Analyse: Die Glückskeksbotschaft in DSC 016 -Bruder

Lesezeit circa: 4 Minuten

Rätsel gibt die Glückskeksbotschaft am Ende der Auftaktfolge auf. Deutet sie auf das Schicksal von Captain Pike oder vielleicht eher auf den Verbleib von Lorca?

Glückskeksbotschaft

„Not every Cage is a Prison, nor every loss eternal“ zu Deutsch „Nicht jeder Käfig ist ein Gefängnis, noch ist jeder Verlust ewig“ steht in der ominösen Glückskeksbotschaft.

Wie immer, wenn es um Interpretationen geht, ist man sich uneins. Die einen sehen einen Hinweis auf Lorca, die anderen sehen es als Easter Egg für Pikes Zukunft. Wir gehen der Sache mal analytisch auf den Grund.

Lorca steht ganz offensichtlich auf Glückskekse und der Zettel wurde in seinem Raum gefunden. Nun ist Lorca allerdings tot (was in Star Trek oder generell Science-Fiction nichts heißen muss), allerdings ist der Lorca, den wir bisher gesehen haben, der aus dem Spiegeluniversum. Der aus dem sogenannten Prime-Universum ist unbekannten Aufenthalts. Wurde er ebenso getötet? Oder sitzt er im Spiegeluniversum einfach nur fest? Vielleicht hat er auch die Rolle des Spiegel-Lorca nach dessem Tod übernommen?
„Nicht jeder Käfig ist ein Gefängnis“ könnte auf eine solche Situation anspielen.

Glückskeksbotschaft

Was den zweiten Teil der Nachricht angeht, derVerlust könnte hier Lorca selbst sein. Das Prime-Universum hat ihn verloren, aber wenn er seinem Käfig entkommt ist der Verlust nicht ewig.

In dieser Szene wollen nicht wenige Fans einen Hinweis auf Lorca sehen. Die Sporen vom Sporenantrieb sind normalerweise blau, diese hier ist grün. Dass sie auch so explizit gezeigt wird und auf Tilly landet, gibt der Spore auch eindeutig eine Bedeutung, ob diese aber mit Lorca zusammenhängt ist eher unsicher. Auch ist unsicher, ob der Prime-Lorca überhaupt überlebt hat, immerhin galt sein Doppelgänger als Verräter.

Lorca halte ich daher für unwahrscheinlich. Wie schon im Review zu der aktuellen DSC Folge erwähnt, halte ich es eher für einen Wink zu Pike. Dafür müssen wir aber ein wenig in der Trekhistorie kramen.

Der erste Pilotfilm für Star Trek hieß „The Cage“ und die Enterprise stand unter dem Kommando von Captain Pike.  Das ist ein kleiner Deut, aber reicht nicht, um die Botschaft wirklich auf ihn zu beziehen.

Viel wichtiger wird da die Doppelfolge „The Menagerie“ oder „Talos IV, Tabu“. Für diese Folge wurde Material vom Pilotfilm benutzt und man sieht einen schwerbehinderten Pike im Rollstuhl, der nur noch über einen Computer kommunizieren kann. Sein Verstand ist voll da, nur sein Körper nicht. Er ist ein Käfig für seinen Geist, aber da dieser trotzdem alles machen kann, was er auch vorher gemacht hat, ist er nicht im Gefängnis.

Der Unfall, der Pike in den Rollstuhl bringt, ist nicht genau datiert, aber es ist wahrscheinlich, dass dieser kurz nach der Übergabe der Enterprise an James Kirk passierte.

Der Verlust seiner Mobilität ist der zweite Teil der Botschaft. Am Ende dieser Doppelfolge, bieten die Talosianer Pike an, bei ihnen zu leben. Die Talosianer haben starke mentale Fähigkeiten und können Pike in einer Illusion ein normales Leben führen lassen, ohne dass er es bemerkt.

GlückskeksbotschaftSo entscheidet sich der ehemalige Captain der Enterprise auch für ein Leben auf dem Planeten und entkommt damit dem Käfig seines Körpers und gewinnt sein Leben zurück.

Glückskekse sollen die Zukunft vorher sagen,  zumindest teilweise. Pike findet eben diese Glückskeksbotschaft. Er kennt sein Schicksal noch nicht, wir aber schon. Ist dies ein Fanservice, ähnlich wie „Alice im Wunderland“ oder der Saurianer Linus?

Was denkt ihr? Lorca, Pike oder ist vielleicht jemand ganz anderes gemeint? Hugh Culber zum Beispiel, der ja zurückkehren soll?

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Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.
Marco Golüke

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.

2 Gedanken zu „Analyse: Die Glückskeksbotschaft in DSC 016 -Bruder

  • 2. Februar 2019 um 16:44
    Permalink

    Noch simpler: Bei seinem ersten Besuch auf Talos IV war der „Käfig“ (der dem Pilotfilm seinen Namen gab) ein Gefängnis, als er zurückkehrt und von den Talosianern per Illusion seinen heilen Körper wiederkriegt, geht er erneut in den „Käfig“ der Talosianer, der ist diesmal aber kein Gefängnis, sondern quasi sein Altersheim. Und auch Vina hat er somit (anders als er vermutlich beim Verlassen von Talos IV dachte) nicht für immer verloren.

  • 4. Februar 2019 um 09:34
    Permalink

    Auch das ist eine gute Überlegung zum Glückskeks. Es ist denke ich aber relativ offensichtlich, dass es eher auf Pikes Zukunft hindeutet als auf die von Lorca. Aber solche Botschaften können ja immer auf verschiedene Arten interpretiert werden, ähnlich wie Horoskope.

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