Die Hölle bricht los – Haluter gehen in den Kampf
Inhalt
Wir schreiben das Jahr 3457. Die PAD-Seuche grassiert in den Milchzähnen.. Eh… Moment… Ja, genau, der Milchstraße. So herum. Und während die Terraner überall in der Galaxis nichts besseres zu tun haben, als nach Terra zu fliegen, drehen plötzlich auch noch die Haluter durch. Auch bei ihnen wirkt die PAD – Seuche. Sie denken, sie wären wieder im Krieg gegen die Lemurer. Allerdings sehen sie die Terraner und deren Siedlerabkömmlinge nicht als Lemurer, nur die Akonen, Arkoniden und dergleichen. Den Terranern muss man helfen – die Nachfahren der Siedler dürfen nicht nach Terra gelangen. Also besetzen unsere wackeren Haluter einfach viele Welten und hindern die dortigen Raumschiffe an der Reise. Dass dabei hunderte Terraner sterben, interessiert sie nicht. Sie gebärden sich wie in einer Drangwäsche.
Meinung
Jo. Kennt Ihr das? Ihr erwartet ein tolles Heft und eigentlich ist es das auch, und dann versemmeln Euch auf den letzten 10 Seiten Autorenfehler den Genuss und schmeißen ein gutes Heft um zu Grütze? Nein? Dann lest mal dieses Heft hier.
Dass einige hundert Kampfschiffe der Haluter den Planeten Foktor-Pural besetzen – kauf ich. Dass dies auf tausenden Siedlerwelten geschieht? Nope. Sorry. Absolute Grütze.
Die Haluter, so steht es seit Heft 200 festgeschrieben, halten ihre Anzahl bei 100.000 Individuen. Für eine unwichtige Kleinwelt wie hier werden 300 Schiffe mit jeweils mehreren Halutern postuliert. Das geht schon von der Anzahl her nicht.
Später wird dann noch behauptet, Millionen (!) Haluter würden in der Milchstraße Amok laufen. Aber gut, sich um ein paar Nullen vertun, wieso auch nicht. Passiert ja sogar Finanzministern.
Überdies sind die Haluter auf Foktor-Pural recht einfach durch Roboter zu bekämpfen. Nicht einmal 1000 Roboter gegen einige hundert der vierarmigen Kämpfer. Und doch reicht das schon, um Paroli zu bieten.
Und dann kommen am Ende einige hundert Akonenschiffe daher und ballern mal eben mit Energiewaffen und Schwupps, explodieren die Haluterschiffe. Energiewaffen, nicht Transformkanonen.
Die Nebenhandlung um Atlan auf der Flucht vor Icho Tolot schlägt dann obige Logikblähungen noch um Längen. Icho Tolot zu fangen wäre in der Theorie so einfach gewesen – zum Beispiel, indem ihn Gucky einige Minuten telekinetisch in die Höhe hebt und er dort durch Fesselfelder festgesetzt wird.
Aber nein, am Ende kommt die Rettung durch Paralysatoren. Hallo, wie bitte? Icho Tolot ist laut Heft zu dem Moment Strukturverwandelt. Da nutzt ein Paralysator ungefähr mal gar nichts. Null. Nada. Niente.
Dieses Heft ist von H. G. Francis. Einem Autor, der zu dieser Zeit bereits als Spezialist für Haluter gilt. Einem Neuling hätte ich diese Fehler noch durchgehen lassen, aber doch bitte nicht von einem etablierten Teamautor auf „seinem“ Fachgebiet.
Und eigentlich, siehe Anfang, war die Handlung ja nett aufgebaut und spannend.
So bleiben auf der Wertungsskala magere 5 von 10 Sternen – 2 fette Sterne Abzug für derart viele heftige Fehler lassen sich nicht vermeiden.
Info
Autor: H. G. Francis
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: Freitag, 18. Mai 1973
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Perry Rhodan – 612 – Galaxis am Abgrund (H. G. Francis) - 20. Mai 2026
- Perry Rhodan – 503 – Planet der Digger (Clark Dalton) - 1. Februar 2026
- Stranger Things – Das Ende - 31. Januar 2026

