Mit diesem Album wird der zweite Roman der Romane mit der Titelfigur adaptiert.

Es wird einiges übersprungen
Dorian Hawkmoon fliegt mit einem Flamingo über den Kontinent auf dem Weg nach Osten, um dort irgendwo den Magier Malagigi zu finden. Dieser könnte ihm helfen, das schwarze Juwel loszuwerden, dass das Granbretanische Imperium in seine Stirn eingepflanzt hat. Doch als er über Bulgarien fliegt, wird sein Reittier von dem Zwerg/Mensch-Mischling Oladahn abgeschossen.
Dieser entschuldigt sich später für seine Tat, da er Hunger hatte. Er wird zu einem Reisegefährten von Hawkmoon. Warnt ihn jedoch ausdrücklich vor den Anhängern des irren Gottes. Auf die sie dann später stoßen. Es folgt eine heftige Auseinandersetzung.
Die Dorian Hawkmoon-Reihe hatte schon zuvor die Vorlage von Michael Moorcock stellenweise frei adaptiert. Doch mit Der Irre Gott wird dieses Mal sogar ein Teil der Romane übersprungen.
Das allerwichtigste wird übernommen
Genauer gesagt adaptiert der Comic einen Teil von The Jewel in the Skull und einen anderen Teil von The Mad God’s Amulett. Eine deutsche Übersetzung der Bücher liegt übrigens anscheinend nicht vor. Gemeint ist, dass Oladahn in dem zuerst genannten Roman seinen ersten Auftritt hatte, derweil die Begegnung mit dem verrückten Gott im zweiten geschah.
Was allerdings dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Denn der Comic ist wieder exzellent. Und auch, wenn die Geschichte nicht eins zu eins zur Vorlage passt, wird hier dennoch das allerwichtigste übernommen.
Beim Kreativteam gibt es übrigens Veränderungen zu vermelden. Für die Tuschezeichnungen zeichnet sich dieses Mal Luca Bulgheroni verantwortlich. Er ersetzt Didier Poli. Auch die Kolorierung stammt von jemand andere. Dieses Mal wurde die Farbgebung durch Greg Lofé und Arancia Studio gemacht.
Ein Kontinent im Krieg versunken
Die Geschichte selbst lebt davon, dass man zunächst ein Bild kriegt, wie sehr das granbretanische Imperium Europa mit Krieg überzogen hat. Das Kreativteam verschont den Leser nicht, sondern zeigt dies eindrucksvoll. Wie auch Dorian Hawkmoon selber meint, sind die Pläne des Grafen Brass, den restlichen Kontinent gegen das Imperium zu vereinen, damit hinfällig.
Die Einführung von Oladahn ist ebenfalls gut geworden. Er wirkt etwas merkwürdig, was dann allerdings damit erklärt wird, dass er lange Zeit alleine gelebt hat. Immerhin sorgt sein Verhalten für einen gelungenen Running Gag. Denn er nennt Dorian Hawkmoon ständig mit „Mein Herr“ an, was dieser aber ebenso wiederholt ablehnt. Die beiden sind ein Team, dass aus Gegensätzen besteht und sich deshalb auch so gut ergänzt.
Dabei werden der titelgebende irre Gott und seine Anhänger behutsam eingeführt. Es dauert, bis man denen das erste Mal direkt begegnet. Zuvor hört man nur von ihnen, ehe man danach die Auswirkungen ihrer Taten sieht. Nur um dann direkt auf sie zu stoßen.
Überraschung!
Bei diesen gibt es einige Überraschungen. Ohne zu viel zu verraten, aber die Anhänger und Soldaten des irren Gottes zeichnen sich durch eine Besonderheit aus. Und es gibt unter ihren Reihen auch jemanden, der eine persönliche Beziehung zu Hawkmoon hat.
Außerdem lernt man in dieser Handlung einen merkwürdigen Ritter kennen, der im Dienste des Runenstabs unterwegs zu sein scheint. Man sieht nie sein wahres Aussehen, da er ständig seine Rüstung trägt. Des Weiteren hat er anscheinend viel Ahnung von den Mysterien, die die Gegend ausmacht. Da er dies auch im Verlauf der Handlung einsetzt.
Es ist eine spannende Geschichte, in der dieses Mal noch mehr als sonst die Magie im Vordergrund gerückt wird. Und die Story endet auf einem netten Cliffhanger, bei dem man es kaum erwarten kann, wie er im nächsten Album aufgelöst wird.
Info
Szenario und Adaption: Jerome Le Gris
Zeichnungen: Benoit Dellac, Luca Bulgheroni
Farben: Greg Lofé, Arancia Studio
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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Warpskala
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