Es tritt in dieser Folge Vater gegen Sohn an. Eine epische Auseinandersetzung, mit vielen Todesopfern.
Sohn gegen Vater
Es ist so weit: Invincible (Steven Yeun) tritt gegen seinen Vater Omni-Man (J. K. Simmons) an. Was folgt ist eine schwere Auseinandersetzung, die quer über den gesamten Globus geht. Und egal was Mark auch probiert, sein Vater ist einfach stärker. Dabei versucht dieser ihn ständig von den Plänen des Viltrumitischen Imperiums zu überzeugen. Nur, dass dies nicht wirklich auf fruchtbaren Boden fällt.
Am Ende wird es Omni-Man zuviel. Er kann es nicht übers Herz bringen, seinen Sohn umzubringen, weshalb er fluchtartig die Erde verlässt. Wo die Überlebenden sich erholen und ihre Wunden lecken. Denn das Leben geht weiter.
Wo ich wirklich herkomme ist das Finale der ersten Invincible-Staffel. Hier fährt die Serie nochmal alles auf, was sie bisher ausgezeichnet hat. Jede Menge interessante Plots und Charaktermomente. Aber auch viel Action und ein ordentliches Maß an Brutalität.
Noch brutaler als sonst
Vor allem in letztgenannten Aspekt fährt die Episode ordentlich auf. Die Reihe war ja bislang schon in Sachen Splattereffekten kein Kind von Traurigkeit. Doch dieses Mal wird das noch mal getoppt.
Der Kampf zwischen Invincible und Omni-Man geht über den gesamten Globus. Und viele Male sieht man, wie der Vater den Sohn als Objekt dafür einsetzt, um Menschen umzubringen. Mal, in dem er ihn als Hindernis für eine U-Bahn benutzt, so das diese mit ihm kollidiert und er mit ansehen muss, wie die Leute ringsum ihn herum sterben. Oder im Höhepunkt des Kampfes, wo Chicago in Schutt und Asche gelegt wird und Mark mitansehen muss, wie sogar die Leute, die er versucht zu retten, ihr Leben lassen.
Das ist alles natürlich sehr heftig. Und doch schafft die Folge, dass das Augenmerk nicht so sehr auf der Gewalt und der Action liegt. Sondern auf den leisen Zwischentönen. Darauf, wie Omni-Man sich immer mehr reinsteigert, seinen Sohn zu überzeugen. Und man doch merkt, wie viel Überwindung es ihn immer mehr und mehr kostet.
Vorbereitungen für die zweite Staffel
Man erfährt einiges über das Viltrumische Imperium. Was dabei auch erklärt, wieso Omni-Man so handelt, wie er es eben tut. Weil es anscheinend ein sehr martialisches Reich ist, wo nur der Stärkste zählt und ebenfalls überlebt. Als Kontrast werden anschließend Erinnerungen an die Kindheit von Invincible eingebaut, wo man sieht, wie sein Vater menschliche – väterliche – Gefühle für ihn entwickelt. Was dann auch der Auslöser dafür ist, dass er, nachdem er sieht, wie sehr er seinen Sohn zugerichtet hat, fluchtartig die Erde verlässt.
All dies geschieht in den ersten beiden Dritteln der Folge. Und anschließend sieht man die Nachwehen. Wo gleichzeitig vieles für die kommende zweite Season vorbereitet wird.
So wird gezeigt, wie Mark sich im Krankenhaus erholt, um sich dann später im Auftrag von Cecil im All mit Allan dem Alien zu treffen. Der eine ominöse Warnung loswird. Derweil im Freundeskreis von Mark immer mehr Leute wissen, dass er in Wahrheit Invincible ist. Ebenso, wie man mitkriegt, dass seine Mutter nach außen hin eine tapfere Fassade aufrechterhält. Nur um dann insgeheim zu kollabieren. Das mit anzusehen sorgt dafür, dass man Mitleid mit ihr kriegt.
Kleine Schnipsel erzeugen Interesse
Interessant sind dann die kleinen Schnipsel. Wo gezeigt wird, was die Superschurken tun, die in der ersten Staffel aufgetaucht sind. Es sind wie gesagt nur Minieindrücke. Doch die reichen aus, um Neugierde für die zweite Season zu wecken.
Allerdings muss man Kritik am Animationsstil äußern. Es gibt gleich mehrere Momente, wo man merkt, dass das Budget für 3D computergenerierte Objekte wohl nicht so groß gewesen sein muss. Mit dem Ergebnis, dass es sich mit den guten 2D-Zeichnungen beißt.
Aber das ist Kritik, mit der es sich leben lässt.
Informationen
Regie: William Ruzicka
Drehbuch: Robert Kirkman
Showrunner: Simon Racioppa
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