Einmal mehr zeigt sich, dass ein Normales Leben mit dem Superheldendasein nur schwer zu vereinen ist.
Kein Privatleben für Superhelden
Mark (Steven Yeun) erholt sich von seinen starken Verletzungen und beschließt, gemeinsam mit seinen Freunden Amber (Zazie Beetz) und William (Andrew Rannells) zur Upstate University zu fahren. Sie wollen dort den Geliebten von William, Rick Sheridan (Jonathan Groff) besuchen. Doch dann tauchen auf ein Mal Cyborgs auf, die Mark als Invincible zwar bekämpfen kann. Allerdings leidet darunter seine Beziehung zu Amber, die von seiner Superheldenidentität nichts weiß und ihm vorwirft, sie immer alleine zu lassen. Derweil parallel Studenten entführt und zu Cyborgs umgewandelt werden.
Unterdessen trifft Atom Eve (Gillian Jacobs) eine weitreichende Entscheidung, was ihr Privatleben angeht. Robot (Zachary Quinto) kümmert sich rührend um Monster Girl (Grey Griffin), die immer noch im Koma liegt. Und Debbie (Sandra Oh) findet heraus, dass ihr Ehemann die Guardians alle umgebracht hat. Eine Enthüllung, die dafür sorgt, dass sie mit dem Trinken anfängt.
Invincible hat ja schon wiederholt gezeigt, dass ein Superheld, vor allem wenn es ein angehender wie der Titelheld ist, im Prinzip kein richtiges Leben hat. Dass jedes Mal, wenn er als Held aktiv ist, sein anderes Leben darunter leidet. Das zeigt sich in Du siehst irgendwie tot aus besonders gut.
Gibt es hier überhaupt Paare?
Die Beziehung zwischen Mark und Amber ist da das Paradebeispiel für. Es ist einerseits klar, dass die beiden etwas füreinander empfinden. Aber andererseits hat er sie wiederholt versetzt, weshalb sie auch entsprechend sauer auf ihn ist. Zwar haben sie sich immer wieder vertragen, doch stellt sich die Frage, ob und inwiefern ihre Beziehung ein weiteres Mal es aushält, dass er sie wegen eines Superheldeneinsatzes versetzt.
Diese Folge präsentiert darauf eine Antwort. Denn man sieht, wie sie zu Recht auf ihn wütend ist, nachdem er einfach so verschwunden ist und nur eine lahme Ausrede dafür liefert. Jetzt könnte man natürlich meinen, dass er ihr dann einfach seine wahre Identität enthüllen soll. Allerdings ist Invincible keine normale Serie. Sie stellt das Superheldendasein realistischer dar, als man es normalerweise von Marvel und DC her gewohnt ist.
Und bislang hat man nur wenige Paare gesehen, bei denen ein Partner ein Superheld ist und der andere ein normaler Mensch. Dementsprechend kann man davon ausgehen, dass das nicht so einfach ist. Wobei allerdings gleichzeitig William herausfindet, dass sein bester Freund Invincible ist. Mal schauen, was das für Konsequenzen haben wird.
Jede Menge Plots
Der Kampf gegen die Reanimen, die Cyborgs des verrückten Wissenschaftlers D. A. Sinclair, ist selbst für Serienverhältnisse besonders grausam und brutal. Hier wird Mark wirklich an seine Grenzen geführt. Zwar wird das Ganze etwas sehr klischeehaft aufgelöst. Aber man kann der Serie auch zugestehen, wenn sie ein paar Mal bekannte Tropen in die Handlung einbaut.
Die restlichen Plots der Folge sind ebenfalls nicht schlecht. Atom Eve zeigt eine andere Seite des Verhältnisses zwischen Privatleben und Superheldendasein. In dem sie sich bewusst vollständig für Letzteres entscheidet und beschließt, humanitäre Hilfe zu leisten. Nur, dass das schon wieder zu gut ist. Früher oder später muss hier ein Dämpfer kommen, damit es wieder realistischer wird.
Derweil der Plot um Robots unausgesprochene Zuneigung zu Monster Girl weitergestrickt wird. Es ist interessant, wie die anderen Mitglieder des Teams wiederholt meinen, dass er ja keine Gefühle haben könne, weil er ja eben eine Maschine ist. Derweil man sein Geheimnis kennt, dass er in seinem Inneren einen biologischen Körper hat. Und er parallel einen Neuen klonen lässt.
Eine Enthüllung mit Konsequenzen
Und zuguterletzt ist dann da noch die Enthüllung, dass Debbie herausfindet, was ihr Mann wirklich gemacht hat. Interessant ist seine Reaktion darauf. Er hat es ja schon geahnt, weil er, als sie das Haus verlässt, überprüft, ob noch alles an seinem Ort ist und herausfindet, dass sein Kostüm, in dem er die Guardians getötet hat, verschwunden ist. Als sie ihm ihr Wissen entgegenschleudert, wirkt er zunächst wütend und dann nachdenklich. Wie wird er jetzt damit umgehen? Wird er sie wegen ihres Wissens töten? Oder was macht er?
Es ist vor allem Letzteres, dass diese Folge so spannend macht. Man kann es kaum erwarten, die Nächste zu sehen.
Informationen
Regie: Paul Furminger
Drehbuch: Curtis Gwinn
Showrunner: Simon Racioppa
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Warpskala
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