Invincible und Omni-Man stehen in dieser Episode unter extremen Druck.
Die lange Laufzeit macht sich positiv bemerkbar
Olga, Witwe des ermordeten Red Rush, ist auf die GDA sauer, weil diese den Mörder ihres Mannes noch nicht gefasst hat. Sie zieht zurück in ihre Heimatstadt, Moskau und bittet Debbie (Sandra Oh), dass sie ihr Haus verkauft. Die den Auftrag schweren Herzens annimmt, denn aktuell kriselt es in ihrer Ehe mit Omni-Man (J. K. Simmons). Er verhält sich merkwürdig und setzt ihren gemeinsamen Sohn Mark (Steven Yeun) unter extremen Druck, damit er und seine Fähigkeiten sich verbessern.
Da meldet sich Cecil (Walton Goggins) bei ihnen und wünscht sich, dass Omni-Man eine Mission zum Mars heimlich begleitet. Der lehnt allerdings ab, weshalb sich sein Sohn Invincible für den Auftrag meldet. Und schon bald geht es für ihn ins All. Doch als er und die Expedition auf dem Roten Planeten ankommen, machen sie eine ungeheure Entdeckung.
Es ist wirklich faszinierend, wie es Neil Armstrong, erblasse vor Neid! schafft, die diversen Plots und Subplots weiterzustricken, ohne dass man das Gefühl hat, dass hier die eine oder andere Handlung leidet, weil es dann an Handlungszeit fehlt. Hier merkt man wirklich positiv, dass die Laufzeit der Folgen deutlich länger als vergleichbare andere Animationsserien ist.
Ein merkwürdiges Verhalten
Dementsprechend „langsam“ entwickelt sich die Handlung vorwärts. Langsam, aber immer noch in einem Tempo, dass man nicht das Gefühl hat, die Episode tritt auf der Stelle. Im Gegenteil: Die Charaktere und ihre jeweiligen Plots entwickeln sich weiter und es gibt hierbei jede Menge überraschende Entwicklungen.
Dabei merkt man auch wieder den realistischen Anspruch, den die Serie hegt. Denn Omni-Mans merkwürdiges Verhalten fällt ebenfalls seiner Ehefrau auf. Weshalb es zu einem Streit zwischen den beiden kommt. Ein Streit, den sie erst durch einen gemeinsamen Urlaub wieder beilegen können, sowie einem ersten Gespräch, bei dem Omni-Man geschickt mit der Wahrheit lügt.
Trotzdem wirkt das Verhalten von Omni-Man merkwürdig. Man weiß immer noch nicht, wieso er die Guardians überhaupt erst alle umgebracht hat. Aber was auch der Grund sein mag, es dürfte ebenso der Grund dafür sein, dass er seinen Sohn so triezt und antreibt. Und zwar im Vergleich zu den anderen Episoden noch stärker als sonst.
Noch mehr Eigenständigkeit
Für Mark ist dies die Folge, in der weiter über sich hinauswächst. Schon allein, dass er sich für den Marsauftrag meldet, zeigt davon, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn er es sich nie hätte träumen lassen, wie diese Mission verläuft.
Sehr schön ist, dass dabei sein Privatleben, darunter ebenso seine Beziehung zu Amber nicht vernachlässigt wird. Und auch hier merkt man wieder den realistischen Ansatz der Reihe, in dem nämlich diese Freundschaft nicht klischeehaft dargestellt wird. Wie es bei Marvel und DC leider öfters der Fall ist.
Sein Abenteuer auf dem Mars wird dabei teilweise humoristisch dargestellt. Sei es beispielsweise, als er unterwegs genüsslich in ein mitgebrachtes Sandwich beißen will, nur um dann festzustellen, dass dieses mittlerweile gefroren ist und in tausend Teile zerbricht. Oder als er beinahe von einem der Astronauten entdeckt wird und er sich in letzter Sekunde verstecken kann.
Wirklich kein Schwarz/Weiß?
Doch der Humor tritt in dieser Handlung immer mehr in den Hintergrund, je weiter sich dieser Plot entwickelt. Und je mehr man über die Marsianer und ihre Probleme erfährt. Das Design und ihre Fähigkeiten erinnern übrigens an einen gewissen Martian Manhunter von DC Comics, wobei unklar ist, ob dies gewollt ist oder nicht.
Es ist vor allem das Ende der Episode, dass einen sprachlos zurücklässt. Weil es nämlich jede Menge Fragen aufwirft. Denn es stellt sich heraus, das Cecil, der Chef der GDA weiß, dass Omni-Man die Guardians getötet hat. Und da Damian Darkblood trotz aller Warnungen nicht aufgehört hat, in dem Fall zu ermitteln, verbannt Cecil diesen zurück in die Hölle. Sein Grund: Er will erst selber herausfinden, wieso Omni-Man dies getan hat. Und meint, dass die Welt nicht Schwarz/Weiß sondern grau ist.
Es ist eine überraschende Tat. Eine mit der man so nicht gerechnet hat. Und bei der auch klar ist, dass die Begründung von Cecil dann doch sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Es sei denn natürlich, dass seine Argumentation nur vorgeschoben ist und er in Wahrheit ein anderes Motiv hat.
Das sieht nicht gut aus
So oder so darf man gespannt sein, wie es hier weitergehen wird. Auch wenn man Darkblood ein wenig nachweint, denn die Figur dürfte vorerst nicht nochmal auftauchen. Was insofern schade ist, als dass er, trotz weniger Auftritte, es schaffte, in guter Erinnerung zu bleiben und exzellente Auftritte zu haben.
Schade sind nur einige Schwächen in der Animation. Es gibt einige Szenen, wo man merkt, dass sie am Computer entstanden sind. Und damit sind nicht nur Objekte gemeint, sondern stellenweise auch Charaktere. Was entsprechend nicht gut aussieht.
Informationen
Regie: Cory Evans
Drehbuch: Ryan Ridley
Showrunner: Simon Racioppa
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