, was die Autoren so in die Handlugn unterbringen, eben auch vielfach Persönliches/Biographisches (letzte Frage @Drillmaster und seine Militärdienstzeit)

  • 12. November 2019 um 11:35
    Permalink

    Ergänzt:
    A) Tolotos würde natürlich niemals je „mein Kleiens“, sondern stets immer nur planhirnkorrekt „mein Kleines“ sagen“:-)
    B) Autorenheit MIMATHU aus der Schriftlichkeitsballung MIMATHUIA musste gerade bei titelbildgebender und von uns beiden als „erhaben“ eingeschätzter Szene ranklotzen, sich in die Figur (Gry) sehr hineinversetzen, um die Szenerie entsprechend einfangen zu können
    https://mmthurner.wordpress.com/2019/10/08/einige-worte-zu-perry-rhodan-3034/
    C) Mit Nr.3036 stammt ein Viertel des Zyklus von MMT, was er – wie er hier exklusiv offenbart – nur aus reiner Geldgier betrieben hat:-)
    https://mmthurner.wordpress.com/2019/10/08/einige-worte-zu-perry-rhodan-3034/
    Auch oft gelesen und hier wieder bestätigt, dass und wie Figuren (hier Gry) eigenständig zu werden drohen und „Charakter entwickeln“ gegenüber den Autor.
    Finde auch hier wieder spannend, was die Autoren so in die Handlung unterbringen, eben auch vielfach Persönliches/Biographisches (letzte Frage @Drillmaster und seine Militärdienstzeit)

  • 12. November 2019 um 18:05
    Permalink

    WoW… Du machst Dir so viel mehr Gedanken wie ich und bringst diese auch so viel besser zu Papier. Ich überlege ernsthaft, Dir nahezulegen, meine Reviews zu übernehmen. Nein, im Ernst, ich kann mich nur verneigen und für Deine Kommentare herzlichst bedanken. Und Dir das Signal geben, doch mal mit Marco zu sprechen 🙂

  • 19. November 2019 um 20:45
    Permalink

    :)) Danke für die Blumen. Sie waren offensichtlich aus Grauer Materie und seeehr anziehend (Mario-Gabe?), dass dein Advokat marioli (perrysprachlich für Marco;-) )das Netz schon ausgeworfen hat – aus Gründen. Nun bin ich mitten drin statt nur dabei und habe dabei nicht mal die Folgeromane durchkommentiert *es sich auf den To-Write-Zettel schreib*
    So, nun aber ans Werk und aufgepasst, mit Begriffen arglose Mitlesende nicht zu spoilern.
    Und das mit dem Mehr an Gedanken: ich lese ja nur das eine Perry-Heft pro Woche und bin nicht so vielseitig hochaktiv, weshalb ich eben auch nur an das eine denke 😀 Dann bekommt der Perry der Woche das ganze Fett ab; das lässt es mehr wirken. Mal sehen, ob ich ab nun an eine Schriftlichkeitsballung hin zu einer Wortquelle betreibe oder es doch eine Wortsenke größter Tristess wird, die nur so von grauen Schleiern umwölbt ist mit undurchsichtigen Satz- statt Zain-Konstrukten, vor denen dann auch alle Lese-Cairaner in die nächstbeste Milchstraße entfliehen und Übles in ihren Außenhänden führen.
    Außerdem verrate ich niemandem, wie lange so ein Beitrag reift 😛

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