[DSC 021] Donnergrollen

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Donnergrollen besucht die Discovery Kaminar, die Heimatwelt der Kelpianer. Dort findet sie ein gut behütetes Geheimnis.

Staffel 2, Folge 6 – Sternzeit unbekannt
„Donnergrollen“ – „The Sound of Thunder“

Die Handlung von „Donnergrollen“

Ein neues Signal taucht auf und führt die Discovery zu Kaminar. Die Ba’ul reagieren nicht auf die Rufe der Discovery, also wird Burnham damit beauftragt, den Planeten zu untersuchen. Ein Erstkontakt wäre innerhalb der Obersten Direktive möglich, da den Kelpianern die Raumfahrt durch die Ba’ul bekannt ist. Saru möchte sich ihr anschließen, aber Pike hat Bedenken, dass Saru eventuell seine Neutralität verlieren könnte. Nur widerwillig stimmt der Captain am Ende zu, Saru auf den Planeten zu schicken. Als Startpunkt wird Sarus altes Dorf gewählt, wo er seine Schwester Siranna trifft.

Nach einem herzzerreißendem Wiedersehen weicht die Freude schnell dem Zorn. Siranna lebte lange im Glauben, dass Saru tot sei und seine Anwesenheit auf dem Planeten stört das große Gleichgewicht. Es kommt wie es kommen muss, die Ba‘ul sind nun aufmerksam geworden. Saru und Burnham beamen zurück an Bord der Discovery als die Ba‘ul diese bedrohen. Saru opfert sich um sein Volk und die Crew zu retten, indem er sich den Ba‘ul ausliefert. Diese scheinen Angst vor ihm zu haben.

Burnham, Tilly und Airiam finden mit Hilfe der Daten der Sphäre aus „Der Charonspfennig“ den Grund heraus. Die Ba‘ul waren nicht immer die Jäger, sie wären fast von den „entwickelten Kelpianern“ ausgelöscht worden, also denen, die das Vahar’ai überlebt haben. Irgendwann haben sie den Spieß umdrehen können und die entwickelten Kelpianer ausgelöscht.

Saru und seine Schwester sind derweil in großer Gefahr, doch Saru kann diese abwenden und mit Hilfe von Tilly sogar das Vahar’ai bei allen Kelpianern auslösen. Die Ba‘ul sehen sich nun sehr bedroht und wollen lieber alle Kelpianer vernichten, ohne dass die Discovery dies verhindern könnte.

Da taucht der Rote Engel auf, zerstört die Technologie der Ba‘ul mit einem Impuls und rettet die Kelpianer somit vor der Auslöschung.

Donnergrollen

Kritik

Diese Folge beweist eindrucksvoll, dass die neue Star-Trek-Serie auch Charakterfolgen kann, ohne den roten Engel, äh Faden aus den Augen zu verlieren. Davon hätte ich gerne mehr.
Die Spannung zwischen Pike und Tyler ist merkbar und Sarus Emotionen bezüglich seinem Volk sind wunderbar inszeniert. Und dass es endlich mit dem Roten Engel weitergeht ist auch eine tolle Sache.

Das war es aber leider an Positivem. Die Oberste Direktive wird hier mal wieder als Schild mit der Aufschrift „Frauenparkplatz“ dargestellt. Wurde jemals erwähnt, dass sie nicht gilt, wenn man schon mal davon gehört hat, dass es Raumschiffe geben könnte? Und seit wann „tarnen“ wir das Außenteam nicht mehr als Einheimische?  Wieso hat Tyler nun die Uniform der Discovery an, trägt aber immer noch sein Sektion-31-Abzeichen? Wo ist der neue Sicherheitschef während eines roten Alarms?
Manche Dinge kann man natürlich einfach hinnehmen und das habe ich schon immer getan. Andere Dinge sollte man aber einfach besser machen.

Die Ba‘ul, die wir hier zum ersten Mal zu Gesicht bekommen, wirken wie eine Personifizierung des Bösen. Dazu die extrem verzerrte Stimme und die Absicht, lieber das gesamte Volk der Kelpianer zu vernichten und fertig ist ein Bösewicht, der in gewohnter Manier den Gegner erst gefangennimmt, zulabert und dann töten will, so dass dieser sich befreien kann. Stereotypischer geht es kaum.
Kennt man den Hintergrund der Unterdrückung, nämlich der pure Selbsterhalt, sind die Ba’ul auch nicht mehr so böse.

Die Geschichte um die Kelpianer und die Ba‘ul hätte enorm viel Potential gehabt. Aber dies hätte Zeit gebraucht und die haben wir nicht.
Für sich allein genommen macht diese Folge Sinn und ist so machbar. Aber wir reden hier von einem gigantischen Universum. Und da fügt sich diese Episode nur schwer, wenn überhaupt, ein. Die Föderation, bzw. die Discovery, hat sich hier gerade in die Entwicklung eines Planeten eingemischt. Und das noch nicht mal auf einer Föderationswelt.

Für mich die bisher schwächste Folge der zweiten Staffel. Und ich möchte gar nicht (wieder) damit anfangen, dass die restlichen Charaktere allesamt kaum Hintergrund haben und die wichtigen Entdeckungen immer nur drei, maximal vier Personen zustehen. Vom wiederauferstandenen Dr. Culber gab es hier nur zwei kleine Szenen – da hätte man vielleicht die Reihenfolge tauschen sollen, wenn noch eine Folge damit kommt.

Funfacts
  • Captain Georgiou war als Lieutenant auf der Archimedes
  • Der Universalübersetzer ist wohl Teil des Kommunikators
  • An Bord der Discovery gibt es 3D-holografische „Schaltflächen“, Touchscreens und klassische Kippschalter und Knöpfe
Der deutsche Titel

Donnergrollen ist die korrekte Übersetzung. Der Titel bezieht sich vermutlich auf das „Erwachen“ der Kelpianer, was noch ungesehene Folgen hat.

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.
Marco Golüke

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.

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