Zum Auftakt der zweiten Staffelhälfte gibt es einige überraschende Wendungen und Zuspitzungen.
Es nimmt Fahrt auf
Demerzel (Laura Birn) ist an Bord von Gaal Dornicks (Lou Llobell) Schiff gekommen und steht kurz davor, sie für den Tod von Bruder Morgen zu töten. Doch dann kommt das Gespräch auf die Visionen, die Gaal vom Maultier hat. Und der Roboter beschließt, sich diese persönlich anzugucken, um mehr zu erfahren. Der Vorgang ist allerdings alles andere als schmerz- oder gefahrlos.
Derweil gelangen die Mallows und Magnifico (Tómas Lemarquis) nach Neu Terminus. Zunächst werden sie ebenfalls eingesperrt wie Pritcher. Allerdings werden sie schon bald zu Mayor Indbur (Leo Bill) vorgelassen, wo es zu einem Streit zwischen den Händlern und der restlichen Foundation kommt. Doch Magnificos Musik glättet die Wogen. Gerade rechtzeitig, denn das Gewölbe öffnet sich wieder und der holografische Hari Seldon (Jared Harris) empfängt die Vertreter der Foundation. Wobei sich allerdings etwas Verblüffendes zeigt.
Mit dieser Folge merkt man, dass man sich jetzt in der zweiten Hälfte der dritten Staffel befindet. Und auf einmal beginnt die Handlung im Verlauf von Das Hologramm, rapide an Fahrt aufzunehmen. Auf einmal werden alte Plots abgeschlossen und spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu.
Es bleiben Fragen offen
Eine der größten Überraschungen ist, das Demerzel an Bord von Gaal Dornicks Schiff gelangt ist und sie darüber informiert, dass Bruder Morgen gestorben ist. Hier zeigt sich wieder eine Seite von ihr, die bereits in der vorherigen Folge präsentiert wurde. Nämlich, dass sie ebenfalls eine Mutter ist, die miterlebt hat, wie die jeweiligen Cleons ihre ersten Schritte tun. Was dann natürlich etwas ist, das sich ihr einprägt und weshalb sie auch verständlicherweise auf Gaal wütend ist, weil sie am Tod einer ihrer Cleons schuldig ist.
Doch im Laufe der Folge ändert sich dann ihr Verhalten. Sie erfährt von der zweiten Foundation und den Fähigkeiten, die deren Mitglieder haben. Und sie erkundet schließlich Gaals Visionen, wobei sich Überraschendes zeigt.
Denn es scheint so, als ob es eine weitere Zukunft gibt, nach Gaals Begegnung mit dem Maultier. Doch ist diese sehr merkwürdig. Es wirkt fast so, als ob Gaal zum Zeitpunkt dieser Vision kein richtiger Mensch mehr ist. Aber was ist sie dann? Es bleiben also Fragen offen, deren Klärung man kaum erwarten kann.
Wusste er nicht, was geschehen würden?
Grandios sind ebenfalls die Erlebnisse von Bruder Tag, der seine Geliebte Sol wiederfindet. Dann stellt er allerdings fest, dass sie nicht mehr dieselbe ist, wie kurz bevor Demerzel sie weggeschickt hat. Der Schmerz in Lee Paces Gesicht, als seine Figur realisiert, dass seine Hoffnungen und Wünsche sich in Luft aufgelöst haben, ist wirklich grandios.
Und anschließend ist da noch das Finale der Folge. Wo das Gewölbe aufmacht und der holografische Hari Seldon die Foundation empfängt. Er zeigt sich für einen kleinen Moment irritiert, als Mayor Indbur sich beim Vorstellen förmlich vordrängt, ist dann aber gleich wieder beim Dozieren. Was schließlich der Augenblick ist, in dem das Maultier New Terminus angreift.
Da passt etwas nicht
Es gibt zwei Sachen, die mich an dieser Folge stören. Das erste ist die Enthüllung, das Hari Seldons Ansprache in Der Frieden des Kaisers nicht den Imperialen galt, sondern Demerzel, die ihn daraufhin heimlich mit Daten versorgt hat. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass sie in bedeutenden Entwicklungen im Nachhinein eine wichtige Rolle erhielt. Und auch hier passt diese Enthüllung so überhaupt nicht zu dem, was man bislang in der Serie erfahren hat.
Das zweite ist, wie der Konflikt zwischen den Händlern und der Ersten Foundation gelöst wird. Und zwar durch ein Spiel von Magnifico. Das wirkt eher unglaubwürdig. Es heißt zwar, dass der Barde, wenn er spielt, Außergewöhnliches erreichen kann. Aber dass er dann einen so großen Streit mal eben besänftigt … passt irgendwie nicht.
Dennoch ist dies am Ende immer noch eine gute Folge.
Informationen
Regie: Christopher J. Byrne
Drehbuch: Eric Carrasco & David S. Goyer
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