In ihrem neusten Fall begibt sich Crissi auf eine Reise in die Vergangenheit und auf eine Schatzsuche der besonderen Art.

Es wird wieder warm(herzig)
Weihnachten naht und Crissi bereitet mit ihrer Mutter alles für das Fest vor. Ehe sie gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen am nächsten Tag zu der Buchbinderin Sandra fahren, bei der sie einen Tag verbringen. Als sie ein verschlossenes Zimmer finden, dürfen sie dies aufräumen und finden dort eine verschlossene Kiste.
Als sie diese mit der Buchbinderin öffnen, finden sie einen Zettel, der sie auf eine Schatzsuche führt. Fünf Schätze müssen sie finden, um den wahren Schatz zu kriege. Jeder neue Schatz ist ein besonderes Erlebnis. Und gleichzeitig für Sandra eine Reise in ihre eigene Vergangenheit, an die sie nur wenige Erinnerungen hat.
Ein neuer Band von Crissis Tagebücher bedeutet für mich mittlerweile für einen Moment einfach nur abschalten. Mich auf eine warmherzige Geschichte einlassen, bei der man nicht nur ein spannendes Abenteuer erleben kann. Sondern ebenso erlebt, wie die Figuren gewachsen sind.
Die Zeit schreitet voran
Denn die Zeit bleibt nicht stehen, wie man in Der letzte der fünf Schätze erlebt. Zwar garniert Crissi ihre Erlebnisse immer noch mit vielen kunterbunten Zeichnungen und man liest, was sie bewegt. Doch ist sie unbestreitbar älter geworden, seit sie im ersten Band den geheimnisvollen Zoo gefunden hat.
Das merkt man an Kleinigkeiten. Wie beispielsweise, dass sie die Leute nicht mehr als Werkzeuge ansieht, sondern ihnen die Wahrheit sagt. Daran sieht man, dass sie ihre Lektion aus dem zweiten Band wirklich gelernt hat.
Und doch bleibt sie immer noch dieselbe Crissi wie eh und je. Ein nettes Mädchen, dass einem guten Geheimnis oder Rätsel nicht Nein sagen kann. Und sich deshalb auch darin vertieft.
Nie allein
Wie es in der Reihe üblich ist, hilft sie dabei bestimmten Personen. In diesem Fall ist es die junge Buchbinderin Sandra. Für die diese Schatzjagd eine Reise in die Vergangenheit ist. Anscheinend ist etwas damals vorgefallen, was sie aus ihrem Gedächtnis gestrichen hat. Was genau geschehen ist, erfährt man erst im Laufe der Geschichte. Die einen entsprechend fesselt.
Es ist faszinierend zu sehen, wie Crissi vorgeht. Was sie an den jeweiligen Stationen erlebt und was sie dann alles berichtet. Das gibt dem Comic eine wunderbar warmherzige Note, weil man einfach merkt, wie neugierig sie ist und wie offen sie allem begegnet.
Dabei ist sie natürlich nicht alleine. Ihre Freundinnen begleiten sie ebenfalls. Und man merkt im Laufe des Albums, wie ihre Freundschaft durch dieses Erlebnis nur noch verstärkt wird.
Erneut großartig
Es ist ein großartiges Comicalbum. Eines, dass eben nicht nur diverse Handwerke näher vorstellt. Sondern auch eins, dass sich mit dem Thema Verlust beschäftigt. Denn einige der Figuren, die man in dieser Geschichte kennenlernt, haben auf die eine oder andere Art Menschen verloren, die ihnen nahestanden. Und trauern teilweise noch heute um sie.
Natürlich sind die Illustrationen ebenso stark. Die Besonderheit sind dabei erneut die einzelnen Seiten aus dem Tagebuch von Crissi selbst. Sie wirken wirklich so, als ob sie von einem jungen und neugierigen Mädchen verfasst worden sind.
Es ist einfach nur wieder großartig. Es ist eine Albumsreihe, bei der man sich immer wieder darauf freut, sie zu lesen.
Info
Story: Joris Chamblain
Zeichnungen: Aurélie Neyret
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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