Mit der Einführung von einer gewissen Art von Zeitreise-Elementen hat sich die Serie keinen getan.
Zeitshenhanigans
Lee Shaw (Kurt Russell) kommuniziert mit seinem jüngeren ich (Wyatt Russell), der sich im Jahr 1962 in Axis Mundis befindet. Behutsam leitet er ihn durch die Welt und enthüllt, als dieser sehr misstrauisch ist, wer er wirklich ist. Er sorgt dafür, dass er nicht auf Keiko trifft und dass er irgendwann Titan X findet. Wo er einen Peilsender platziert, der in der Gegenwart wichtig wird.
Keiko (Mari Yamamoto) und Cate (Anna Sawai) untersuchen einen Ort, von dem sie wissen, dass man dort mehr über Titan X herausfinden kann. Derweil Tim (Joe Tippett) May (Kiersey Clemons) herbeibringen lässt, damit sie ihm hilft, ebenfalls mehr über den Titanen herauszufinden. Unterdessen reist Kentaro (Ren Watabe) nach Thailand, wo er die Adoptivtochter von Walter Simmons, Isabell (Amber Midthunder) wieder trifft. Die ihm einen verrückten Plan vorschlägt.
Zugegeben: dass die Zeit innerhalb von Axis Mundis anders verläuft, als auf der Erdoberfläche ist nichts neues. Neu ist jedoch die Erkenntnis, dass, je nach Zugangspunkt, man zu unterschiedlichen Zeiten in der inneren Welt angelangt. Nur so ist es dem alten Lee Shaw in Stringtheorie auch möglich, mit seinem jüngeren Ich zu kommunizieren.
Probleme mit der Zeit
Wobei dies zur Folge hat, dass zum ersten Mal in der Serie Vergangenheits- und Gegenwartsebene nicht voneinander getrennt verlaufen. Sondern direkt miteinander zu tun haben. Was dieser Episode durchaus nicht schadet.
Das eigentliche Problem ist, dass durch diese neue Mechanik der Zeitdilletation oder Zeitreise, je nachdem, wie man die Ereignisse interpretiert, ein ganzes Fass an Problemen aufgemacht wird. Probleme, die noch dazu die Serie in dieser Folge nur unzureichend erklärt werden, falls überhaupt.
Weil im Prinzip funktioniert die ganze Handlung von Lee Shaw nur dadurch, dass sein jüngere ich wirklich die ganze Zeit die Klappe gehalten hat. Und sich außerdem an die Anweisungen seines älteren ichs gehalten hat. Dass er, sobald er Axis Mundis verlassen hat, alles, was hier geschehen ist, nie erwähnt hat. Oder geschweige denn versucht hat, nicht doch noch zwischendurch eine Expedition in die innere Welt zu organisieren, um die dort verschollene Keiko zu retten. Da geschieht nichts. Er ist zwar zwischen misstrauisch, sobald er allerdings die Erklärung seines Älteren ichs erhalten hat, gibt er sich auf ein Mal lammfromm und akzeptiert alles, ohne großartig zu murren. Und das ist ein Verhalten, dass einfach nicht zu ihm passt.
Das wird sicherlich noch problematisch werden
Nicht, dass der Rest der Episode alles besser macht. Man merkt ihr an, dass es hier überwiegend darum geht, die Weichen fürs Seasonfinale zu stellen. Alles dreht sich um Titan X, jede Fraktion scheint etwas von ihr zu wollen. Nur die Mittel und Wege, wie sie dies bewerkstelligen wollen, unterscheiden sich.
Keiko und Cate finden heraus, dass Titan X um Hilfe bittet. Derweil bei Monarch May eine neue Aufgabe kriegt. Letzteres ist übrigens positiv zu sehen, weil sie so dadurch wieder einen Plot erhält, der sie bis zum Staffelfinale beschäftigen wird. So das sie nicht mehr planlos in der Gegend herumsteht. In jedem Fall findet sie eine technische Möglichkeit, den Titanen zu finden. Gerade in dem Moment, als eine Sonde, die der jüngere Lee dem Wesen eingebaut hat, von dem älteren Lee aktiviert wird. Was nur glücklicher Zufall ist.
Problematisch ist allerdings der Plot um Kentaro und Isabell. Nachdem ja Apex allem Anschein nach erst mal als menschliche Bedrohung ausgeschieden ist, muss also eine neue aufgebaut werden. Und es steht zu befürchten, dass dies Isabell sein wird. Alles, was sie sagt, was sie andeutet, lässt darauf schließen, dass sie vermutlich vorhat, die spezifischen Zeiteigenschaften von Axis Mundis auszunutzen, um in der Zeit zurückzureisen. Unnötig zu sagen, dass dies gerade zu einer Einladung dafür ist, das alles schieflaufen wird, was schieflaufen kann. Und Kentaro in seiner Wut wird zu ihrem willigen Handlanger.
Es bleibt dabei: Die Serie hat sich mit dieser Zeitmechanik keinen Gefallen getan. Je mehr man darüber nachdenkt, desto größer werden die Bauchschmerzen.
Informationen
Regie: Gandja Monteiro
Drehbuch: Joe Pokaski
Showrunner: Chris Black
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