Es ist von Mal zu Mal frustrierender, diese Reihe zu lesen und dann zu merken, dass man Teile nicht versteht.

Ein Muster kristalliert sich heraus
Die Armeen der Menschen suchen wirklich jeden Landstrich heim. So auch die Wüste. Doch hier stoßen sie auf Widerstand. Denn der Ork-Barbar Kronan herrscht hier. Und er sieht nicht ein, dass die neuen Völker einfach so tun und lassen können, was sie wollen.
Wobei diese auch die Blauelfen anvisieren. Doch die haben Glück im Unglück, weil unter ihnen heimlich der Held Ath’Non lebt. Der in der Stunde der Not zunächst die Angreifer nahezu im Alleingang zurückschlägt. Und dann versucht, sein Volk in Sicherheit zu bringen.
Die Schlacht von Torunn ist der nunmehr dritte Part der Die Kriege von Arran-Reihe. Und mittlerweile kristallisiert sich eine Art Muster heraus. Das mit jeder Ausgabe der Fokus auf andere Völker, andere Charaktere gelenkt wird. Deren Werdegang man vermutlich in einer der zahlreichen anderen Reihen gelesen haben dürfte.
Kaum Änderungen zu vermelden?
Am Kreativteam gibt es kaum Veränderungen. Die Story stammt einmal mehr von Nicolas Jarry, derweil das Storyboard ebenfalls wieder on Kyko Duarte stammt. Für die Zeichnungen ist dieses Mal Alina Yerofieieva zuständig. Auch sie ist eine Veteranin der Vorgängerreihen, von denen sie einige Ausgaben gezeichnet hat.
Mittlerweile ist man als Neueinsteiger an einem Punkt angelangt, wo man sich wirklich fragt, was die Verantwortlichen sich nur gedacht haben. Sind sie davon ausgegangen, dass man alle Reihe vorher gelesen hat? Denn diese sind stellenweise sehr umfangreich. So umfasst allein die Elfen-Serie aktuell 35 Ausgaben und wird immer noch weiter fortgesetzt. Da muss man schon ein Hardcore-Fan sein, um wirklich alle Comicreihen zu besitzen oder ebenfalls inhaltlich zu kennen.
Es gibt allerdings nun mal leider ebenso Leute wie mich. Die neugierdehalber in die Die Kriege von Arran-Reihe reingeschaut haben. Die hängen geblieben sind, da ihnen das Szenario an sich gefällt. Und auch den einen oder anderen Moment mögen. Aber gleichzeitig zunehmend frustrierter sind, weil von ihnen verlangt wird, dass sie möglichst viel Vorwissen besitzen. Was sie nicht wirklich haben.
Frustrierend
Und so liest man fasziniert von dem Ork-Barbaren Kronan und dem Goblin Myth, die sich zusammenschließen. Kronan scheint eine Hommage an einen bestimmten anderen Barbaren zu sein. Aber so richtig kann man es nicht beurteilen, weil man eben die entsprechenden Ausgaben nicht gelesen haben.
Dasselbe auch bei den Blauelfen. Ath’Non wirkt wie eine Badass-Figur, als er nahezu im Alleingang, die Armee der Angreifer zurückschlägt. Aber es bleibt unklar, wieso er sich zu Beginn bedeckt hält und erst dann aktiv eingreift, als die Lage am Überkochen ist. Hier fehlt Wissen. Und ein guter Autor hätte dieses Wissen mitliefern müssen!
Es ist, um das Wort wieder zu verwenden, frustrierend. Denn die Geschichte an sich ist ja nicht verkehrt. Sie ist spannend, weil man hier wirklich sehen kann, wie die verschiedenen alten Völker sich gegen die Armee der Menschen zur Wehr setzen. Wie sie sich dann teilweise zusammenschließen. Um anschließend in einer blutigen Schlacht die Aggressoren soweit zurückzuschlagen, dass sie fliehen können. Dabei scheint die Geschichte ihre Fortsetzung an einem Ort zu finden, von dem man bereits gehört hat.
Solide
Die Illustrationen von Alina Yerofieieva sind solide. Vielleicht nicht ganz so gut, wie die von Giovanni Lorusso. Aber ebenso kein kompletter Reinfall.
Auch dieses Album ist kein Reinfall, um es noch mal zu betonen. Es gibt starke Momente. Doch die treten gegenüber der Erkenntnis zurück, dass die Albenreihe anscheinend kein Interesse daran hat, den Leser abzuholen. Und das ist, um das Wort ein letztes Mal zu verwenden, frustrierend!
Info
Autor: Nicolas Jarry
Storyboard: Kyko Duarte
Zeichnungen: Alina Yerofieieva
Farben: J. Nanjan
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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