Was würdest du tun, wenn du dem Mörder deiner Mutter wieder begegnest?
Typisch Katara
Zuko (Dante Basco) ist mittlerweile fester Bestandteil der Gruppe um den Avatar. Alle mögen ihn und vertrauen ihm. Alle, bis auf Katara (Mae Whitman), die ihm immer noch den Verrat vorwirft, den er damals in Bar Sing Se begangen hat.
Als die Gruppe vor Azula (Grey DeLisle) und der Feuernation fliehen muss, fasst sich Zuko ein Herz. Nach einem Gespräch mit Sokka (Jack DeSena) beschließt er, Katara ihren sehnlichsten Herzenswunsch zu erfüllen. Er will mit ihr herausfinden, wo sich der Soldat aufhält, der einst ihre Mutter getötet hatte.
Es war schon immer etwas, was Katara auszeichnete. Einerseits war sie der Ruhepool der Gruppe, die Mutter des Teams, die dafür sorgte, dass sich alle benahmen oder ihre Lektionen lernten. Andererseits konnte sie ziemlich aufbrausend und stur sein. Wenn ihr etwas gegen den Strich ging, dann sagte sie dies auch, wie man ja am Ende der ersten Season sehen konnte.
Eine verdammt nachvollziehbare Ursache
Doch selbst mit Toph konnte sie sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit befreunden. Anders als Zuko, den sie immer noch die kalte Schulter zeigte. Wieso sie dies tat, erfährt man dann hier in Schatten der Vergangenheit.
Man erfährt, auch durch Rückblenden, dass die Feuernation einst ihren Stamm angriff und ein Soldat ihre Mutter, die damals außer ihr die einzige Bändigerin war, tötete. Was dann natürlich klar macht, weshalb sie so handelt, wie sie es eben tut. Wieso sie generell schlecht auf die Feuernation zu sprechen ist.
Für Zuko ist dies die letzte Episode, bei der er mit einem Mitglied der Gaang Boden gut macht. Toph war in Der westliche Lufttempel die Erste, die ihm trotz der Tatsache, dass er ihr aus Versehen die Fußsohlen versengte, verzieh. Bei Aang war es das Abenteuer in Sonnenkrieger und Feuerdrachen, derweil Sokka ihm nach dem gelungenen Ausbruch in Der brodelnde Fels ihm alles nachgesehen hatte. Nur eben Katara nicht.
Wie weit ist sie bereit zu gehen?
Und man muss es dem ehemaligen Prinzen der Feuernation zu Gute halten, dass er wirklich versucht, es mit der Wasserbändigerin gut zu machen. Er unternimmt in dieser Folge wirklich enorme Anstrengungen, unter anderem, dass er mit ihr gemeinsam aufbricht, um eben herauszufinden, wo sich der Mörder ihrer Mutter aufhält.
Diese Suche entwickelt sich für Katara schon fast zu einer Angelegenheit der Besessenheit. Kaum hat sie erfahren, dass Zuko ihr dabei helfen kann, ist dies nahezu ihr einziger Lebensinhalt. Für den sie sogar auf Schlaf verzichtet, auch wenn der Feuerbändiger sie dann doch dazu bringt, etwas die Augen zu schließen. Was ein erster Hinweis darauf ist, dass sie ihm langsam vertraut.
Dabei sieht man im Laufe dieser Folge, was für eine mächtige Wasserbändigerin Katara geworden ist. Allerdings auch, dass sie für die Suche ebenfalls bereit ist, ihre eigenen moralischen Prinzipien über Bord zu werfen. So foltert sie einen Feuerbändiger, als sie Blutbändigen einsetzt, etwas, was sie eigentlich nach den Erfahrungen in Drama um Hama nicht mehr machen wollte.
Ein enttäuschender Auftritt
Und so stellt sich am Ende die Frage, wie weit sie gehen wird. Wird sie den Mörder umbringen? Oder wird sie davon absehen? Die Antwort, die daraufhin geliefert wird, ist eine äußerst zufriedenstellende.
Dabei ist das Handlungstempo der Folge enorm hoch. Die Dinge überschlagen sich zwar nicht, aber es bleibt dennoch kaum eine Atempause, weil es unbedingt weitergehen soll. Gegebenenfalls war das ursprünglich sogar ebenfalls ein Zweiteiler, der dann aus Produktionsgründen auf eine Einzelfolge runtergekürzt wurde? Falls ja, ist dies überwiegend gelungen.
Überwiegend deshalb, weil zu Beginn der Folge Azula auf ein Mal auftaucht und die Gruppe angreift. Wie sie es geschafft hat, sie zu finden, wird nicht erwähnt oder gezeigt. Sie ist einfach da, liefert sich ein kleines Duell gegen Zuko, wo er glänzen kann und dann ist sie auch nicht mehr von Relevanz. Angesichts der Bedeutung, die sie für die Serie hat, ist das schon sehr enttäuschend.
Dennoch ist dies für die Beziehung zwischen Zuko und Katara eine wegweisende Folge. Mal schauen, was jetzt als Nächstes geschehen wird. Die letzte Einstellung gibt diesbezüglich ja einen eindeutigen Hinweis.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos
Drehbuch: Elizabeth Welch
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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