[Perry Rhodan 265] Das Zeitauge

Lesezeit circa: 3 Minuten

„Das Zeitauge“ – Die Lebenden rufen die Toten – Signale der CREST erreichen die Verschollenen der Zeit.

Das Zeitauge
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erschienen: 1966
Autor: H. G. Ewers
Zeichner: Johnny Bruck

Handlung

Perry Rhodan lässt drei Spezialisten der CREST III durch Teleporter nach Lemur bringen. Es scheint klar zu sein, dass die Rückkehr in die eigene Zeit nur über einen Zeitagenten der „Meister der Insel“ führt. Hier hätte man jetzt ein wenig über die Alltagskultur der früheren Menschheit berichten können, aber diese Chance ist vertan worden. Stattdessen gibt es im vorliegenden Heft ein ziemliches Hin- und Her zwischen verschiedenen Handlungsorten. Gewürzt wird das Chaos mit einer Nebenhandlung rund um den Psi-Roboter Log. Dieser wird im Verlauf des Heftes zu dem aus den ersten Heften des MdI-Zyklus bekannten Dull und somit noch mächtiger als zuvor. Zudem wird klar, wir befinden uns in der Endphase des Krieges der Lemurer gegen die Haluter. Die Motive der Haluter für den Krieg liegen im Dunkeln verborgen.

Rezension

Ich gebe offen zu, ich hatte echte Probleme, den vielen schnellen Sprüngen in der Handlung wie auch der Logik zu folgen. Zu vieles wurde hier in ein Heft gepresst. Heute würde man wohl drei oder vier Hefte daraus machen, was der inneren Logik gut getan und Raum für mehr Betrachtungen des normalen Alltags gebracht hätte. Sprich, Lebendigkeit wäre möglich gewesen.

Zum Ausgleich muss man sagen, „Das Zeitauge“ war unheimlich fesselnd und spannend. In der Hinsicht hat man damals fast immer geliefert. Auch wenn es ein Chaos im Heft wie hier gab.

Allgemeines

Wesentliche Erkenntnisse gab es zwar so nicht, dafür aber viele neue Aspekte und Eckpunkte, die man erst Jahrzehnte später wieder aufgegriffen hat. Washun mit den Krish’un-Umhängen der Tamräte, Maahks auf Washun. Die Mitglieder des Luna-Klubs, Vorfahren der Moduls. Zeittransmitter (die in den Heften ab 300 nochmal indirekt eine riesige Rolle spielen werden). Käfigtransmitter wie beim kosmischen Rätsel aus der Serienfrühzeit. Segen und Fluch zugleich, denn die Handlung wurde durch all diese Dinge spannend. Aber auch symptomatisch für die jetzige Phase der Serie. Viele saugeile Ideen, die nur angerissen werden oder ganz liegen bleiben. Oder gar, was ich ja immer wieder bemängeln muss, nicht zu Ende gedacht werden.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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