Es werden neue Charaktere eingeführt, derweil bereits vorhandene Figuren ausgebaut werden.
Neue Figuren treten auf
Der Stadtrat von Republika gründet eine Spezialeinheit, die die Equalisten aufhalten soll. Geleitet wird diese von dem ehrgeizigen Ratsmitglied Tarrlok (Dee Bradley Baker), der sich sehr darum bemüht, Korra (Janet Varney) zu rekrutieren. Doch der Avatar, die insgeheim unter Albträumen leidet, weigert sich, mitzumachen. Tarrlok gibt allerdings nicht auf, bis er sie in eine Situation manövriert, wo ihr nichts anderes übrig bleibt, als dennoch mitzuwirken.
Derweil lernt Mako (David Faustino) die schöne und reiche Asami Sato (Seychelle Gabriel) kennen. Sie ist die Tochter des Großindustriellen Hiroshi Sato (Daniel Dae Kim). Der sich bereit erklärt, die Feuerfrettchen zu sponsoren.
Mit Die Stimme in der Nacht werden gleich mehrere neue Figuren eingeführt, die für die aktuelle Handlung von Bedeutung sein dürften. Bei einigen scheint klar zu sein, was die Serie mit ihnen machen möchte. Bei anderen hingegen wird es interessant sein zu sehen, wie sich entwickeln.
Eine neue Dynamik
Jeder Figur gleich ist, dass sie eine gewisse Dynamik ins Geschehen reinbringen. Dass sie die Handlung unvorhersehbarer machen, spannender. Derweil gleichzeitig allerdings auch eine gewisse Befürchtung mit schwingt, dass sie die Reihe in eine Richtung entwickeln könnten, die ihr nicht gut tun könnte.
Das fängt mit Tarrlok an. Von Anfang wird er als ein sehr ehrgeiziges Ratsmitglied präsentiert. Der sehr konkrete Vorstellungen davon hat, was er möchte. Und mit einer unglaublichen Beharrlichkeit alles daran setzt, seine Ideen umzusetzen. So will er unbedingt, das Korra Mitglied seiner Task Force wird. Er versucht es mit immer aufwendigeren und teueren Geschenken, ehe er zu einer vermeintlich harmlosen Veranstaltung einlädt. Wo er sie schließlich so manövriert, dass ihr nichts anderes übrigbleibt, als ihre Bedenken über den Haufen zu werfen und seinem Wunsch zu entsprechen.
Es ist dabei dieses heimliche Gewinner-Grinsen, dass er Tenzin zuwirft, dass ihn so unsympathisch wirken lässt. Er ist weniger an der Person Korra interessiert, als vielmehr daran, den Avatar in seinem Team zu haben. Wodurch er Prestige gewinnt, den er dann auch gleich zu seinem Nutzen einsetzt. Das lässt ihn nicht wirklich sympathisch wirken.
Jede Menge Fortschritte
Die Sache wird noch dadurch verkompliziert, als das Korra sich aus gutem Grund weigert, seiner Task Force beizutreten. Sie hat nämlich insgeheim Angst vor den Equalisten und vor dem Verlust ihrer Fähigkeiten. Hier zeigt sich ein Mal mehr, wie sehr sich Korra vor allem darüber und über ihren Avatar-Status definiert. Von Anfang an war dies das bestimmende Merkmal ihrer Persönlichkeit, was dann ebenso noch durch ihre Umwelt verstärkt wirkt. Dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass sie am Ende der Episode emotional zusammenbricht und Tenzin ihre Angst gesteht.
Der macht in dieser Folge von der Charakterisierung her massive Fortschritte. Man sieht hier eine andere Seite seiner Persönlichkeit. Er ist hier nicht der strenge Lehrer. Sondern ein schon fast väterlicher Mentor, der sich ehrlich um sie Sorgen macht. Und am Ende die passenden Worte findet, um sie zu trösten.
Hier wird es spannend werden zu beobachten, wie sich das weiterentwickeln wird. Am Ende haben die Equalisten und vor allem Ammon einen wichtigen, psychologischen Sieg eingefahren. Und die Gegenseite steht da wie dumm. Noch dazu, dass der Avatar eine gewisse Phobie gegenüber ihnen und ihren Fähigkeiten entwickelt hat.
Entwickelt sich hier ein Liebesdreieck?
Nebenbei werden allerdings auch noch Asami und ihr Vater Hiroshi Sato eingeführt. Von Anfang an wird Asami als eine hübsche und forsche Frau eingeführt, die es anscheinend schafft, ihren Vater um den Finger zu wickeln. Sie scheint sich in Mako zu verlieben, mit dem sie gemeinsam hat, dass auch sie jemanden verloren hat, nämlich ihre Mutter. Sie weiß, was sie will und wie sie es kriegen kann.
Bei ihrer kurzen Begegnung mit Korra deutet alles daraufhin, dass sich hier ein Liebesdreieck entwickeln könnte. Denn der Avatar hegt gegenüber Mako ja ebenfalls gewisse romantische Gefühle. Ob dies allerdings zur Serie passt? Eher nicht. Klar, man hat es hier mit jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun, die überwiegend noch auf der Suche nach dem künftigen Partner sind. Aber ein Liebesdreieck wäre dann doch zu klischeehaft. Und bislang haben die „Avatar“-Serien es vermieden, Klischees zu bedienen. Natürlich lässt sich nicht vorher sagen, wie sich dies entwickeln wird. Aber es bleibt zu hoffen, dass die Reihe nicht einen solchen vorhersagbaren Plot bedient.
Die Folge ist wieder großartig und die neuen Figuren bringen Wind in die Handlung. Jetzt kommt es allerdings auch darauf an, wie sie und ihre jeweiligen Plots sich weiterentwickeln werden. Denn da lauern Fallstricke.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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