Diese Folge ist reich an Anspielungen auf den reichhaltigen Batman-Mythos.
Wieder einige Anspielungen
Carrie Kelly (Juliet Donenfeld) ist ein kleines Mädchen, das bei Adoptiveltern lebt. Sie ist ein scheinbar vorbildliches Kind, auch wenn Harvey Bullock (John DiMaggio) sie nach der Ausgangssperre draußen erwischt. Doch in Wahrheit ist sie als maskierte Vigilantin in der Nachbarschaft unterwegs. Sie verkleidet sich als Gray Ghost!
Doch überwiegend kümmert sie sich nur um weggelaufene Hunde oder Kinder, die Ärger machen. Bis ihr Fahrrad von einem Lieferwagen zerstört wird. Dieser gehört Mister Zero (Kevin Michael Richardson), der für die Unterwelt Leichen entsorgt. Und das Ziel von Batman ist, der herausfinden möchte, wo Rupert Thorne (Hamish Linklater) ist!
Mit Stunde Null präsentiert die Batman Caped Crusader-Reihe wieder einige Anspielungen auf die Batman-Mythologie. Wobei sie diese gleichzeitig erneut auf eine eigene Art und Weise interpretiert. Das Ergebnis ist eine äußerst vergnügliche Folge.
Die wunderbare Welt der Comics
Der Name Carrie Kelly stammt aus Die Rückkehr des Dunklen Ritters. In diesem Meisterwerk aus der Feder Frank Millers war sie ein junges Mädchen, dass die Identität von Robin annimmt und dann später an der Seite eines gealterten Batmans kämpft. Gray Ghost stammt hingegen aus der Batman – The Animated Series. Dies war der Name eines Pulpheldens, in dessen neusten Film Bruce Wayne und seine Eltern reingingen, ehe Letztere getötet wurden. Dieser Charakter wurde extra für die Zeichentrickserie erschaffen, da diese zu diesem Zeitpunkt nicht die Rechte an Zorro besaßen, der in den Comics der Kinofilm war, in dem die Familie Wayne reingingen.
Mister Zero ist der vielleicht größte Unterschied zu den Comics. Gemein ist der Name und die Affinität, Leute einzufrieren. Doch wo in der Welt der bunten Bilder er ein bleicher Mann ist, der, in der aktuellen Kontinuität, auf einen speziellen Anzug angewiesen ist und der seine Frau retten möchte, die wegen einer tödlichen Krankheit eingefroren ist. Übrigens heißt er in den Comics Mister Freeze. Mister Zero hieß er nur, als er im Silver Age das erste Mal auftrat.
In der Caped Crusader-Reihe ist Mister Zero ein farbiger Mann, der anscheinend einen Vokalisierer nutzen muss. Jedenfalls klingt seine Stimme mechanisch und er trägt einen entsprechenden Kragen. Außerdem scheint er mehr daran interessiert zu sein, andere Menschen als Kunstobjekte zu nutzen. Es ist ein interessanter, anderer Ansatz, diese Figur darzustellen. Wie es für diese Serie üblich ist, die ja schon oft bekannte Charaktere unterschiedlich interpretiert hat.
Das macht Spaß
In jedem Fall ist dies eine äußerst spaßige Folge. Carrie Kelly fühlt sich wie ein frischer Wind an, die mit ihrem Willen, Gutes zu tun, aber auch ihrer Intelligenz und Gewitztheit glänzen kann. Dass Batman auf sie zunächst ablehnend reagiert und sie sogar nach Hause schicken möchte, ist vorhersehbar. Ebenso, wie die Tatsache, dass sie sich nicht daran hält und ihm später das Leben rettet.
Aber es stört einen nicht. Eben weil sie einem sofort so sympathisch ist. Dies und die Tatsache, dass Mister Zero einen ebenfalls so fasziniert, sorgt dafür, dass man über die Vorhersehbarkeit hinwegsehen kann. Man wird ja auch hierfür belohnt, da die Episode so unterhaltsam ist.
Außerdem wird jetzt endgültig ein für alle Mal geklärt, was mit Rupert Thorne ist. Das letzte Mal sah man den Gangsterboss, wie er vom Joker entführt wurde. Der ihn dann auch getötet haben muss, da seine Eisstatue mit dem typischen Joker-Grinsen zu sehen ist, woran bereits viele Leute gestorben sind.
Immer noch ein Arschloch
Sehr schön ist auch der Auftritt von Harvey Bullock. Seit er zu Beginn der ersten Folge der Staffel zum Streifenpolizisten degradiert wurde, ist er nicht mehr in Erscheinung getreten. Weshalb man sich ebenfalls fragte, ob die Serie ihn vergessen hat? Zum Glück tritt er jetzt wieder in Erscheinung und zeigt sich als ein Arschloch per Excellence. Als jemand, der es sichtlich genießt, Carrie Kelly festzunehmen und ihren Adoptiveltern zu übergeben. Und dabei ein paar abfällige Sprüche über Adoptivkinder abzulassen. Er ist also wieder das Arschloch vom Dienst und man feiert es.
Es ist eine spannende und vergnügliche Folge. Die am Ende auch noch ein klein wenig das Finale vorbereitet. Besser kann es nicht sein.
Info
Drehbuch: Julie Benson & Shawna Benson
Showrunner: Bruce Timm
Regie: Matt Peters
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